Hollunder

SAMBUCUS NIGRA

Familie Geißblattgewächse, Caprifoliaceae

Der schwarzer Hollunder kam ursprünglich aus Nordafrika und Eurasien in unsere Breiten. Er liebt stickstoffhältige Böden, deshalb finden wir ihn auf Bauernhöfen oder im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ auch neben dem Kompost Im Seminarzentrum wächst er neben dem zweiten Medizin- Heil- und Schutzbaum, dem Haselstrauch An keinem anderen Baum wie dem Holler ranken sich so viele rituelle, traditionelle Bräuche wie an ihm. Seine Wurzeln führen uns zur skandinavischen Hollermutter, zur deutschen wohltätigen, lichten Göttin Frau Holle, zur Frau Perchta, zu Birgid.

Regina Hruska „In den nordischen Staaten opferten Schamaninnen und Schamanen auch dem „guten Geist des Hollunders“ und verbanden sich mit seiner Heilkraft. In den Seminare (n), bei Termine (n) und Einzelberatung in der schamanischen Ausbildung werden Opferriten erlernt und zum Segen Aller abgehalten. Ist ein Hollerbusch in der Nähe, wird er in den Ritus miteinbezogen, dieser Kontakt verstärkt die Heikräfte des Lebendigen. Der katholischen Kirche ist es trotz intensiver Bemühungen, den Holler mit schwarzen Hexen und Teufeln in Verbindung zu bringen, nicht gelungen ihn und die Bräuche rund um ihn auszurotten. Heute ist er ein Baum der Gottesmutter Maria und die Geschichten, Frau Holle zerstückle und stehle die Kinder sind verschwunden.“

Heilwirkung: Fiebersenkend, schweißtreibend, blutreinigend, ausleitend, hilft bei Rheuma, Gicht, Verkühlungen, grippalen Infekten, Husten, Verstopfung.

Blüten: bei fieberhaften Infekten, Husten, Verstopfung. Tee: 2 Tl mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und heiß trinken!

Beeren: Holundersirup bei: Husten, grippalen Infekten. Rezept: Beeren abrebeln und zum Kochen bringen. Ist der Saft aus den Beeren geronnen, diese durchpassieren und den Saft zu einem dicken Sirup einkochen. 1 – 2 TL in Wasser aufgerührt, mit Honig gesüßt gibt einen Labetrunk.

Blätter und Rinde:  Schon Plinius empfiehlt den Blättertee, mit altem Wein bereitet, gegen Harnbeschwerden und Blutunreinheiten. Mathiolis (1564): „Des Holders Wurzel in Wein gesotten, treibt die Wassersucht mit Gewalt von dannen.“

Tee: bei Verstopfung, Rheuma, Gicht:  2 TL mit 1/4 Liter Wasser kurz aufkochen, abseihen. Nur kurz anwenden.

Aus all den ältesten und alten Berichten wissen wir, dass der Holunder beinahe 2000 Jahre ein bewährtes Hausmittel sowohl beim Volk als auch bei den Ärzten war und geblieben ist. „Man versäume daher nicht, um Johanni die Blüten des alten bewährten Freundes „Helder“ zu sammeln… für die Hausapotheke… bis zur Ankunft des Doctors.“

Dem Holler werden oft Krankheiten gebracht und an seine Zweige gehängt.Vorsicht beim Vorbeigehen, damit du dem Hollder die Krankheit nicht abnimmst“, sagt eine alte Volksweisheit.

Der Holler bietet allem Lebendigen Schutz und ist in der „Anderswelt“ ein Wegweiser zum Licht.

  
  
  

 

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