Vogelmiere

STELLARIA MEDIA

Familie Nelkengewächse, Caryophyllaceae

Dieses einjährige, kriechende Sternkraut begleitet den Menschen seit der Steinzeit und wächst weltweit. Eine Pflanze kann bis zu 15 000 Samen bilden und stellt so sehr schnell einen Teppich her, der die Böden nicht nur vor Austrocknung, sondern auch vor Kälte schützt. Regina Hruska „Ich war überrascht, als ich erfahren hatte, dass die Pflanze am Stengel eine zu den Wurzeln leitende Haarreihe, die Regen und Tauwasser abfließen lässt besitzt.“ Besucher der Seminare und Menschen die Termine und Einzelberatung in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wahrnehmen, gehen im Heilgarten über den weichen Teppich des Sternkrauts, in dem verstreut Klee Spitzwegerich Gänseblümchen und Breitwegerich wachsen. Der Hühnerdarm wächst auch, wird er aus der Erde gezogen, am Kompost des Heilgartens weiter.

Durch ihre Inhaltsstoffe, Vitamine, Flavonoide, Saponine, Mineralen, Zink, ätherische Öle, Cumarine, hat die Vogelmiere Heilpflanzenqualität. Gesammelt wird im Frühjahr. Pfarrer Kneipp (1821-1897) hat die Pflanze in die Heilkunde eingeführt. „Man kann den Hühnerdarm recht passend ein Lungenkraut im eigentlichen Sinne nennen weil es auflösend und schleimlösend wirkt und auch bei Blutbrechen und Bluthusten sowie bei Hämorrhoiden, bei Nieren und Blasenverschleimung er gute Dienste leistet“.

Heilwirkung: blutreinigend, blutstillend, adstringierend, harntreibend, schleimlösend, auflösend. Hilft bei: Rheuma, Gelenkschmerzen, Gicht, schlecht heilenden Wunden und Ekzemen.

Tee: getrocknete oder frische Pflanzen verwenden. 2 TL mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen. Täglich 1 Tasse.

Breiumschlag: 1 Teil Spitzwegerich 1 Teil Zinnkraut 1 Teil Vogelmiere. Aus allen Pflanzen einen Brei herstellen und auf die verwundeten Stellen legen.

Hustenmischung: 10 g Vogelmiere, 10 g Isländsche Moos, 10 g Spitzwegerich 10 g Zinnkraut 10 g Tausendgüldenkraut 10 g Thymian 10 g Wurzel der Primel Alle Teile mischen und den daraus gekochten Tee mit Honig süßen.

Salbe: Alte Rezeptur: 70 g Schweineschmalz, 6 – 8 g Vogelmiere. Die fein geschnittenen Kräuter in dem erwärmten Fett langsam ausziehen lassen und in Gläser füllen.

Küche: als Wildgemüse für Salate und Suppen.

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