Roter Fingerhut

DIGITALIS PURPUREA L.

Familie Wegerichgewächse, Plantaginaceae

Die zweijährige Pflanze, die starke einheimische Giftpflanze, wird im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ bis zu zwei Meter hoch. Diese Venus- und Saturnpflanze hat schraubenständige Blätter und schließt ihren Stengel mit einer sehr langen Blütentraube ab. Sie wächst im Heilgarten in der Erde vom Kompost neben Nachtkerze Ringelblume Eberraute Beifuss Cosmea Iris Zittergras Segge Tagetes Konrade Königskerze und sät sich selber aus. Sie blüht von Juli bis August und begrüßt Menschen, die im Seminarzentrum Termine und Einzelberatung in Anspruch nehmen und Besucher, die über unterschiedliche Kontakt (e) ins Heilzentrum kommen.

Digitalis galt über die Jahrhunderte als Wundarznei für das Herz und hat seit dem 19. Jahrhundert einen unvergleichlichen Siegeszug in der Schulmedizin gemacht. Die Blüten öffnen sich zur Erde hin, nicht zum Licht. Das Herz ist ja auch das Organ, wo in den rhythmischen Schaltstellen von Systole und Diastole eingetaucht werden kann in Licht und Finsternis, in Leichtes und Schweres.

Die Ausstrahlung dieser Pflanze ist beeindruckend – im Volksglauben gilt sie auch als der Ort, wo feenhafte Naturwesen wohnen. Gerne wächst sie auch in den Bergen in Waldschlägen. In der schamanischen Ausbildung, bei schamanischen Terminen und bei Seminare (n) in den Bergen Österreichs erleben die Schamaninnen und Schamanen bei ihren Wanderungen, ihren Trainings und bei den Vorbereitungen zu den Initiationen ihre Pracht.

Heilwirkungen: Der Engländer Withering Wilhelm (1741 – 1799) entdeckte die Herzwirkung des Fingerhuts und seither gilt die Pflanze als die Arznei für das Herz. Der Rote Fingerhut wurde bereits im Kräuterbuch von Leonhard Fuchs, 1543 als Mittel gegen Epilepsie Parkinson und Wundheilung erwähnt. Adonisröschen Oleander Meerzwiebel wurden schon damals zur Wundheilung gegeben. Interessant ist vielleicht auch, das in den nördlichen Breiten hauptsächlich Digitalis purpurea und in den südlichen Ländern Digitalis lanata von den Medizinern verabreicht wird.

Zu den wichtigsten Heilpflanzen für das Herz zählen Braunwurz Ginster Wolfstrapp Herzgespann Königin der Nacht Maiglöckchen und Weissdorn Herzstärkend wirken Ingwer Blüten der Linde Löwenzahn Mistel Kastanie Schafgarbe

Fingerhut Bilsenkraut Weisser Germer und Meerzwiebel werden in der Medizin als wirksame Mittel bei Herzversagen verwendet. Der Gebrauch von Fingerhut ist äußerst gefährlich! Der Rote Fingerhut wird in der Medizin eingesetzt als klassisches Mittel bei Herzinsuffizienz, wirkt toxisch und von eigener Behandlung wird dringend abgeraten!

Bei Mattigkeit und unregelmäßiger Herztätigkeit werden traditionell die Heilpflanzen Baldrian und Zitronenmelisse empfohlen und bei Melancholie, Angstsyndrom, Schock nach Schicksalsschlägen die nervenentspannenden Heilpflanzen Hopfen Kuhschelle Eisenkraut Lavendel Rosmarin Mohn Schlüsselblume Primel Distel (Eselsdistel) Borretsch Ginster und Hafer Die Folge von nervlichen Anspannungen sind oft Kopfschmerzen und da wird traditionell Gundermann Kamille Immergrün Tabak Blüten vom Hollunder Dost Zitronenmelisse Rainfarn Minze Wermut Thymian und Mädesüß gegeben.

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