Feige

Ficus carica

Ficus ist eine große Gattung mit bis zu 800 Arten, dazugehörig sind Bäume, Kletterpflanzen und Sträucher des tropischen und subtropischen Raumes, sie halten aber auch leichten Frost aus.

Die echte Feige (Ficus carica) wird bis zu 9 Meter hoch, ihre essbaren Früchte sind voll von Samen.

In mediterranen Gärten werden neben dem Feigenbaum Lavendel Rosmarin Salbei Oregano Basilikum Aloe gepflanzt.
Interessant ist auch die Bocksfeige, die zweigeschlechtlich ist und deren Pollen von Wespen auf weibliche Kulturbäume getragen werden.
Feigen sind seit Jahrtausenden ein Bestandteil der Ernährung. In der jungsteinzeitlichen Siedlung von Gezer in Israel wurden Reste dieser Frucht gefunden.
Teilnehmern der Seminare im Herbst werden die Früchte in vielfältiger Verarbeitung den Teilnehmern angeboten.

Heilwirkung
Feigen sind reich an Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen. Die Baumessenz gilt als Seelennahrung, verstärkt die Leistungsfähigkeit, transportiert Giftstoffe aus dem Körper. Tee aus Feigenblättern ist ein traditionelles Heilmittel bei Diabetes. Feigensirup löst Verstopfungen.

Mythologie
Feigen sie die ersten Pflanzen die im Alten Testament erwähnt werden und 37 Mal vorkommen. Haben Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis eine Feige gegessen?
Es ist unwahrscheinlich, dass der Apfel die Frucht der Versuchung gewesen ist. Der wuchs nicht im damaligen Palästina. In der griechisch orthodoxen Ikonographie gilt die Feige als Frucht der Versuchung und der  hebräische Originaltext spricht nur von einer Frucht. Im antiken Griechenland war die Feige mit Fruchtbarkeit assoziiert und Dionysos, der auch Philosykos, der Freund der Feige genannt wurde, geweiht. Bildnisse und Statuen von ihm waren aus dem Holz der Feige gemacht. Die Feige hieß in der Antike auch Hegetria, Führerin, damit war sie ein Symbol für den Übergang der Jäger-Sammlergesellschaft zur Sesshaftigkeit. Auch Demeter, die Korngöttin besaß einen Feigenhain nahe Eleusis. Die Gründung Roms ist mit dem Feigenbaum engverbunden. Am Westhang des Palatins stand der Ficusruminalis, das soll jene Stelle gewesen sein, wo  Romulus und Remus von einer Wölfin gesäugt wurden.

Maulbeer – Feige

Auch sie arbeitet bei der Befruchtung mit einem Insekt zusammen. Sie stammt aus Kleinasien, ihre Früchte sind größer als die der echten Feige.

Im alten Ägypten galt sie als heilig, die Gegend um Memphis war das Land der Maulbeer Feige. Hathor, die Himmelkönigin, war Herrin dieses heiligen Baumes. Weitere Bäume waren im Land verstreut, wurden verehrt und mit Opfergaben beschenkt. Wasserkrüge, die neben diesen heiligen Bäumen standen dienten den Vorbeikommenden zum Anspritzen der Wurzeln. Im ägyptischen Totenkult galt es als eine Gnade, wenn Seelen vor ihrem gefährlichen Gang in die Unterwelt von der Göttin des Feigenbaumes Früchte und das Wasser des Lebens erhielten. Diese Begegnung brachte ewiges Leben.

Im ägyptischen Totenbuch heißt es:
„Oh Maulbeer – Feige der Göttin Nuit
Lass mir gegeben sein
Die Luft, die in dir ist.“

Weiter heilige Bäume der Ägypter waren:
Peresa (heuet bereits ausgestorben), Akazie Tamariske und
Weide

Heute dient die Maulbeer – Feige nur mehr der Obstproduktion und hat ihre ehemalige hohe Stellung verloren.

 

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