Liebstöckl

LEVISTICUM OFFICINALE

Familie Doldenblütler, Apiaceae

Die Umbeliliferen zeichnen sich vor allem als Gewürze aus und befassen sich hauptsächlich mit Verdauungsprozessen. Zu ihnen gehören zum Beispiel Kerbel Kümmel Petersilie Dill Fenchel Engelwurz Giersch Anis Meisterwurz Engelwurz Das Liebstöckl ist eine 1 – 2 Meter hohe Staude und hat hohle, kantige, gegrillte Stängel. Große, glänzende, gefiederte Blätter und kleine gelbgrüne Blüten in lockeren Dolden.

Das Liebstöckel wurde ursprünglich in den Gebirgen Persiens gefunden und ist heute europweit und in Nordamerika zu finden. Dioskurides schreibt der Pflanze verdauungsfördernde Wirkung zu, hilft bei Schlangenbissen und gilt als Diuretikum. Bei den Römern war es wahrscheinlich das Kraut „ligusticum“, das harntreibend und verdauungsfördernd wirkte. Im Heilgarten wächst das Liebstöckl neben Bohnenkraut Borretsch Dost Hirschwurzel und Koriander

Auch bei Plinius findet die Pflanze Erwähnung, und auch scheint sie in den „Capitulare“ der Karolingerzeit auf. Karl der Große befahl den Anbau in den kaiserlichen Gärten. In den Kräuterbüchern des Mittelalters wurde sie immer wieder erwähnt, ebenso wird das Kraut im 16. Jahrhundert gepriesen. Auch Teilnehmer der Seminare und Menschen die in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna Termine und Einzelberatung buchen, erfreuen sich an dem Kraut.

Zauberkraut:

Das aromatische Kraut wurde dem Vieh, dem durch Hexerei Milch entzogen wurde gegeben. Es sollte bei Unwettern helfen. Pflanzen standen und stehen bis heute im Einklang mit der Natur. Deshalb wurde über und durch sie gerne das Wetter prophezeit. Dazu dienten Aronstab Königskerze die Eicheln von der Eiche Hollunder Klee (Sauerklee) Sumpfdotterblume Hahnenfuß Kapuzinerkresse Frauenmantel Ringelblume und Distel (Gänsedistelarten)

  Aurum maculatum L. Lospflanze

Verwendung im Liebeszauber: „Damit dir die Liebe begegnet trage die Wurzel der Pflanze mit dir.“ So sprach man in Schlesien, Slowenien und Serbien. Jedem ist in der Liebeszauberei bekannt, dass junge Mädchen von der Margerite Blätter abzupfen und nach der Liebe ihres Auserwählten fragen. Auch das Schenken einer Rose bedeutet Zuneigung. Verliebte schenken sich gegenseitig den vierblättrigen Klee Wenn jemand eine Auserwählte mit einer Wegwarte berührte, entbrannte diese in Liebe zu ihm. Gegenseitige Treue wurde gelobt, in dem man die Blätter des Lorbeer ins Feuer warf. Kränze aus Efeu von Mädchen getragen, sollten den Geliebten herbeilocken. Kleine Mädchen wurden bei der Geburt in einem Wasser, in dem die Scheite der Buche gelegt wurden gebadet. Dies sollte in ihrem späteren Leben viele Heiratskandidaten anlocken. Diese Liste ließe sich noch lange fortsetzen, würde aber hier den Rahmen sprengen.

Heilwirkung:

Magenbeschwerden, Dyspepsie, Herzbeschwerden, ödematose Anschwellungen der Beine, Nieren, Migräne, schlechter Geruch (Schweiß), bei Katarrhen wurde das Liebstöckl in die Speisen hineingerührt. Bei Lungenerkrankungen wurde ein Tee aus dem Helferkraut gekocht, oder es wurde ein Saft aus Liebstöckl Blätter vom Spitzwegerich und Zucker bereitet und täglich 1 Löffel davon genommen.

In der Wurzel findet sich Vieles: ein gelber Milchsaft – erstarrt ist es ein flüssiges Balsamharz das ätherisches Öl, Eiweiß, Stärke, gummiartige Stoffe, Apfel- und Angelikasäure enthält.

Salbenrezept aus den Bergen Österreichs: Die Wurzel des Liebstöckls fein schneiden und in Schweinefett anrösten. Nach dem Abseihen und Erkalten, den Brei auf verstauchte oder verrenkte Körperstellen auflegen.

Knochensalbenrezept für Mensch und Tier aus den Bergen Österreichs: Liebstöckl Schwarzwurzel Eibisch Knoblauch Zwiebeln der Lilie Blätter vom Lorbeer in heißem Fett anrösten, abseihen und noch warm das Harz oder das Terpentinöl der Fichte hineinrühren.

Salbe bei Entzündungen, Rezept aus den Bergen Österreichs: Haarstrangwurzeln, Wucherblume, Zwiebel, die Wurzeln vom Liebstöckl, die Blätter von der Fette Henne Malve Spitzwegerich Beeren vom Wacholder 2 Stunden lang in Schweinefett anrösten, abseihen und an die entzündeten Körperstellen auftragen.

Salbe bei Wunden, Rezept aus den Bergen Österreichs: 2/3 Pech von der Lärche 1/3 Pech von der Fichte 1/6 Pech von der Kiefer Bienenwachs Öl vom Lein Honig, Hirschfett 10 dkg geschnittene Wurzel vom Enzian (Gelber Enzian) und die Wurzel vom Liebstöckl. Die Zutaten erhitzen, bis sie gut vermischt sind, dann erkalten lassen und durch ein Sieb seihen. Diese Wundsalbe ist lange haltbar.

Tiere: Wurde eine Kuh beim Kalben schwach, gab man ihr Tee mit Liebstöckl Salbei und Gundermann

Salzwürziger Geruch, „Maggi – Geschmack“ und eine süßlich – schleimige Komponente.

Regina Hruska in Kontakt mit dem Kraut

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