Labkraut

GALIUM ODORATUM

Familie Lippenblütler Labiatae

Die große Heilpflanzenfamilie der Lippenblütler umfasst mehr als 3000 Arten. Das Labkraut gehört zur Art der Labkrautartigen, Galieae. Zu den Labiaten gehören unter anderem Rosmarin Lavendel Thymian Quendel Gamander Salbei Bohnenkraut Ysop Majoran Dost Zitronenmelisse Andorn Herzgespann Minze Gundermann Taubennessel
Vom Labkraut sind viele Arten bekannt, zum Beispiel das Kletten Labkraut – Galium aparine, das Wahre Labkraut – Galium verum, das Weißes Labkraut – Galium mollugo.

Zu finden ist das Kraut an Waldrändern, Abhängen und trockenen Wiesen. Es ist ein Duftkraut: Labkraut, Waldmeister und Klee getrocknet, duften das Zimmer voll.

Das Labkraut ist eines der Bettstrohkräuter, wirkt leicht narkotisierend und wurde Frauen bei der Geburt ins Bett gelegt, wie Rainfarn Wermut Eberraute Brennessel Myrthe Dill Fenchel Salbei Liebstöckl Meisterwurz Poleiminze Sadebaum Beifuss Frauen geben sich in unserer Zeit diese Kräuter in ein Kräuterkissen und wissen wie vor hunderten von Jahren, dass all diese hilfreichen Pflanzen der großen Mutter geweiht sind. Regina Hruska “ Die Menschen im Norden stellten über das Labkraut den Kontakt zur Göttin Freya her, bis heute ist es Mutter Maria geweiht.

Einer christlichen Legende nach, lag auch das Jesukind auf Labkraut. Dies erleichterte es den katholischen Hebammen, das Kraut als Bettstroh zu verwenden und die Kinder in einem Absud des Krautes zu baden. Hauptsächlich um sie vor dem bösen Blick zu schützen.

Das Labkraut ist ein Augustkraut, das heißt, es ist ein Teil des Heilkräuterstraußes. Zumeist wird dieser mit Labkraut Hafer Buchsbaum und regional unterschiedlichen Kräutern umkränzt und zu Maria Himmelfahrt, am 15. August geweiht. Dieses Ritual hat sich im Brauchtum bis in die Jetzt – Zeit erhalten. Auch Schamaninnen und Schamanen die in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ Seminare Termine und Einzelberatung buchen, schätzen diesen Brauch, haben dafür aber eigene Rituale und Zeremonien entwickelt, die zumeist unter der Leitung von Regina Hruska stattfinden.

Heilwirkungen: Bei Krämpfen, Epilepsie, Drüsen- und Nierenbeschwerden, Akne und verschiedenen Hautunreinheiten. Angeblich ein vortreffliches Mittel bei Zungenkrebs und krebsartiger Hauterkrankungen.
Nach Krebsoperationen kann aus der Pflanze ein Brei hergestellt werden, der als Umschlag auf die verletzte Stelle gelegt wird.
Teezubereitung: 2 TL Labkraut mit ¼ l Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, 2 – 3 Tassen pro Tag.

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