Tollkirsche

ATROPA BELLADONNA L.

Familie Nachtschttengewächse, Solanaceae

Dieses Nachtschattengewächs ist bei uns heimisch, die Teufelsbeere wächst bis in eine Höhe von 1700 Meter. Sie ist eine charakteristische Staude in den Wäldern. Ihrem kräftigen Wurzelstock entspringt meist eine dreistrahlige Pflanze. Die Schlafbeere liebt das zwielichtige Grenzgebiet, in dem Tag und Nacht sich begegnen, humusreichen Boden, wie wir ihn auch in der Heilerde vom Kompost des Heilgartens finden. Das Wolfsauge flieht das Licht. Ihr Wuchs ist Ausdruck des Kampfes lichter und dunkler Kräfte.

Der Rasewurz ist in der „Innenschau“ des Menschen eine sehr gute Führerin. Die Wutbeere kann den Menschen dorthin bringen, wo diese Kräfte wüten. Begibst du dich dorthin, beende das Wüten und erlöse die in der Dunkelheit Verharrenden und bring sie zum Licht, wenn auch manche in der Schwere und Finsternis verweilen müssen und wollen. Dies ist einer der „Slogan“ der Seminare Termine und Einzelberatung und in den Ausbildungen „Spirituelles Heilen – Heilschamanismus und der weiterführenden schamanischen Ausbildung die in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ stattfinden.

Sie ist in allen Teilen für den Menschen giftig, auch wenn Vögel, Kaninchen und andere Tiere sie fressen. Die Zauberpflanze enthält die Nachtschattenalkaloide L-Hyoscyamin, Atropin, L-Scopolamin, Apoatropin, Belladonnin, a-Methyllin (blau fluoreszierender Stoff) und noch einige andere unheilsame Substanzen. In der Asche der Tollkirsche finden sich größere Mengen von Kieselsäure, Magnesium und Kupfer, die verborgene Lichtsehnsucht dieser Pflanze.

 

Regina Hruska „Vor Jahren habe ich „die Schöne der Nacht“ auf dieses Stück Erde gebracht, im Gedenken an jene Kinder, die sie mit der Heidelbeere verwechselt haben und die durch ihren Genuss verstorben sind. Ich bin diesen Kindern geistig in meiner Seele begegnet und sie führten mich einen Pfad entlang, der mein Bewusstsein jenseits von Raum und Zeit öffnete, der mich mit Wärme und Innigkeit erfüllte. Heute wächst sie unter Buche Eiche und neben Eibe Fichte Tanne in Gesellschaft von Alraune Bilsenkraut Nachtschatten Stechapfel Engelstrompete Lampionblume Tollkraut Bittersüsser Nachtschatten und Herbstzeitlose Diese giftigen Pflanzen sind Besuchern und Teilnehmern der Seminare nicht zugänglich.

Mythologisches: „Atropa“ abgeleitet von „Atropos“, „die Unerbittliche“, „die Grausame“. In Ägypten wurde sie als Bier und Palmweinzusatz verwendet. Ihr Name hat zu großen Verwirrungen – um welche Pflanze es sich in den alten Schriften handelt- gesorgt, die bis heute andauern. Sie wuchs im Garten der Urhexe Medea und wurde immer wieder als Aphrodisiakum verwendet. In der Antike scheint sie den „Moiren“ (in Rom waren es die „Parzen“) zugeordnet gewesen zu sein. Ihr todbringendes Gift durchschneidet den Lebensfaden. Eine der Drei (Atropos) entscheidet über Leben und Tod. Es wird vom römischen Arzt und Botaniker Matthiolus (1501-1577) berichtet, dass junge Römerinnen sich den Saft der Tollkirsche in die Augen träufelten, um sie leuchten zu machen.

Bei uns im Norden sind es die drei Nornen, Urdh (gewordenes Schicksal, Vergangenheit), Skuld (Gegenwart), Verdandi (werdendes Schicksal, Zukunft). Sie hüten das Schicksalswissen, sie weben den Lebensfaden. Es ist nicht bekannt, ob die Tollkirsche den Germanen bekannt war. Ihre deutschen Namen, „Wolfsauge“ und “Wutbeere“ deuten darauf hin. Sie wird in Zusammenhang mit den Walküren gebracht. Jeder, der die Pflanze genoss, verfiel ihnen. Wotan, Vater der Walküren, von 2 Wölfen Geri und Freki „Gierig“ und „Gefräßig“ begleitet, wird auch der Rasende genannt.

Eine weitere Spur sind die in keltischer Tradition stehenden Hexenzirkel „Wicca“, die sie als Zutat für ihre Orakelräucherungen in der Nacht des Vollmondes vor Samhain verwenden. Wiccaräucherungen: „Blätter des Wassereppichs, zu Neumond geerntet. Früchte der Eiche zu Vollmond, nackt gesammelt. Blätter und Blüten der Tollkirsche, nachmittags gepflückt. Blätter vom Eisenkraut am Nachmittag gepflückt. Blätter der wilden Minze am Morgen geerntet. Blätter der Mistel vom Vorjahr, um Mitternacht geschnitten.“ Die Wiccas verehren das Heilige in der Natur; ihre Gründung erfolgte durch G.B. Gardner (1884-1964).

Die Verteufelung der Pflanze begann bei Hildegard von Bingen. In der Neuzeit hieß sie bereits „Teufelsbeere“. Sie war eine wichtige Hexenpflanze, doch dürften die damaligen Heilerinnen und Schamaninnen, die zu Hexen abgestempelt wurden, über ihre Anwendung bei Operationen und schmerzhaften Verletzungen genau Bescheid gewusst haben. Denn auch bei äußeren Eindringen über die Haut ist sie sehr gefährlich und es brauchte genaue Kenntnisse über ihre Heilkraft.

Heilwirkung: Seit der Antike wird sie heilbringend verwendet. Damals als Narkose- und Schmerzmittel und zur Vertreibung von Depressionen, Psychosen und Geisteskrankheiten. Alle psychischen Zustände, die mit Dämonen (Besetzungen) in Zusammenhang gebracht wurden. Im 19. Jahrhundert wurden die Extrakte aus Wurzel und Blättern zur Behandlung von Husten, Gelbsucht, Wassersucht, verschiedenen Nervenkrankheiten und viele andere Beschwerden verwendet. Heute wird sie in der Homöopathie als „Atropa belladonna“ in verschiedenen Potenzen verwendet. Ebenso in der Phytotherapie sowie als Parasympatholythikum breitgefächerte Anwendung im schulmedizinischen Bereich, in Anaesthesie, Augenheilkunde, Toxikologie… Vor eigener Anwendung warnen wir eindringlich!

 

 

 

 

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