Birnbaum

PYRUS COMMUNIS

Familie Rosengewächse, Rosaceae

Die Wurzeln des Baumes liegen weit zurück, man nimmt an den Baum gab es schon in einem frühen Erdzeitalter, im Tertiär. Er hat sich von China aus als Wildbirne verbreitet. Die Kulturbirne kam erst später vom kaukasischen in den mediterranen Raum. Das antike Griechenland wurde auch das Birnenland, Apia genannt, sie waren bei den Menschen sehr begehrt. Im Heil- und Kraftgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wächst der Baum neben Apfelbaum Kirschbaum Quitte Maulbeerbaum Nussbaum Kastanie Akazie Mandelbaum Hollunder Haselstrauch Brombeere und Himbeere Viele Früchte dieser Bäume essen Teilnehmer der Seminare und Menschen, die im Seminarzentrum Termine und Einzelberatung in Anspruch nehmen.

Regina Hruska “ In den Ausbildungen „Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“, in der schamanischen Ausbildung, bei Fortbildungsseminaren und bei schamanischen Reisen bemühe ich mich so weit wie in diesem Rahmen möglich, Hintergrundwissen zu den einzelnen Themenbereichen zu vermitteln. Das stärkt nicht nur unser Wissen, es öffnet die Kräfte der Weisheit, bindet uns an den Geist der Natur und an unsere Ahnen an.“

Tantalus musste sich in seinen Qualen vergebens nach Birnen strecken. Er war ein Sohn des Zeus und herrschte in Sipylos in Phrygien. Er durfte mit den Göttern Speisen und lauschen, was sie besprachen und kam so auf die Idee, ihre Allwissenheit zu prüfen. Er ließ seinen Sohn Pelops töten und servierte ihn den Göttern zum Mahl. Nur Demeter aß von dem Braten, ein Stück Schulterblatt, die anderen merkten die Schandtat. Alle Teile wurden eingesammelt, in einen Kessel gegeben und letztendlich ging der Parze Klotho daraus hervor. Die verspeiste Schulter wurde aus Elfenbein ersetzt. Tantalos wurde verstoßen und verurteilt, in einem Teich, bis zum Kinn im Wasser stehend, litt er Durst, wollte er trinken, versiegte das Wasser. Wollte er seinen Hunger mit den Früchten der Bäume (auch mit Birnen) stillen, riss ein Sturm sie hinweg. Ein Felsstück hing über seinem Haupte, er litt Todesangst, er litt an nie enden wollende Qualen.

Die Reise der Birnen ging von Griechenland aus nach Rom, die bereits über 40 verschiedene Sorten kannten. Für die Germanen im Norden war der Birnbaum heilig, er galt als Sitz der Götter und war Wirtsbaum für die Mistel Sie schätzten ihn als Quelle der Kraft und er symbolisierte ihnen die Weisheit des Alters. Birnbäume können bis zu 100 – 150 Jahre alt werden. In China gilt er als Baum des langen Lebens. Mit der Christianisierung in Europa wurden viele Birnbäume gefällt, der Legende nach wohnten in ihnen die Drachen. Hier eine kleine Assoziation zu Richard Wagners Oper „Siegfried“, die letzten Worte von Fafner, dem Riesen…“Merk wie`s endet, acht auf mich…“

Holzbirnen wurden in Verbindung mit den Hexen gebracht, die sie wie die Rinde der Bäume zur Magie benützten. Junge Hexen lernten am Birnbaum und nach Abschluss der Lehrzeit konnten sie sich in eine Birne verwandeln. Es hieß, Birnenkernen und Birnenrinden seien Krankheiten angezaubert. Andere Birnen? Sie galten als Sinnbild Mariens und hielten Einzug in die Klostergärten. Besonders in der Gotik wurden die Birne und die Birnenblüte ein Zeichen der Weiblichkeit, ein Schönheitsideal. Im Volksglauben heißt es heute noch, dass eine reiche Birnenernte auf Kindersegen hindeutet und in Österreich und Bayern ist das „Klötzlbrot“, das Birnenbrot zu Weihnachten nach wie vor eine Kultspeise.

 

 

 

 

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