Eibe

TAXUS BACCATA

Familie Eibengewächse, Taxaceae

Regina Hruska „Leben Menschen und Gesellschaften weiter im Modus „Business as usual“, rasen wir auf einen unkontrollierbaren Klimawandel zu und jeder Einzelne kann auf seine Zukunftspläne verzichten! Menschen leben in zwei Wirklichkeiten. In der einen Wirklichkeit meinen sie es geht so weiter wie bisher, Medien liefern uns noch immer Bilder die auf Zerstreuung ausgerichtet sind. In der zweiten Wirklichkeit wird uns bewusst, dass wir in den Veränderungen von industriellen Wachstumsgesellschaften hin zu einer das Leben erhaltenden, ökologisch nachhaltigen, sozial gerechten Gesellschaft stehen. Sehen forstwirtschaftliche Betriebe vom Gewinnstreben ab, dann haben langsam wachsende, die Trockenheit vertragende Bäume wie Eibe und Eiche eine Chance, Wälder und Böden wieder zu einem sich selbst regulierenden System zurückzuführen. Menschen könnte wieder bewusst werden, dass wir, wie die Traditionen vieler Naturvölker uns lehren, ein Teil vom Ganzen sind“.

In „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ arbeiten Menschen die Termine Seminare und Einzelberatung wahrnehmen an der Ausdehnung ihres Bewusstseins, an ihrer persönlichen spirituellen Erkenntnis und an neuen verbindenden Sichtweisen, mit dem Gefühl und dem Wissen der Zusammengehörigkeit.“ Kommen Menschen, in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ werden sie zuerst von Eibe Birke Weide Ahorn und Abendländischer Lebensbaum begrüßt, ehe sie den kurzen Weg zum Heilplatz der Jurte beschreiten. Die Menschen nehmen nicht nur die Kraft und die Energie der Bäume auf, sie erleben auf einer zutiefst inneren Ebene, dass es keine Trennlinien zwischen ihnen, den Pflanzen und Bäumen und dem Anderen gibt. Besuchen Menschen die Shamanic Clinic Europe die von Stephanie König geleitet wird, begleiten Eiben sie auf dem Weg ins Zentrum.

Wohin fürt uns die Eibe? Die Gattung „Taxus“ geht in der Erdgeschichte ins obere Jura zurück, die Art „baccata“ ist  Millionen Jahre alt. Diese grünen Denkmäler sind die ältesten Bäume Europas. Diese Ur- Bäume haben eine einzigartige ökologische Strategie und eine ungeheuer vitale Regenerationskraft.

Die Eibe wächst im Gegensatz zur Fichte Lärche Zypresse Abendländischer Lebensbaum und Tanne extrem langsam, dadurch wird ihr Holz schwer, dauerhaft, hart und zeigt eine besondere Elastizität.

Zahlreiche Funde stammen aus der Jungsteinzeit, Löffel, Messer, Bögen. Eibenholznägel wurden in frühmittelalterlichen Schiffen gefunden. Für die Herstellung verschiedener Langbögen war dieses besondere Holz besonders geeignet und so kam es, ausgehend von England zur Katastrophe. Es entstand ein richtiger Waffenhandel mit verflochtenen Transportwegen und der Rohstoff Eibenholz zum begehrten Material.

Eibenwälder wurden in Österreich, Bayern, Süddeutschland und überall wo man diese vorfand abgeholzt. Dieser Raubbau mit seinem Abschlachten der Eibenhaine hatte astronomische Ausmaße angenommen. In den letzten 500 Jahren konnte dieser Frevel nicht wiedergutgemacht werden, die Eibenbestände sind in ganz Europa erschöpft. Die Eibe steht für das Leben, dass sich jeden Tag neu erzählt. Für das Heilige, der essentiellen Natur von allem was existiert. Das Heilige war für unsere Vorfahren kein Wissen, das gelehrt werden musste, es war so natürlich wie das Sonnenlicht. Tragischerweise hat unsere Kultur das aus den Augen verloren. Gelebt wird an der Oberfläche, getrennt von der Substanz, die dem Alltag immer schon Sinn und Tiefe gegeben hat.

In dieser komplexen Thematik steht der Götterbaum in den Mythologien, wie andere Bäume auch, als „Baum des Lebens“, als „Zentrum der Welt“. Die Eibe symbolisiert die Einheit aller Gegensätze (Sonne und Mond, Tag und Nacht, Sommer und Winter, weiblich und männlich…). Symbolisch steht sie für Weisheit und Wissen, für Leben und Tod. In den Kulturen des Altertums war sie als Baum des Lebens Sitz weiblicher Gottheiten. Eibentraditionen führen uns zu Übergangs- und Unterweltsriten und enthüllen uns wichtige Themen von Geburt und Wiedergeburt. Unsere Ahnen sahen in ihr die Tore zur Geisterwelt und zum Totenreich und erlauschten das Flüstern der weisen Ahnengeister und weiblicher, mächtiger Schutzgeister. Sie zeigt ihren Sieg über die Vergänglichkeit auch durch ihr immergrünes Kleid im Winter und gehört auch deshalb zu den schutzmagischen, zauberabwehrenden Bäumen.

Die Eibe als „Brücke ins Jenseitige“ steht in unserer nordischen Mythologie für den Weltenbaum „Yggdrasil“, „Odins Pferd“. Auf diesem ritt der oberste Schamanengott in die 9 Welten und das Holz einer Esche hätte dies nicht ausgehalten.

Heilwirkung: Seit der Frühgeschichte wurden die Wirkstoffe der Eibe nicht nur für Mord und Selbstmord verwendet, sondern auch für Heilzwecke. Die nordamerikanischen Irokesen, die Bergbewohner Nepals, Tibets, Pakistans… benützen alle Eibenarten für die Herstellung innerlicher und äußerlicher Medizin. In Europa zum Beispiel findet sich in einem Erlass des Kaisers Claudius (41 – 54) die Bestätigung, dass Eibengift als Gegengift zu Otterbissen anzuwenden sei.

Im 20. Jahrhundert wurde intensiv geforscht und anfangs wurden in der amerikanischen Eibe (taxus brevifolra) tumorhemmende Substanzen gefunden, mittlerweile ist bekannt, dass dieser Heilstoff in allen Eibenarten vorhanden ist. Heute wird das Präparat aus speziellen pflanzlichen Zellkulturen als alternative Herstellungsmethode gewonnen. Das Medikament, Paclitaxel und Docetaxel wird bei: Overial-, Mamm-, Bronchal-, Prostatakarzinomen gegeben. Der wachsende Zahl der Frauen, die den Krebs mit Hilfe der „Eiben – Behandlung“ besiegt haben empfehlen auch wir, den Baum zu besuchen und sich zu bedanken!

 

 

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