Alraune

MADRAGONA OFFICINARUM

Familie Nachtschattengewächse, Solanaceae

Mehrere Arten von der Königin aller Zauberpflanzen sind bekannt, im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wächst in der Heilerde vom Kompost des Heilgartens die frühlingsblühende und herbstblühende Alraune. Zu ihrer Familie gehören Bilsenkraut Tollkirsche Bittersüsser Nachtschatten Herbstzeitlose Lampionblume Nachtschatten Stechapfel Engelstrompete Petunie Tabak und von den Gemüsepflanzen Kartoffel Pfefferoni Paprika Melanzani Tomaten

Die Blätter sind rosettenartig, wenn man im Sommer erwartet das sie blüht, verliert sie alle Blätter und das Wachstum im oberen Teil ist für 1 Jahr vorbei. In der Wurzel ist das Leben! Sie heißt auch „Istereng“, „Leuchtende Wurzel“, am Abend schaut man ein feuerrotes, von ihr ausgehendes Licht.

Mit dem Aufkommen der modernen Medizin wurde ihr Heilschatz für lange Zeit vergessen und sie in den Aberglauben abgedrängt und erst im vorigen Jahrhundert wiederentdeckt. Sie hat viele Namen und viele beziehen sich auf ihre Wurzel. „Hundegegrabene“, „Merdomgie“, die Menschenähnliche….. . Die Wurzel geht senkrecht, tief in den Boden hinein. Sie ist rübenförmig, dick, eher weich, verzweigt, ein plastisches Gebilde. Ausgegraben erscheint sie wie ein Mensch. Der Auszug aus der Wurzel ist eine braun – gelbliche Essenz, schwach violett fluoreszierend.

Regina Hruska „Von den Giftpflanzen geht noch immer eine große Faszination aus. Selten jemand taucht in ihr Wesen ein und fragt wie einst Johann Wolfgang Goethe, wie es zu ihrer Giftigkeit kam und nicht warum sie giftig ist. Ich glaube auch nicht, dass sie einseitig ausgebildet oder ein böser Einfall der Natur sind. Was ich aber glaube ist, dass alle Nachtschattengewächse mit dem Übersinnlichen verbunden sind.“ Die Alraune wurde Jahrtausende als Heilmittel gebraucht und wurde im Mittelalter als Hexenkraut abgestempelt. Sicherlich nahmen Einzelne den Alraunensaft zu sich. Aber was passiert, wenn der Mensch und das hat sich bis heute nicht geändert, Drogen zu sich nimmt? Er findet sich wieder in den niederen Schwingungsebenen der Astralwelt und wird zum Spielball seiner Begierden, seiner phantastischen Bilder und von unheilsamen Geistern die in diesen Ebenen wirken. Heilerinnen des Mittelalters wußten sehr wohl mit der Alraune umzugehen, wenn es um die Linderung großer Schmerzen ging. In „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ ist die Geschichte des Heilens in der Ausbildung „Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“ und in den Seminare (n) und Termine (n) der schamanischen Ausbildung eine wesentliche Hintergrundinformation. Auch wenn Menschen über unterschiedliche Kontakt (e) im Seminarzentrum Einzelberatung in Anspruch nehmen profitieren sie von unserem Wissen um die Ahnenkräfte.

Es gab viele Geschichten um das Graben der magischen Wurzel: Man grub die Wurzel am Abend, in Verneigung zur untergehenden Sonne und huldigte den chtonischen Göttern der Unterwelt. Dann wurden mit einem ungebrauchten, eisernen Schwert, drei magische Kreise um die Pflanze gezogen, mit abgewandten Gesicht grub man die Wurzel. Auch der Körper wurde als Schutz vor Anschwellung mit Öl eingerieben. Mittels eines Hundes wurde sie vollends aus der Erde gezogen. Ein Hund deshalb, weil sie einen schmerzerschütternden Schrei ausstieß, der Menschen töten konnte.

Bekannt war die Alraune schon bei den Assyrern und im Alten Testament. In mesopotamischen Keilschriften wird sie auch „Rindsauge“ genannt. Flavius Josephus schreibt in seinem Werk „Geschichte des Judäischen Krieges“, über die Pflanze. In den ägyptischen Kulten war sie „die Herrin der Trunkenheit“.

Alraune ist ein deutscher Name. Wahrscheinlich kommt das Wort von „Alrun“, welches heißt: „der alle Runen kennt“, „Allweise“. Sie stand bei den Germanen in hohem Ansehen. Die Schamaninnen, die Seherinnen, Wölwas, Seidkonas, verwendeten sie, ich nehme an zu Heilzwecken. Eine bekannte Seherin war Veleda, Velleda, aus dem Stamm der Brukerer. Federführend in der Verteufelung der Pflanze war im Zuge der Christianisierung Hildegard von Bingen, weil die Pflanze im Mittelalter eine wichtige Pflanze der Hexenmedizin gewesen ist. In der Antike war sie allerwichtigste Heil- und Ritualpflanze. Hippokrates schildert, dass geringe Dosen, Angst und Depression heilen. Größere Dosen bringen tiefen Schlaf, noch größere führen zum Tod.

„Männliche und weibliche“ Alraunen im Manuskript Dioscurides neapolitanus, Biblioteca Nazionale di Napoli.

Pflanze der Hektate. Nach anderen Quellen war dies die Tollkirsche (Atropa belladona L.) Hektate stammte aus Kleinasien, war dreigestaltig, sie bewohnte Himmel, Erde und Unterwelt. Sie ist die Schadens- und Geburtsgöttin. Die dunkle Göttin wurde mit Alraunensaft herbeigerufen, in Beschwörungen oft im Zusammenhang mit Hunden, nachzulesen im Argonautengesang, Orph. 922 f. In Zypern war sie die Pflanze der Göttin Aphrodite, die den Beinamen „Mandragoritis“ hatte. Die Liebespflanze dieser Göttin, ihre goldenen Äpfel sind die Früchte ihrer Alraunen. Auch eine Hauptpflanze von Medea. Die Alraune war wichtigste Zutat bei der Salbenherstellung dieser großen Heilerin und Zauberin.

Als Räucherwerk dient die Wurzel alleine nicht, sie bringt Gestank, so wird sie mit den Harzen vom Weihrauchbaum gemischt. In der Renaissance und im modernen Okkultismus ist sie ein unter dem Einfluss des Mondes stehendes  Räuerwerk. Sie wurde als Talisman und Amulett getragen. Bekannt ist auch das sogenannte „Alraunenmännlein“, es wurde geschnitzt und magisch belebt. Das „Galgenmandl“ wurde von Schamaninnen und Schamanen als guter Hausgeist gehalten.

Heilwirkung heute: Im vorigen Jahrhundert entdeckte die Chemie hochwirksame Substanzen in der Pflanze: Tropanalkaloide, Scopolamin, Atropin… . Die Inhaltsstoffe werden heute in verschiedenen Kombinationen wieder zur Schmerzlinderung verwendet. Nehmen sie Pflanzen, die einen großen Anteil an Alkaloiden in sich tragen ohne ärztliche Begleitung zu sich, dann rechnen sie mit einem sie lähmenden Tod!

 

 

 

 

 

 

 

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