
Birnbaum – ein alter Baum voller Geschichten
Der Birnbaum (Pyrus communis) ist ein alter Obstbaum, der seit Jahrhunderten in Europa kultiviert wird.
Er wird heute noch wegen seiner süßen Birnen geschätzt.
Die Wurzeln des Birnbaumes liegen weit zurück, man nimmt an den Baum gab es schon in einem
frühen Erdzeitalter, im Tertiär.
Der Birnbaum hat sich von China aus als Wildbirne verbreitet.
Die Kulturbirne kam erst später vom kaukasischen in den mediterranen Raum. Das antike Griechenland wurde auch das Birnenland (Apia) genannt, sie waren bei den Menschen sehr begehrt.
Birnbaum im Garten – Leben im Heilgarten
Licht aus der Jurte, im Heilgarten wächst neben der Mispel und dem Weißdorn ein alter Birnenbaum.
Für Bienen Hummeln und Insekten sind die Bäume im Frühjahr Nahrungsquelle und im Herbst sind die Früchte eine begehrte Nahrung für viele Tiere.
Birnen essen Teilnehmer der Seminare und Menschen, die im Schamanenzentrum Wien, Termine und schamanische Beratung in Anspruch nehmen.

Birnbaum in Mythologie und alten Geschichten
Birnbaum in der griechischen Mythologie
Tantalus musste sich in seinen Qualen vergebens nach Birnen strecken.
Er war ein Sohn des Zeus und herrschte in Sipylos in Phrygien. Er durfte mit den Göttern Speisen und lauschen, was sie besprachen und kam so auf die Idee, ihre Allwissenheit zu prüfen.
Das Verbrechen des Tantalos
Zudem ließ er seinen Sohn Pelops töten und servierte ihn den Göttern zum Mahl. Nur Demeter aß von dem Braten, ein Stück Schulterblatt, die anderen merkten die Schandtat. Daraufhin wurden alle Teile eingesammelt, in einen Kessel gegeben und letztendlich ging der Parze Klotho daraus hervor. Die verspeiste Schulter wurde aus Elfenbein ersetzt.
Die Strafe des Tantalos
Deshalb wurde Tantalos verstoßen und verurteilt. In einem Teich, bis zum Kinn im Wasser stehend, litt er Durst, wollte er trinken, versiegte das Wasser.
Wollte er seinen Hunger mit den Früchten der Bäume stillen, riss ein Sturm sie hinweg.
Ein Felsstück hing über seinem Haupte, er litt Todesangst, er litt an nie enden wollenden Qualen.
Birnen im antiken Rom
Die Reise der Birnen ging nach Rom, sie kannten mehr als 40 verschiedene Sorten.
Birnbaum in der Nordischen Mythologie
Für die Germanen im Norden war der Birnbaum heilig, er galt als Sitz der Götter und war Wirtsbaum
für die Mistel
Sie schätzten ihn als Quelle der Kraft und er symbolisierte ihnen die Weisheit des Alters.
Birnbaum symbolische Bedeutung
Birnbäume können bis zu 100 – 150 Jahre alt werden. In China gilt er als Baum des langen Lebens.
Mit der Christianisierung in Europa wurden viele Birnbäume gefällt, der Legende nach wohnten in ihnen
die Drachen.
Hier eine kleine Assoziation zu Richard Wagners Oper „Siegfried“, die letzten Worte von Fafner, dem Riesen…“Merk wie`s endet, acht auf mich…“

Holzbirne – die wilde Form des Birnbaums
Holzbirne und Hexen
Diese wurden in Verbindung mit den Hexen gebracht,
die sie wie die Rinde der Bäume zur Magie benützten.
Junge Hexen lernten am Birnbaum und nach Abschluss der Lehrzeit konnten sie sich in eine Birne verwandeln.
Es hieß, Birnenkernen und Birnenrinden seien Krankheiten angezaubert.
Birnbaum Besonderheiten
Der Birnbaum galt auch als Sinnbild Mariens und hielt Einzug in die Klostergärten.
Besonders in der Gotik wurden die Birne und die Birnenblüte ein Zeichen der Weiblichkeit.
Im Volksglauben heißt es heute noch, dass eine reiche Birnenernte auf Kindersegen hindeutet.
In Österreich und in Bayern ist das „Klötzlbrot“, das mit Honig gebackene Birnenbrot zu Weihnachten nach wie vor eine Kultspeise
Birnen im Garten und Selbstversorgung
Birnbäume gehören seit Jahrhunderten zu den wichtigen Obstbäumen im Garten. Ihre Früchte können frisch gegessen werden. Außerdem lassen sie sich zu Saft, Kompott oder Birnenbrot verarbeiten.
Oft wachsen Birnbäume zusammen mit anderen Obstbäumen. Dazu zählen Apfelbaum, Quittenbaum, Kirschbaum und Pflaumenbaum. So entsteht im Garten über viele Monate hinweg eine gute Versorgung mit Obst.
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