Quitte

Cydonia

Ursprünglich kamen die strauchartigen Gewächse aus dem Osten, Iran und Turkestan nach Europa und wurden hier auf Stämmen veredelt.
Die Früchte des Honigapfels, die roh sauer und holzig schmecken, wurden schon früh zu Gelee, Likör, Mus und Konfitüre verarbeitet. So wie heute, wo den Teilnehmern der Seminare auch Quittengelee aufgewartet wird.
Heilwirkungen werden aus ihren Samen bezogen. Diese wurden gekocht und die schleimige Substanz auf Entzündungsherde der Haut aufgetragen. Bis heute gelten die gekochten Samen als entzündungshemmendes Mittel bei Magen- Hals- und Brustwarzenproblemen, bei vaginaler und rektaler Entzündung. Bei Unruhe und Schlaflosigkeit kann ein Tee aus Quittensamen helfen.
Viele Heilkundige unserer abendländischen Geschichte schworen auf die Heilwirkungen der Quitte und neueste Forschungen bestätigen die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe diese Frucht.

Mythos

Die vorgriechische Meeresgöttin Marian nannten die Griechen Aphrodite. Ihr heiliges Symbol war die Quitte, als das Symbol für Fruchtbarkeit und Liebe. Die Quitte gedieh an der Südküste des Schwarzen Meeres und in Mazedonien, der Heimat der Musen. Der goldene Äpfel tragende Quittenbaum, von den Griechen Chrysomelon genannt, stand im Garten der hellsingenden Töchter von Atlas und Hesperis. Einer der 12 Aufträge des Herakles war es, aus dem Garten der Hesperiden 3 goldene Äpfel zu stehlen. Mit List überwand er den Drachen Ladon, der sie bewachte, brachte sie den Göttern und erwarb sich damit Unsterblichkeit. Dieser mächtige Goldapfelbaum erinnert uns wieder an den Weltenbaum – die griechischen Künstler stellten ihn auch mit Sternen bestückt dar. Auch hier steht der Apfelbaum zu dem die Qitte gehört als Symbol für Leben und Tod.

 

Die Quitte weist uns auch den Weg zum hebräischen Tempel in Jerusalem, zum Laubhüttenfest, in dessen ursprünglichen Mondriten wir den weiblichen Aspekt Gottes noch erkennen können. Das Fest begann beim  ersten Neumond des Jahres und endete in der Quittensaison. Der Frucht wurde die Zahl 5 zugeordnet, die der Mondgöttin als besonders heilig galt.

Die Quitte wurde in späterer Zeit (621 v. Chr.) wegen ihrer erotischen Aspekte durch die Zitrone ersetzt.

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