
Rhabarber – vielseitiges Gemüse mit Heilwirkung
und langer Tradition
Rhabarber – Eigenschaften und Wachstum
Rhabarber ist ein mehrjähriges Gemüse mit rübenförmiger Wurzel.
Seine Blätter können bis zu einem halben Meter groß werden, seine Stiele sind fein gerillt.
Vermehrt wird er durch Teilung des Wurzelstockes.
Rhabarber bildet im Frühjahr große Blütenstände. Diese werden meist entfernt, um das Wachstum zu fördern. Die Erntezeit liegt zwischen April und Juni.
Standort und Pflege im Garten
Er wurzelt sehr tief und benötigt reichlich Kompost und Wasser. Nach einigen Jahren sollte er umgesetzt werden. Seine Artenvielfalt ist groß, da er sich leicht anbauen lässt.

Herkunft und historische Bedeutung
Der Rhabarber stammt aus dem Osten Tibets und den Berghängen Westchinas, wo er als Da-Huang bekannt ist.
Er wurde 1790 erstmals in einem europäischen Botanischen Garten gepflanzt.
Er war viele Jahrtausende lang geschätztes Handelsgut und erzielte oft höhere Preise als die Früchte
vom Mohn, dem Opium.
Rhabarber – Wurzel und medizinische Nutzung
Die Wurzel war kostbares Arzneimittel, diente zur Reinigung des Körpers und zur Stärkung der Abwehrkräfte.
Geschichte und Verbreitung der Pflanze
Die beste Qualität kam im 1. Jahrhundert aus Sibirien, der Mongolei und aus China.
Marco Polo, der China bereiste, interessierte sich im 13. Jahrhundert für asiatische Anbaugebiete.
Vom Berater Dschingis Khans wissen wir, dass er bei Kriegsbeuten Rhabarber forderte.
Nach seinen Berichten, verhinderte der Rhabarber den Ausbruch einer Pandemie im Heer.
Im frühen 17. Jahrhundert entdeckten Forscher den großblättrigen Rhabarber in Bulgarien
und im Laufe der Zeit führte der Weg der Pflanze in die Heilgärten Europas.
Es kam zu weiteren Importen unterschiedlicher Arten nach Europa. Einige davon haben sich dauerhaft durchgesetzt.
Er wächst im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“.
Rhabarber Heilwirkung und Inhaltsstoffe
Die große Heilwirkung ist in der Wurzel, die hauptsächlich in China und in der Türkei erst nach
5 bis 10 Jahren geerntet wird.
Die Inhaltsstoffe sind unter anderem Anthrachinone, Gerbstoffe, Bitterstoffe und Oxalsäure. Der Gehalt liegt bei etwa 180 bis 750 Gramm. Damit ist er vergleichbar mit Mangold, Baumspinat und anderen Spinatsorten, jedoch geringer als bei Amaranth.
Anwendung in Naturheilkunde und Praxis
Imker erzählen, dass die Blätter und Stiele der Pflanze bei der Bekämpfung der Varroamilbe helfen.
Diese werden auf die Rahmen gelegt, um Bienen vor der Milbe zu schützen.
Wirkung auf Verdauung und Körper
Die Heilpflanze wirkt bei Verstopfung stark abführend, danach aber adstringierend und antiseptisch.
In China wurde er bereits im 3. Jahrhundert vor Christus als ausleitendes Mittel verwendet. So auch in Indien und in der arabischen Medizin.
Schon Dioscurides und Galen beschrieben seine heilenden Eigenschaften.
Heute wird er oft mit blähungstreibenden Heilpflanzen kombiniert, um Bauchschmerzen zu lindern.
Viele Heilpflanzen fördern eine sanfte Darmentleerung, darunter sind Berberitze, Löwenzahn
und Aloe Vera.
Blähungstreibende Heilpflanzen sind unter anderem Eibischwurzel, Beinwell, Hafer, Hopfen, Quittensamen und Ingwer. Sie schützen zusätzlich vor Koliken.
Rhabarber in der Volksmedizin
In der Volksmedizin wurde der Rhabarber vor allem als heilsam für die Tätigkeit der Galle eingesetzt.
Traditionelle Anwendungen gab es bei Augenproblemen, Diabetes, Asthma, Vergiftungen, Verdauungsproblemen und Knochenerkrankungen.

Rhabarber im Heilgarten und Alltag
Regina Hruska: „Der heimische Rhabarber, Rheum undulatum, sowie Rheum rhaponticum stammen aus Südsibirien und gelten auch als Zierpflanzen.
Die fleischigen Blattstiele werden wegen ihres säuerlichen Geschmacks zu Kompott verarbeitet.“
Wir verarbeiten die Blattstiele zu Kompott.
Das tun auch Teilnehmer der Seminare und Menschen, die im Schamanenzentrum Wien, Termine und schamanische Beratung buchen.
Im Heilgarten wächst er in der Nähe von Rosskastanie, Kirschlorbeer, Ilex, Buchsbaum und den
kleinen Pflanzen wie Glockenblume, Nesselblättrige Glockenblume, Salomonsiegel und Lampionblume.
Verwendung in Küche und Rezepten
In einigen Kräuterlikören ist Rhabarber neben Zimt, Nelken, Absinth, Galgant, Krokus, Safran, Enzian,
Majoran, Thymian und Lavendel enthalten.
Rezept aus den Bergen Österreichs
Bei Verstopfungen und Blähungen gab es die Rhabarbertinktur. Ebenso Tee aus der Kamille und Minzen und Öl vom Rizinus. Diese Rezeptur ist ohne Mengenangaben, da Bäuerinnen wissen, wie die Heilkräuter und Öle zu mischen sind.
In der Küche harmoniert er mit Holunderblüten, Flieder, Anisminze, Wacholder, Dill, Fenchel, Zitronenmelisse, rote Rübe, Thymian, Rosmarin, Himbeere, Heidelbeere, Fenchel, Karfiol, Gurke, Karotten, Kohlrabi, Kraut, Kohl und Ingwer.
Der Kreativität in der Verarbeitung sind keine Grenzen gesetzt.
Rhabarber – weitere Anwendungen
Pulverisiert ist der echte Rhabarber vor allem als Schlankheits- und Abführmittel in den Handel erhältlich.
Furore machte die Pflanze in der Behandlung von Quecksilbervergiftungen.
Rezept für Tiere
Aus den Bergen Österreichs ist bekannt, was wassertreibend beim Rind wirkt. Tee aus dem Laub der Birke, Petersilie und das Laub vom Rhabarber.
Selbstversorgung – Rhabarber als vielseitige Gartenpflanze
Rhabarber – das robuste Gemüse für naturnahe Selbstversorgung. Die Rhabarberpflanze ist eine pflegeleichte Pflanze, die sich gut im Garten kultivieren lässt und über viele Jahre hinweg Erträge liefert.
Durch seine Vielseitigkeit in Küche und Naturheilkunde ist er eine wertvolle Pflanze.
Der Rhabarber zeigt uns als vielseitiges Gemüse und Heilpflanze, wie sich Ernährung, Heilwirkung und traditionelle Nutzung in einer kraftvollen Pflanze verbinden.






