Eibisch

Der Eibisch stammt aus dem Mittelmeerraum
Althaea officinalis, Familie, Malvengewächse, Malvaceae

Eibisch – sanfte Heilkraft aus Wurzel und Blüte

Der Eibisch wird bis zu 2 Meter hoch und stammt aus dem Mittelmeerraum.
Der Heilwurz kommt wild wachsend kaum vor und wenn, wächst er auf feuchten Wiesen.
Hauptsächlich wird er in Gärten gezogen, so auch bei uns im Heilgarten von
„Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“, wo er neben Bohnen, Erbse, Kraut der Unsterblichkeit, Topinambur und Sonnenblume wächst.

Eibisch und sein Platz im Boden

Da der Boden durch den Eibisch sehr beansprcht wird, ist es sinnvoll, ihn alle paar Jahre zu versetzen.
Jedes Jahr bekommt er im Heilgarten frische Erde vom Kompost zu seinen Wurzeln.
Die Heilkraft liegt in den Wurzeln, doch werden auch seine Blätter und Blüten verwendet.

Eibisch Wurzel wie Nelkenwurz im Herbst graben

Die Wurzel als Träger der Heilkraft

Auch seine Vermehrung erfolgt über die Wurzel.
Man steckt den mit einem Auge versehenen Wurzelspross in den Boden und im 2. oder 3. Jahr haben sie die richtige Stärke für die Ernte erreicht.
Ausgegraben wird er im Herbst und die Wurzel muss rasch getrocknet werden, ansonsten gefährden sie Pilzbefall und sie beginnt zu verderben.

Die stille Kraft der Eibischwurzel

In der Wurzel sind bis zu 35% an Stärke, Rohrzucker, Pektin und Mineralstoffe enthalten.
Blätter und Blüten enthalten weniger Schleim, aber mehr ätherische Öle.
Die geschälte Wurzel ist weißgelblich, riecht süßlich, schmeckt schleimig, fad.
In seiner Heilwirkung steht der hohe Schleimgehalt der Pflanze im Vordergrund.

Eibisch in der Heilkunde der Geschichte

Von dieser Pflanze erzählt schon Theophrast (372 – 287 v. Chr.), dass sie als Heilmittel
gute Dienste leistet.
Dioskurides empfiehlt sie in seiner „De materia medica“ als erweichendes, zerteilendes Mittel, dass bei Harnverhalten, Ischias, Zittern und innerlichen Zerreißungen hilft.
Plinius (23 – 79) weiß von der wunderbaren Heilkraft des Eibisch.
Der Eibisch fand im Mittelalter von den Klostergärten der Benediktiner aus seine Verbreitung.
In den kaiserlichen Hofgärten der Karolinger war er unter dem Namen „mismalvas“ zu finden.
In den deutschen Kräuterbüchern ist über seine Heilkraft ähnliches zu lesen wie in den antiken Schriften.

Teilnehmer der Seminare in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und Menschen, die ) Termine und schamanische Behandlung im Schamanenzentrum Wien in Anspruch nehmen, schätzen ihn.

Eibisch als Heilpflanze für Atemwege und Verdauung

Die Eibischwurzel hilft vor allem bei Entzündungen im Magen- und Darmbereich, im Mund- und Rachenraum.
Er ist ein ausgezeichnetes Mittel bei Bronchitis.
Wie die Wurzel vom Alant und Beinwell, Engelwurz, Huflattich, Habichtskraut, Königskerze, Lobelie, Lungenkraut, Eukalyptus, Thymian und Ysop.

Die Zubereitung des Eibisch

360 g zerkleinerte Wurzel, 720 g Eibischkraut, 180 g Süßholzwurzel (Lakritzenholz, Glycyrrhiza glabra). Alle Zutaten mischen, in 1/4 Liter kalten Wasser ansetzen, 1/2 Stunde ziehen lassen, erwärmen und mit Honig süßen.

Eibischwurzel Tee

2 TL geschnittene Wurzeln mit 1/4 Liter kaltem Wasser ansetzen, 1/2 Stunde ziehen lassen, abseihen, erwärmen, mit Honig süßen!

Eibischblätter und ihre Anwendung

2 TL Eibischblätter mit 1/4 Liter heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen. Ungesüßt bei Magen- und Darmstörungen trinken, oder zum Gurgeln verwenden.
Bei Husten mit Honig süßen.

Ein Brei aus frischen Blättern wird traditionell als Hustenmittel verwendet. Dieser wird Honig gesüßt.

Eibisch Gurgelwasser: 180 g Käsepappel 180 g Eibischblätter und Blüten, 90 g Blüten vom Holunder.

Eibisch Sirup

2 grob gehackte Wurzeln mit 1 g Weingeist und 45 g Wasser übergießen.
Das abgelaufene Wasser sofort zu neuerlichem Übergießen verwenden. 1 Stunde lang immer wieder übergießen. Zu der so erhaltenen Flüssigkeit gibt man 37 g Rohrzucker (besser Honig), kocht dies auf,
bis sich der Zucker in der Flüssigkeit gelöst hat.

Hustende Kinder lieben diesen Sirup. Nehmen sie Honig statt Zucker!

Eibisch in der Selbstversorgung

Der Eibisch ist eine wertvolle Pflanze für die Selbstversorgung, da er vielseitig nutzbar ist und sowohl für Tee, Sirup als auch für äußere Anwendungen verwendet werden kann.
Er stärkt die natürliche Hausapotheke und verbindet Garten und Heilkunde.

Der Eibisch zeigt uns in seiner sanften, schleimreichen Kraft, wie Heilung auch durch Schutz, Beruhigung und nährende Pflanzenenergie geschehen kann.

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