
Quitte – die vergessene Königin und Heilfrucht
unserer Zeit
Quitte – die Fackel des Klimawandels
Die hitzeresistente Quitte erlebt gemeinsam mit uns neben dem Klimawandel ein Durcheinanderstürzen der Weltordnung. Chaoswellen umkreisen den Erdball und Menschen erleben in sich ein Vakuum, eine Leere. Dadurch entsteht ein Sog, in dem ein Ungeist wütet. Der Ungeist des Feuers hat scheinbar seine Heiligkeit verloren.
Unsere Aufgabe wird es sein, mit der Gedankenkraft des freien Menschen das Gleichgewicht zwischen Innen und Außen wiederherzustellen. Das bedeutet in „Licht aus der Jurte“:
Licht von oben und unten in die Mitte des eigenen Seins zu führen.
Die Quitte bildet neben ihrer tief reichenden Pfahlwurzel zahlreiche kleinere Wurzelnetzwerke aus. Vielleicht braucht auch der Mensch solche tragenden Verbindungen, um in turbulenten Zeiten fest begründet zu stehen und heilend die Hände auf blutende Wunden legen zu können.

Aphrodites Frucht – die Quitte als Symbol von Liebe und Fruchtbarkeit
Regina Hruska: „Die vorgriechische Meeresgöttin Marian nannten die Griechen Aphrodite. Ihr heiliges Symbol war die Quitte, die als spirituelles Symbol für Fruchtbarkeit und Liebe stand. Sie gedieh an der Südküste des Schwarzen Meeres und in Mazedonien, der Heimat der Musen.“
Die Quitte war einst weit mehr als eine Frucht. Sie galt als Sinnbild von Liebe, