Beifuss

Beifuß ist eine Kraftpflanze, die schon von Steinzeitmenschen genutzt wurde.
Artemisia vulgaris, Familie Korbblütler, Asteraceae

Beifuss – Wirkung, Räucherung, Heilpflanze und
spirituelle Bedeutung

Beifuss – Sakralpflanze, Räucherwerk und Schutzpflanze

Der Beifuss (Artemisia vulgaris) gehört zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen Europas. Seit Jahrhunderten wird diese Pflanze in der Volksmedizin, in Räuchertraditionen und in spirituellen Praktiken verwendet. Schon früh galt der Beifuss als Schutzpflanze, die Menschen vor negativen Einflüssen bewahren und Körper sowie Geist stärken sollte.

Beifuss (Artemisia vulgaris) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die mehrjährige Pflanze wächst häufig an Wegen, Böschungen und auf Brachflächen und kann bis zu zwei Meter hoch werden.

Unser heimischer Beifuss enthält unter anderem die Wirkstoffe Cineol, Thujon sowie Bitter- und Gerbstoffe. Dadurch wurde er sowohl als Heilpflanze als auch als Räucherwerk geschätzt und findet bis heute Anwendung in Naturheilkunde, Ritualen und traditionellen Kräuterpraktiken.

Beifuss Erntezeit und Sammlung

Die Blätter und jungen Triebspitzen des Beifuss (Artemisia vulgaris) werden meist zwischen Juni und September gesammelt. Für Räucherwerk verwendet man häufig die blühenden Pflanzenteile. Die Wurzeln können im Herbst ausgegraben werden, wenn sich die Wirkstoffe in der Pflanze konzentriert haben.

Beifuss magische Wirkung

Verräuchert klärt, reinigt und erweitert er das Bewusstsein.
Als Räucherpflanze so beliebt wie Salbei und Wacholder.

Beifuss spirituell – Anwendung in schamanischer Praxis

Er war den Steinzeitmenschen bekannt auch den Kelten und Germanen.
Er kommt in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“
bei Seminare (n) Termine(n), bei
schamanische Behandlung zum Einsatz.
Schamanin und Schamanen verwenden ihn bei ihrer schamanische Arbeit.

Beifuss Wirkung spirituell – Schutzpflanze gegen Unheil

Er wurde als Schutzpflanze verwendet, gegen Feuer und Blitzschlag, Hexen und Alpträume,
gegen den bösen Blick und gegen allerlei anderes Unheil.
„Um gut gehen zu können, sammle man zu Bartholomei, am 25. August Beifußkraut samt Wurzel und
trage davon in den Schuhen und an einer Schnur um den Hals die Wurzel, dann wird man weder
ermüden noch schwitzen“ ( Cihlar 1949, Wien).
Oben genannte Empfehlung gab es bereits bei den Griechen und Römern.
In Wien des Jahres 1846: „Die kaiserlichen und herrschaftlichen Läufer bedienen sich desselben Mittels heute noch, …“ 

Beifuss spirituelle Wirkung – Geisterbanner der Volksmedizin

Beifuß erweist sich als nützlich wenn ein böser Wortzauber (Hass, Neid, Intrigen, Missgunst, Mobbing)
in der Seele Schaden anrichtet.
Da er Krankheitsgeister vertreibt, wird er im Volksmund auch „Geisterbanner“ genannt.
Beifuß ist ein dämonenwidriges Kraut.

Beifuss Mythologie – Pflanze von Thor, Freya und Artemis

Die Kraftpflanze des germanischen Donnergottes Thor und man nannte ihn wie das Johanniskraut
„Fuga daemonum“. Diese Pflanze wurde und wird direkt gegen die Kräfte der Finsternis eingesetzt.
Auch der Göttin Freya geweiht, in der Antike der Göttin Artemis.

Beifuß spirituelle Bedeutung

Früher war man überzeugt, wenn dunkle Kräfte über Menschen Gewalt haben, dies unweigerlich zu Anfallsleiden wie Epilepsie, Wahnsinn oder Herzinfarkt kommt.
Wenn man von einem Schlaganfall sprach, sprach man vom Schlag eines Albs.
Dieser konnte auch angsterfüllte Träume und Schreckensphantasien schicken.

Beifuß wird seit Jahrhunderten als Gewürz und Räucherwerk genutzt.
Getrockneter Beifuss – traditionell verwendet für Tee, Räucherungen und Heilzwecke.

Beifuss als Gewürz und Räucherwerk

Schutzmagische Räucherung
1 Handvoll Beifuß, Dost, Samen vom Engelwurz,
Harz von der Kiefer, Beeren und Zweige Wacholder.
Diese Zutaten gut pulverisieren.
Gute Mischung zur Reinigung von Räumen.
Man kann auch Johanniskraut dazugeben, das hilft durch seine angstlösenden und stimmungsaufhellenden Eigenschaften.
Beifuß hat sich innerlich und als Räucherstoff bewährt.

