Buche

FAGUS SYLVATICA

Familie Buchengewächse, Fagaceae

Buchen sind die dominierenden Bäume in den nördlichen Mischwäldern, sie halten sich gerne in den feuchteren Gegenden auf, während die Eiche es eher trocken und warm liebt. Die Buche schützt ihren Stamm und die kleinen Sprösslinge mit einem weit ausladenden Blätterdach. Der derzeitig vorherrschende Fichtenwald ist eine Folge der forstwirtschaftlichen Nutzung, die Buche war der in Europa vorherrschende Laubbaum. Als etwa um 2000 vor Christus das Klima kühler wurde, zogen sich wärmeliebende Bäume zurück und ab etwa 700 vor Christus sprechen wir von der „Buchenzeit“. Gemeinsam mit den Indogermanen bevölkerten sie Mitteleuropa. Sie beherrscht bis heute den Platz auf dem sie wächst, neben ihr duldet sie Wurmfarn Winterling Veilchen Lungenkraut Giersch Scharbockskraut Bärlauch Schlüsselblume Christrose Tollkirsche und Eibe Tanne und Stechpalme dürfen neben ihr wachsen.

Regina Hruska „Sie entwässert den Boden, macht reichlich Kompost aber Trockenheit ist ihre Sache nicht und sie ist durch den derzeitigen Klimawandel, durch Umweltverschmutzung und Radioaktivität gefährdet. Im 19. Jahrhundert schrieb der französische Philosoph Chateaubriand „Die Wälder gehen den Völkern voran, die Wüsten folgen ihnen“ Ich glaube wie er, dass unsere Gesellschaften weltweit nur weiterbestehen können, wenn sie es wieder lernen, sorgsam mit Boden und Wald umzugehen. Am Weg nach Innen erkennen Menschen, die in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ Termine Seminare Einzelberatung in Anspruch nehmen oder mich über Kontakt erreichen, wie sehr die Netzwerke von Himmel und Erde miteinander verbunden sind und welche Verantwortung wir alle zusammen übernehmen müssen.“

Bäume sind langlebig und die Buche beginnt erst nach dreißig bis sechzig Jahren zu blühen und schenkt dann eine Fülle von den sogenannten „Bucheckerln“ und diese waren mit den Eicheln Jahrhunderte lang eiweißreiches ölhältiges Mastfutter für die Schweine und Wildfutter für Wildschweine und Rotwild. Heilwirksam waren und sind Rinde Holz und Blätter der Rotbuche die desinfizierend, zusammenziehend und entzündungshemmend wirken.

Buchen, im speziellen die Hainbuche, Carpinus, finden wir in den Mythologien des Nordens. Sie bewachte die heiligen Haine, in dem Schamaninnen und Schamanen gearbeitet haben, sie wurde in Hecken gepflanzt um diese Kultplätze zu schützen. Sie waren die Kristallisationsorte, die Urzellen der damaligen Gesellschaft. Die Heiljurte der „Shamanic Clinic Europe“ geleitet von Stephanie König steht unter einer Hängebuche und teilt dort ihre Segenskraft mit all jenen Menschen, die an diesem Ort lernen und arbeiten.

Einen flächenmäßigen Kahlschlag der Bäume gab es damals nicht, weite unberührte Urwälder zeichneten die Waldlandschaften aus. Heute müssen wir in Europa Urwälder mit der Lupe suchen. Und der Wald gehörte niemanden, die Streitereien um Grenzsteine und Grenzbäume begannen erst später in unserer abendländischen Geschichte.

Heilkundliches unserer Buche: Es wurden Rinde, Holz, Blätter und Früchte verwendet. Ihre Früchte, die „Buchenecken“ gaben neben dem Futter für Schweine auch ein delikates Speiseöl. Rinde von jungen Zweigen helfen bei Fieberanfällen. Aus dem Holz wurde der Holzessig gewonnen. Eingesetzt wurde er bei der gefürchteten Maul- und Klauenseuche, Räude, Krätze. Buchenholzteer, Kreosot wurde bei Lungenerkrankungen und Darmproblemen gegeben. Die Asche der Buchenscheite, die Pottasche enthält kohlensaures Kali und wurde als Lauge zum Waschen, Bleichen und Seifensieden verwendet. Das Laub war bestes Bettstroh. Die ersten Bücher wurden aus Buchenbrettern gemacht. Die Zweige sind auch für Wünschelruten brauchbar.

Es ist anzunehmen daß die Runen in Buchen- oder in Eibenstäben geschnitzt wurden. Ich tendiere zum Holz der Eiche und Eibe Buchenholz ist nicht sehr dauerhaft. Es besteht hauptsächlich aus Cellulose. Aber die Dauerhaftigkeit des Holzes dürfte für eine Lebensspanne reichen.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar