Herbstzeitlose

die Herbstzeitlose ist eine Giftpflanze
Colchicum autumnale, Familie, Zeitlosengewächse, Colchicaeae

Herbstzeitlose – geheimnisvolle Giftpflanze

zwischen Blüte und Vergänglichkeit

Die sehr giftige Herbstzeitlose schmückt, im gegenläufigen Rhythmus zur Natur, ab September oft in großer Anzahl feuchte Wiesen mit ihren schönen Blüten.
Honigdrüsen am Ende der Staubfäden locken Bienen und Hummeln an. Das Blühen einerseits, die Ausbildung der Blätter und Früchte andererseits sind durch den ganzen Winter zeitlich voneinander getrennt, daher der Name „Zeitlose“.
Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und in der „Shamanic Clinic Europe“
blühen einige Herbstzeitlose in der Nähe der Buche

Herbstzeitlose im Heilgarten

Regina Hruska „Mir hat immer die Ansicht gefallen, dass man in der Herbstzeitlosen das Gemüt eines Melancholikers erblicken kann.
Melancholiker sehen ihr Selbst oft als etwas Unveränderliches, Festgelegtes, Statisches an.
Sie lernen von der Natur, dass jeder Mensch in ständigem Wandel, in die Ströme des Werdens und Vergehens eingebunden ist.
In Seminare,Termine und wenn Menschen schamanische Behandlung im
Schamanenzentrum Wien in Anspruch nehmen, lernen Menschen nicht nur ihr persönliches Selbst zu kontaktieren, sie lernen auch, es auf die Mitwelt auszudehnen.
Wenn wir die natürliche, uns umgebende Welt miteinschließen, erfahren wir mehr darüber wer wir sind“.

Die Herbstzeitlose führt in die Mythen der Antike
Herbstzeitlose feuchter Standort

Herbstzeitlose und ihre mythologischen Wurzeln

Der Strom der Herbstzeitlosen führt uns in die Antike.
Im alten Griechenland waren mehrere
Colchicum – Arten bekannt.
Die Hüterin der Herbstzeitlosen, deren Gift auch damals gefürchtet war, war Medea.
Ihr Garten lag in Kolchis am Schwarzen Meer, von Außen eine Festung, Innen ein Einweihungsort in dem alle heilkräftigen Pflanzen wuchsen.

Daher auch der Name der Herbstzeitlosen: Colchicum.
Medea hat das Wissen um die Kräuter und Gifte, besitzt die Sehergabe und ist Priesterin der Göttin Artemis, steht auch unter dem Schutz der Erdgöttin Themis, diese war neben ihrer Mutter Gaia die 2. Orakelgöttin von Delphi.
Als Helferin und Schutzgöttin hat sie die Göttin Hekate.
Prometheus ist ihr Lehrer, wie Seneca berichtet. S
ie kennt die Heilkunst den Schadenszauber, sie ist ganz archaische Zauberin und wurde erst später böse gemacht. Sie war ein Kind der Sonne, Medea gehört wie Hekate und Kirke zum Stamme des Helios/Sol, wie Hesiod berichtet.
M
edea ist das Urbild der Hexe und findet bis heute Eintritt in Literatur und Musik.

Die Herbstzeitlose ist eine späte Nektarpflanze für Insekten
Herbstzeitlose Giftpflanze wie Tollkirsche

Herbstzeitlose in nordischer und europäischer Tradition

In germanischer Zeit war die Pflanze den Göttern  Lugh, Donar und Jupiter geweiht, soweit dies belegbar ist.

Herbstzeitlose und ihre spirituelle Bedeutung

In unserer Zeit dem Erzengel Michael dem „himmlischen Arzt“, dem durch das „Michaelbrauchtum“ am 29.9. Verehrung und Referenz erwiesen wird.

Über viele Jahrhunderte begannen die Frauen um diese Zeit die Spinnräder herzurichten und das Spinnen begann und sollte über die langen Wintermonate tägliche Beschäftigung sein. In der anderen Wirklichkeit spann die archaische Göttin Frau Holle ihre Schicksalsfäden, die Erd- und Muttergöttin soll vielen Menschen das Spinnen und Weben gelehrt haben. Unter Anderem ist ihr der Hollunder geweiht.
I
n vielen Regionen galt die Herbstzeitlose als Schutzpflanze praktisch gegen jeden Schaden, der über die Wintermonate eintreten konnte. Opferrituale und Opfergaben ehrten die Pflanze.

Die Herbstzeitlose ist seit germanischer Zeit bekannt
Colchicum autumnale Blüte

Herbstzeitlose als Giftpflanze

Geschichtlich wurde der Pflanze wegen ihrer Giftigkeit
und den dementsprechenden Nebenwirkungen immer
großer Respekt gezollt.
Verwendung fand sie bei Hautgeschwüren und Warzen.

Heute halten sie vor allem Genforscher in Ehren.
Eines ihrer Hauptinhaltsstoffe, Colchicin, ist zellwachstumshemmend und wird in der Krebstherapie eingesetzt. Ebenso bei Leukämieerkrankungen.
Das Gift Colchicin, welches in allen Pflanzenbestandteilen enthalten ist, ist eines der stärksten Mitose – Gifte, welches wir kennen. Es hemmt die Zellteilung und Zellvermehrung.

Keine Selbstmedikation! Konsultieren Sie ihren Arzt!
In der Homöopathie: gegen Gicht, rheumatische Beschwerden, Gastroenteritis.
Ähnlich den Wirkstoffen der Mandragora, der Alraune.

Giftig ist die Herbstzeitlose auch für zahlreiche Tiere.

Wiesensafran in der Selbstversorgung

Die Herbstzeitlose ist keine Pflanze für die Selbstversorgung, da sie hochgiftig ist und bereits kleine Mengen gesundheitsschädlich wirken können. Sie erinnert uns jedoch daran, wie wichtig Wissen, Achtsamkeit und Respekt im Umgang mit Heilpflanzen sind.

Die Herbstzeitlose zeigt uns auf eindrucksvolle Weise, dass Schönheit, Heilkraft und Gefahr in der Natur oft untrennbar miteinander verbunden sind und dass ein bewusster, respektvoller Umgang mit Pflanzen notwendig ist, um ihre Kräfte zu verstehen und verantwortungsvoll zu nutzen.

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