Feige

FICUS CARICA

Familie Maulbeergewächse, Maraceae

Ficus ist eine große Gattung mit bis zu 800 Arten, dazugehörig sind Bäume, Kletterpflanzen und Sträucher des tropischen und subtropischen Raumes, sie halten aber auch leichten Frost aus. Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wächst ein kleiner Feigenbaum in der Heilerde vom Kompost des Heilgartens.

Regina Hruska „Feigen werden so wie viele Früchte von Bäumen von der Agroindustrie nur mehr als Verwertungs- und Rohstofflieferanten gesehen. Die Erde verliert zunehmend an Würde und Heiligkeit. Religionen haben Jahrhunderte lang vermittelt, es gehe um die Eroberung und Unterwerfung der Natur. Heute boomt „endloses Wachstum“, dies wird uns von Wirtschaftslobby, Konzernkapitalismus, Medien und Realpolitik, die auf Gewinn, Wachstum und Expansion ausgerichtet sind vermittelt. Aber ist der Verlust der Artenvielfalt, das Sterben der Wälder, die Verschmutzung der Gewässer und der Luft, die Verseuchung der Böden, die Vernichtung der Ökosysteme verhandelbar? Ich glaube, es ist höchste Zeit für einen Bewusstseinssprung, doch von alleine wird sich nicht viel ändern. Dafür müssen viele Menschen Verdrängung, Apathie, Angst, Misstrauen, Ablenkungen, Selbsttäuschung, Lieblosigkeit, Fantasielosigkeit, Gewohnheiten, Lähmungserscheinungen, Größenwahn und Überheblichkeit hinter sich lassen. Dafür steht der Heilschamanismus in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“. Schamaninnen und Schamanen müssen dafür einstehen, dass der Ökozid beendet wird und nicht mit der Trommel in der Hand zusehen, wie junge Menschen sich ihre Ohnmacht, Wut und Verzweiflung aus der Seele schreien. Alle Seminare Termine und Einzelberatung arbeiten darauf hin, dass sich Menschen in der Verbindung und im Kontakt mit Himmel und Erde wieder als Teil des Ganzen fühlen.“

Die echte Feige, Ficus carica wird bis zu 9 Meter hoch, ihre Früchte sind voll von Samen. In mediterranen Gärten werden neben dem Feigenbaum Lavendel Rosmarin Salbei Oregano Basilikum Aloe gepflanzt.
Interessant ist auch die Bocksfeige, die zweigeschlechtlich ist und deren Pollen von Wespen auf weibliche Kulturbäume getragen werden. Feigen sind seit Jahrtausenden ein Bestandteil der Ernährung. In der jungsteinzeitlichen Siedlung von Gezer in Israel wurden Reste dieser Frucht gefunden.

Heilwirkungen: Feigen sind reich an Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen. Die Baumessenz gilt als Seelennahrung, verstärkt die Leistungsfähigkeit, transportiert Giftstoffe aus dem Körper. Tee aus Feigenblättern ist ein traditionelles Heilmittel bei Diabetes. Feigensirup löst Verstopfungen.

Feigen sie die ersten Pflanzen die im Alten Testament erwähnt werden und 37 Mal vorkommen. Haben Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis eine Feige gegessen?
Es ist unwahrscheinlich, dass der Apfel vom Apfelbaum die Frucht der Versuchung gewesen ist. Der wuchs nicht im damaligen Palästina, dort wuchs der Granatapfelbaum neben Zypresse Myrthe Weihrauchbaum Tamariske Akazie Weide Lorbeer und Kiefer In der griechisch orthodoxen Ikonographie gilt die Feige als Frucht der Versuchung und der hebräische Originaltext spricht nur von einer Frucht. Im antiken Griechenland war die Feige mit Fruchtbarkeit assoziiert und Dionysos, der auch Philosykos, der Freund der Feige genannt wurde, geweiht. Bildnisse und Statuen von ihm waren aus dem Holz der Feige gemacht. Die Feige hieß in der Antike auch Hegetria, Führerin, damit war sie ein Symbol für den Übergang der Jäger-Sammlergesellschaft zur Sesshaftigkeit. Auch Demeter, die Korngöttin besaß einen Feigenhain nahe Eleusis. Die Gründung Roms ist mit dem Feigenbaum engverbunden. Am Westhang des Palatins stand der Ficusruminalis, das soll jene Stelle gewesen sein, wo Romulus und Remus von einer Wölfin gesäugt wurden.

Im alten Ägypten galt sie als heilig, die Gegend um Memphis war das Land der Maulbeer Feige. Hathor, die Himmelkönigin, war Herrin dieses heiligen Baumes. Weitere Bäume waren im Land verstreut, wurden verehrt und mit Opfergaben beschenkt. Wasserkrüge, die neben diesen heiligen Bäumen standen dienten den Vorbeikommenden zum Anspritzen der Wurzeln. Im ägyptischen Totenkult galt es als eine Gnade, wenn Seelen vor ihrem gefährlichen Gang in die Unterwelt von der Göttin des Feigenbaumes Früchte und das Wasser des Lebens erhielten. Diese Begegnung brachte ewiges Leben. Heute dient die Maulbeer – Feige nur mehr der Obstproduktion und hat ihre ehemalige hohe Stellung verloren

 

 

 

 

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