Beifuß Räucherwerk Wirkung: 50 g Angelikawurzel,
20 g Beifuß, 20 g Dost, 20 g Eisenkrau,t 50 g Johanniskraut, 20 g Labkraut 50 g, Blätter der Zitronenmelisse, 20 g Blüten der Rose. Alle Kräuter mischen und pro Tasse 2 TL heiß überbrühen.
Nicht länger als 2 – 3 Wochen!

Beifuss hat eine große Heilwirkung.
Beifuss (Artemisia vulgaris) gehört zu den ältesten Heil- und Ritualpflanzen Europas.

Beifuss Heilwirkung und medizinische Anwendung

Über 100 Millionen Menschen erkranken jährlich an Malaria.
Gegen die herkömmlichen Malariamedikamente (Chinin und andere Präparate) ist eine vermehrte Resistenzbildung feststellbar, im Gegensatz zu den Artemisinin – Präparaten.
Bauern in Süd-Ost Asien wie in Afrika, für die meist jedes Medikament unerschwinglich ist, trinken mehrmals täglich Beifuß-Tee.

Beifuß Verwendung in der Naturheilkunde

Beifuss wird zur Verbesserung der Fettverdauung empfohlen.
Bei Diabetes, zur Unterstützung der Bauchspeicheldrüse, bei Gallen- und Leberleiden, Magen- und Darmproblemen.

Beifusstee löst Regelblutungen aus, wird im Klimakterium empfohlen, bei längerem Ausbleiben der Regel oder bei Tröpfchenblutung. (Schwangerschaft muss ausgeschlossen sein). Seziell die Wurzel ist ein menstruationsförderndes Mittel. KEIN Tee für Schwangere!

Beifusstee aus Blätter, Stengel und Wurzel, unterstützt Menschen, die an Spannungskopfschmerz, Nervosität, allgemeiner Reizbarkeit und Unruhe leiden, wie bei Kopfschmerzen.
Auch die Heilkräuter Baldrian, Gundermann, Kamille, Lavendel, Dost, Blüten vom Holunder, Minzen, Zitronenmelisse, Rainfarn, Rosmarin, Thymian, Wermut unterstützend wirken.

Beifusstee Zubereitung

Teezubereitung: Einen halben Teelöffel auf ½ Liter kochendes Wasser.
10 Minuten ziehen lassen, abseihen und 3 Wochen lang 1 Tasse pro Tag trinken.

Einjähriger Beifuß Verdauung: 1 Liter Wasser, 1 kleine Zimtrinde, 1 Teelöffel Wurzel vom Ingwer,
1 Tl Kümmel und 1 Tl Samen vom Fenchel, 2 Esslöffel Beifussblätter, Honig zum Süßen. Zubereitung: Wasser mit Zimt, Ingwer, Kümmel und Fenchel aufkochen.
3 Minuten ziehen lassen, Beifussblätter dazugeben, abseihen und mit Honig süßen.
Über den Tag verteilt vor dem Essen trinken.

Beifuß Fußbad Wirkung

Beifuß Fußbad Wirkung: Für müde und/oder kalte Füße: 3 Esslöffel getrocknetes Beifusskraut mit 3 Liter kochendem Wasser übergießen. Abkühlen lassen. Dauer: So lange wie angenehm.

Beifuss in Homöopathie und Küche

In der Homöopathie wird die Beifusswurzel bei Krämpfen, bei Gastropathien und allgemeiner Schwäche.
Frische Beifussblätter auf Salate und Gemüse gestreut, verfehlen selten ihre heilsame Wirkung.

Frauenbeifuss – Artemisia annua

Diese Pflanze ist in ihrer Wirkung sanfter als Artemisia vulgaris und wird von Frauen lieber verwendet.„Beißt nicht so stark“.

Kraftpflanzen der europäischen Kräutertradition

Beifuss (Artemisia vulgaris) • Wermut (Artemisia absinthium) • Einjähriger Beifuss (Artemisia annua) • Engelwurz (Angelica archangelica) • Johanniskraut (Hypericum perforatum) • Wacholder.

Viele dieser Pflanzen werden in der europäischen Kräuterkunde sowohl als Heilpflanzen als auch als Räucher- und Ritualpflanzen verwendet.

Beifuß im Garten und in der Selbstversorgung

Beifuß gehört zu den robustesten Wildpflanzen Europas.
Er wächst auf trockenen Böden, an Wegen und auf Brachflächen und benötigt kaum Pflege.

Im naturnahen Garten sät sich die Pflanze oft selbst aus und kann über viele Jahre erhalten bleiben.
Beifuß ist daher eine wertvolle Pflanze für Heilgärten und Selbstversorgergärten.

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