Birke

BETULA PENDULA

Familie Birkengewächse, Betulaceae

Die Birke bevorzugt eher trockene Böden, sie wachsen genügsam an lichten Waldrändern und blumendurchwirkten Bergwiesen. Sie stehen wie einstmals die weisen Frauen in grünen Schleiern in kleinen Gruppen zusammen, anmutig rauschend und raunend. Ihre kleinen braunen Samenkörner werden vom Wind vertragen und finden sie ein wenig Erde, wurzeln sie an. So finden wir sie in Heidelandschaften, an steilen Berghängen, Ruinen und bis weit hinauf in den Norden, wo Eiche und Buche nicht mehr gedeihen. Ihre blendend weiße Rinde ist wegen ihres Harzgehaltes beinahe unverweslich, sie schützt den Baum vor Fäulnis und zugleich geben sie dem Baum ein weißes Festgewand. Aus ihrem Stamm und den Seitenästen treten keine mächtigen Äste hervor, sondern kleine Reiser halten das lichte Laubwerk.

Birken wachsen im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ am Eingang zum Seminarzentrum neben Eibe Akazie Flieder Jasmin Trompetenbaum Liguster Abendländischer Lebensbaum Weide und Hartriegel Kleine Bäumchen wurzeln am Hügel- und Hochbeet gemeinsam mit Nussbaum Hollunder Akazie Haselstrauch und kleinen Sprösslingen von Fichte und Eibe Manchmal meine ich, wir könnten eine kleine Baumschule eröffnen.

Regina Hruska „In allen nördlichen schamanischen Traditionen ist die Birke einer der wesentlichen Schamanenbäume, die auch im „Global Shamanic Centre Vienna“ eng mit der Heiljurte verbunden ist. Finden in den Seminare (n) und bei Termine (n) in der schamanischen Ausbildung Initiationen statt, dann ist die Birke eine wesentliche Begleiterin der Einweihungen. Auch in Einzelberatung im Seminarzentrum von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ werden Birkenzweige manchmal gebraucht“. Stephanie König, die leitende Schamanin der „Shamanic Clinic Europe“ wurde bei ihren Initiationsriten von Birken begleitet.

Heilwirkungen: Verwendet werden die jungen Blätter und die Rinde. Blätter werden im Frühjar gesammelt, von der Rinde darf nur wenig entfernt werden. Die Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe, Saponine, Bitterstoffe, Glykoside, ätherisches Öl, Flavonoide. Diese wirken harntreibend, stärkend und antiseptisch.

Birkenblätter sind ein wirksames Heilmittel bei Blasenentzündungen und helfen Wasseransammlungen im Körper abzubauen. Sie unterstützen bei Rheuma und Arthritis. Traditionell galten sie als Gicht- und Wurmmittel und halfen gegen Schweißfüße und Krätze. Die herb und bitter schmeckende Rinde wird äußerlich verwendet und kann bei Muskelschmerzen aufgelegt werden. Nehmen Menschen mit dem Lichtbaum Kontakt auf, stärken sie ihre Energie und düstere, graue Wolken beginnen sich zu verabschieden.

Birkenwasser, eine Rezeptur aus den Bergen Österreichs. Die Birken werden im Frühling auf der Südseite 2 bis 5 cm tief angeritzt und der Saft wird mit einem Röhrchen aufgefangen. Der Stamm darf erst in den wärmeren Märztagen angebohrt werden, der Baum darf aber noch nicht austreiben und die Bohrlöcher müssen anschließend wieder gut verschlossen werden. Birkensaft gärt leicht, er sollte kühl gelagert werden oder es wird ein Wein daraus hergestellt. Birkenwasser in kleinen Mengen getrunken, wurde zur Vertreibung von inneren Krankheiten gegeben.

Aus der Wurzel der Brennessel und Birkenblättern wurde traditionell Haarwasser hergestellt. Tee aus Birkenblättern wurde bei Blasen- und Nierenschmerzen und zur Entwässerung gegeben. Bei Prostatabeschwerden gab man eine Teemischung aus Birkenlaub Weideröschen und Schafgarbe Birkenblätter wurden gegen Rheuma ins Bett gelegt.

Für Tiere: Um bei Rindern Wasser zu treiben, gab man ihnen einen Tee aus Birkenblätter Blätter der Petersilie Salbei und Blätter vom Rhabarber Um Tiere im Stall gesund zu erhalten wurde ein Birkenbesen aufgehängt. Gesottene Birkenblätter wurden Schafen zur Kräftigung verabreicht.

Der Birkenschwamm, Fomes fomentarius, ein Zunderschwamm wird von Heilern wegen seiner entzündungshemmenden Eigenschaften bis heute auf schmerzende Stellen gelegt. Ausgekohlte Birkenschwämme, zehntausend Jahre alt, wurden bei Ausgrabungen in der nördlichen Hemisphäre gefunden. Die Gletschermumie Ötzi, 5300 Jahre alt, trug zwei Birkenschwämme mit sich.

Mythologisch ist die Birke ein Baum der nordischen Göttin Birgit, die im Frühjahr die Tage wieder länger werden läßt und der Gemahlin Wotans, Frigga heilig.

Von den Jägern und Sammlern im Paläolithikum wurden Pfeilspitzen mit Birkenteer befestigt. Kleidung und Behältnisse hergestellt. Ötzi trug einen Behälter aus Birkenrinde bei sich. Birkenteer diente auch zur Herstellung von Fackeln. Jahrtausende lang galt sie als Schutzbaum und in vielen Bräuchen Mitteleuropas bis heute erhalten. Wiegen aus ihrem Holz  sollten die Kinder vor schlechten Einflüssen schützen. Birkenreisigbesen dienen bis heute zur rituellen Reinigung heiliger Orte, Bauernstuben und Ställen.

Manche indigenen Völker in Nordamerika verwenden Birkenruten bei Schwitzhüttenritualen. In Russland gehören Birkenruten bis heute noch zum Inventar des Dampfbades. Die katholische Kirche holte die Birkenzweige in die Kirchen.

 

 

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