Myrte

MYRTHUS COMMUNIS

Familie Myrtengewächse, Myrtaceae

Von den Myrtengewächsen gibt es bis zu 2800 Arten weltweit. In Australien bringt der Myrtaceentypus Eucalyptus Arten hervor, der zu den Akazie (n) – Wäldern passt.
Die Myrte ist ein duftender, immergrüner Strauch, bei uns im Mittelmeerraum beheimatet und blüht von Mai bis August. Die Pflanze hält leichte Minusgrade aus, liebt halbschattige, kalkarme Standorte. Wir ziehen sie im Heilgarten im Topf, in der Heilerde vom Kompost des Heilgartens und stellen sie bei großer Kälte ins Zimmer, wie Feige Granatapfelbaum und Lorbeer Wenn der Klimawandel fortschreitet, kann sie auch im Freien überwintern. In den Sommermonaten wird sie von aufmerksamen Teilnehmern der Seminare und von Menschen, die in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ Termine und Einzelberatung buchen, entdeckt. Die Blüten der Myrte sind beliebtes Futter für Bienen
Symbol der Reinheit, der Fruchtbarkeit, im Gilgamesch – Epos als heiliger Baum der Götter erwähnt. Der Baum produziert wie der Weihrauchbaum Harze die Myrrhe Wir verwenden den schweren Duft der Myrrhe bei Ritualen und Zeremonien in denen die Heilschamanen in Kontakt mit ihren Ahnen sind.
Das Harz des Baumes wurde im alten Ägypten zur Einbalsamierung der Toten verwendet, die damit für ihren Weg in die Anderswelt vorbereitet wurden. Die Myrrhe, diente den Altägyptern auch als Mittel zum Liebeszauber. In damaliger Zeit auch bola genannt, sollte das Räucherharz Verwirrung vertreiben. Die Myrrhe war in vielen Kulturen ein Mittel der Zauberei, wie die Harze vom Weihrauchbaum und die Pflanzen Mistel Engelwurz Pfingstrose Beifuss Das Harz war eine Zutat des Theriaks, einem universellen Mittel gegen Gifte und Krankheiten wie Kalmus Iris Mohn Kardamon Petersilie Rose Enzian und zahlreiche andere Harze und Pflanzen.

Von Dichtern wie von J.W.Goethe, Heinrich Heine, Friedrich Rückert und vielen andern wurde die Myrte all die Jahrhunderte lang geehrt. Robert Schumann (1810 – 1856) hat uns mit seinem Liederkreis „Myrthen Zyklus“, in dem er zahlreiche Gedichte vertone bereichert. Viele seiner Lieder finden ihren Weg tief in unsere Seelen und verbinden uns mit den Schöpfungskräften, mit der Natur. Regina Hruska „Für mich als Schamanin ist die Kunst eine Bereicherung, die ich nicht missen möchte.“

Die Myrte war in Griechenland Aphrodite, der Muschelgeborenen geweiht. Bei Ritualen ihr zu Ehren, bekränzten sich Ritualisten mit Myrtenzweigen. Dieser Ritus führt weit in die Zeiten zurück, waren Myrtenzweige auch ein Attribut babylonischer Muttergottheiten Verbunden in der Antike war der Baum mit Nymphen, im Besonderen mit der Nymphe Myrsine, die mit großer Schönheit ausgestattet war und aus deren Leib nach ihrem gewaltsamen Tod der Mysterienbaum wuchs. In Rom der Venus geweiht und seit damals findet sie als „Liebespflanze“ wie die Rose bis heute Verwendung als Brautschmuck. Dem jüdischen Volk galt sie als ein Zeichen göttlicher Huld, als ein Zeichen des Friedens und der Freude. Die Myrte steht ein wenig im Gegensatz zum Lorbeer der den Sieger nach dem Kampf schmückt. Die Myrte schmückt nach unblutig errungenen Siegen.

Das ätherische Öl wird auch „Engelwasser“ genannt, kann auf die Haut aufgetragen werden, dient den Atemwegen und wird seit dem Altertum gebraucht und bis heute in der Parfumindustrie verwendet. Das Öl der Myrte öffnet die innere Schönheit, die Strahlkraft der Seele. Auch Myrtenblätter enthalten ätherische Öle und können ins Badewasser gegeben werden.
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