Weide

SALIX ALBUM

Familie Weidengewächse, Salicaceae

Weiden haben stets ungelappte Blätter auf kurzen Stielen. Die Weide mit ihrer reichlichen Blattentwicklung ist ein Kätzchenträger und doch sehr unterschiedlich zum Palmkätzchenbaum Weiden besiedeln die nördliche Zone und wachsen bis weit in die Polarregionen hinein. Sie wachsen gerne an Bachufern, füllen Flußauen, säumen Waldränder und feuchte Niederungen. Sie brauchen Licht und Feuchte. Sie blühen zeitig im Frühjar und zu Sommeranfang lösen sich die befiederten Früchte. Die Blüten sind zweihäusig und stehen in kätzchenartigen Trauben, von schuppenartigen Deckblättern geschützt und gestützt. Weibliche und männliche Blüten haben auch Eibe Wacholder und Pappel Im Gegensatz dazu finden wir die gesonderten weiblichen und männlichen Blüten auf Fichte Kiefer Lärche Tanne Birke Buche Eiche und Ahorn Zwitterblüten haben Linde und Akazie

Die Weiße Weide (Salix alba) galt als Verhütungsmittel als eine Hexenpflanze. Ein heiliger Baum der Dichter und ein Segensbaum unter dem die Teilnehmer der Seminare und Menschen die im Seminarzentrum Termine und Einzelberatung buchen gehen. Dabei berühren sie auch die Zweige der Eibe die breit und weich unter der Weide wächst und den Efeu der den Torbogen umkränzt.

Die Weide als ein weiblicher Bienenbaum umfängt die Hellsicht und Wahrsagung. Die zweigestaltige Göttin Persephone/Kore besaß einen Hain, in dem Weiden und die Pappel wuchsen. In der Kunst wird die von Hades in die Unterwelt entführte jugendliche Göttin mit Narzissen umkränzt und mit Hyazinthe Lilie Rose Krokus Mohn Klee Thymian und Granatapfelbaum umgeben dargestellt. Der Legende nach wurde Hera, die Gemahlin des Göttervaters Zeus unter einer Weide auf der Insel Samos geboren. Kirkes Weidenhain war der Totengöttin und der Göttin des nächtlichen Zaubers Hekate gewidmet, ihr Hain barg den Eingang zur Totenwelt und in ihren Bäumen waren die Toten aufgehängt. In Schottland war die Weide ein Symbol für Stärke und Harmonie. Der Stab der Gerechtigkeit in der Rechtssprechung war aus einem Weidenstab.

Salweiden, Salix Capera und Korbweiden, Salix Viminalis dienten als Flechtwerk und zum Hausbau. Weidenholz ist ein Material von Harfen, die älteste Harfe aus dem 12. Jahrhundert ist aus einem einzigen Stück gearbeitet. Für die Herstellung von Wünschelruten war/ist sie von allergrößter Bedeutung.

Sie liebt wässrige Plätze und wird dem Unbewussten zugeordnet. Wasser steht ja auch für den Kreislauf des Lebens, in ihm ruht Fruchtbarkeit – löst aber auch Furcht aus – sich im großen Ozean zu verlieren. Bald werden wir diese mythischen Bilder des Elementes vergessen können, wenn wir das Problem des Plastiks im Wasser nicht lösen!  Das Kühl – Feuchte, das stark Durchleuchtete drückt der Baum aus. Die Weide atmet mit den Gezeiten des Mondes, mit Ebbe und Flut der Gewässer von Gaia, dem mütterlichen Prinzip.

Bei uns war sie ein Hexenbaum – das Zepter der Hexengöttin war aus Weidenholz, der Hexenbesen aus Weidenzweigen und der Teufel hauste gerne in Weiden. Wo sie wuchs, waren schauerliche Plätze an denen sich unheimliche Gestalten herumtrieben. Verbrecher wurden gerne an Weidenbäumen aufgehängt. Alle Lebewesen mieden den Baum, außer dem schlauen Kuckuck, der sich in ihm sicher fühlte. Solch ein Baum kann nur im Mittelpunkt magischer Bräuche stehen. Man legte geweihte Palmzweige in Form eines Drudenfußes unter die Weide.

Die Weide ist zweihäusig, d.h. der männliche Baum trägt keine Staubblüten, daher kam man zur Ansicht, er mache unfruchtbar. Verzweifelte Frauen gewannen aus dem Baum (Weiße Weide, salix alba) Verhütungsmittel. Nur der Hollunder hat in der symphatischen Medizin einen so hohen magischen Stellenwert wie die Weide. Alle Arten von Krankheiten wurden auf sie übertragen (Fieber gab man ihr des Abends – man hing 1 Haar oder Stofftuch… an ihre Äste und es blieb so lange dort, bis das Fieber verschwand.

Weiden wurzeln schnell an, wie hier im kleinen Teich des Heilgartens von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ Die Weide wird bei Regenzauber beachtet und in Israel heißt das Wasserfest auch Weidenfest. Im Buddhismus werden bei Regenandachten Weidenzweige genommen und in China galt der Baum als Sinnbild für weibliche Anmut und Schönheit. In Europa wurden Weidenzweige eher bei verlorener Liebe verschenkt.

Heilwirkung: Hippokrates (460 vor Christus), Paracelsus (1493 – 1541), Culpeper (1616 -1654) und viele andere Heilkundige wußten, dass Mittel aus der Weide gegen Schmerzen, Fieber und Rheumatismus helfen. 1827 wurde aus dem Baum der Hauptwirkstoff Salicyn erforscht und führte zur künstlichen Herstellung der Actylsalicylsäure, unser heutiges Aspirin. Weidenrinde wird als Heilmittel bei Erkältungskrankheiten, zur Regulierung des Verdauungssystems gegeben. Sie unterstützt bei Lungenproblemen und wirkt unterstützend bei rheumatischen Erkrankungen. Entzündungshemmende Wirkung haben auch Mädesüß Dost Goldrute Klee (Fieberklee) Zitronenmelisse Myrthe Ysop Johanniskraut Krokus (Safran) Andorn Meisterwurz Alant Lungenkraut Ingwer Kardamon Myrthe Malve Hollunder Silberdistel Schafgarbe Engelwurz Oderming Rinde der Eiche Thymian Kamille

 

 

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