Nussbaum

JUGLANS REGIA

Der Walnussbaum ist eine Gattung von etwa 20 Arten aus Nord- und Südamerika, Südeuropa und Südostasien. Die echte Walnuss, Julgans regia stammt aus dem Iran und China, ist aber schon sehr lange bei uns kultiviert und wächst im Heilgarten neben Goldregen Lärche Pappel Kirschlorbeer und Birnbaum Statt der Heilerde vom Kompost erhalten diese Bäume im Herbst einen Kranz Laub über ihre Wurzeln.

Regina Hruska „Es gibt zahlreiche mythologische Hinweise, dass der Baum im alten Rom als Orakelbaum diente und bei Interesse erzähle ich dies gerne bei Seminare (n) oder bei Termine (n) der Fortbildungsseminare im Seminarzentrum“. Der römische Kaiser Marcus Aurelius Valerius Probus (278 – 282), ließ in Österreich (damals „Noricum“) für seine Legionen Wein pflanzen, vom Anninger bis zum Leopoldsberg. Im Rausch brachten sich die römischen Soldaten gegenseitig um und da ließ der Kaiser, dort wo der Wein gedieh, Nußbäume pflanzen. (Nußdorf, Nußberg, Nußallee). Der Genuß der Nüsse neutralisiert die starke Wirkung des Weines und bis heute wissen Wirte, daß, stehen Nüsse am Tisch, der Gast nicht zuviel zu trinken vermag. Sein lateinischer Name, „Juglans regia“ wird mit Jupiters Eichel übersetzt und seine Frucht galt im antiken Griechenland als Götterspeise. Die Götter lebten auf Eiche (n) und Walnussbäumen. Es gab eine Verbindung der Walnuss zur Naturgöttin Artemis und zu Dionysos. Sie wurde mit Fruchtbarkeit und Liebe assoziiert und so fanden Nüsse Einzug in die Hochzeitsbräuche. Bis heute sind die Früchte vom Wallnussbaum Mandelbaum und Haselstrauch Liebesmittel.

Im Norden Europas, in Germanien galt er als Totenbaum und als Versammlungsort dunkler Geister, wuchsen doch in seinem Umkreis die Pflanzen schlecht und machte jemand ein Schläfchen an seinem Stamm, dann schlief er schlecht. (Heute wissen wir, das der Baum tatsächlich eine Substanz absondert, die das Pflanzenwachstum in seiner Umgebung hemmt.) Er war der Gottheit Fro geweiht. Nüsse so meinte man, steigern die Potenz und die Fruchtbarkeit. Bauern mischten Nüsse ins Viehfutter um sie diesbezüglich zu stärken. Für Menschen, die Kontakt mit dem Ausbildungszentrum suchen gilt er auch als Schutzbaum. In vergangnen Zeiten wurde am Morgen des Johannistages die Stalltür mit Nußzweigen besteckt.

Bei Ausgrabungen im assyrischen Palaste von Nimrud (heutiger Irak) wurden Schreibtafeln aus Walnussholz gefunden. Die Assyrer verwendeten für ihre Palastbauten Pistazie Zeder Wacholder Zypresse Buchsbaum Maulbeerbaum und Tamariske Heute noch werden Abkochungen von Walnussblättern, oft in Kombination mit den Blättern der Eiche als Mittel bei Hämorrhoiden, wobei hier stärkend auch das Scharbockskraut und Immergrün wirken. Die Abkochung hilft  bei leichten Entzündungen der Haut verwendet, wie Schachtelhalm Aloe Beinwell Hollunder Ringelblume Vogelmiere Storchenschnabel und Ziest

Im Christentum galten Walnüsse, ihre grüne Fruchthülle, ihre harte Schale und ihr guter Kern als ein Symbol der Drei – Einigkeit. Über die „Heilige Drei“ wird in den Seminaren „Spirituelle Heilung – Heilschamanismus“ und bei einzelnen Terminen der schamanischen Ausbildung in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“, ein umfangreiches Hintergrundwissen erarbeitet. Über den Walnussbaum wird in der nordischen Mythologie nicht berichtet. Er kam erst spät, mit den Römern in den Norden Europas. Von den Alemannen wissen wir, dass sie den Toten als Grabbeigabe Nüsse mitgegeben haben. Warum sich daraus der Brauch ergeben haben soll, Nüsse auf den Weihnachtsbaum zu hängen, bleibt unklar.

Nicht nur heute wird das harte Holz des Baumes in der Möbelindustrie geschätzt. Verschiedene Indianerstämme Nordamerikas nutzten das Holz der Walnussgewächse für den Bau ihrer Hütten, für dekorative Gegenstände und die gekochten Wurzeln dienten als Färbemittel für Büffelhäute. Die grünen Schalen der Nüsse waren als Färbemittel auch den Römern bekannt. Die Schale färbt einen Gelbton, die Blätter eignen sich als Haarfärbemittel. Der Baum wehrt Insekten ab und wurde und wird auf Bauernhöfen noch immer in der Nähe von Misthaufen gepflanzt.

Bis ins ausgehende Mittelalter wurden seine Blätter zu reinigenden Räucherungen beigemischt. „Blätter vom Nußbaum, am Johannistag, mit einem Stock vom Haselstrauch auf das Bett geschlagen“ vertreibt Flöhe, Wanzen und anderes Getier.

Heilwirkungen: Walnüsse sind reich an Kalium und Folsäure, enthalten bis zu 15 Prozent Protein und bis zu 50 Prozent Öl, darunter Alpha – Linolsäure (Omega3). Diese stärken das Herz- und Kreislaufsystem. Äußerlich ist das Walnussöl ein wertvoller Bestandteil von Hautcremen.

Rezept: Grüne Nüsse vierteln, mit Zimtstangen Nelken und Sternanis in 40% Alkohol einlegen und 3 Wochen in der Sonne stehen lassen. Danach filtern und entweder pur als Nußschnaps oder berarbeitet als Likör genießen. Je länger die eingelegten Nüsse in der Sonne stehen, desto besser.

Schwarznussbaum, Juglans Nigra

Der Baum mit seinem harten Holz ist durch seine Pfahlwurzel tief in der Erde verankert und liebt es frei zu stehen. Seine Nüssen schenken nach einigen Jahren fetthaltige Öle.

 

 

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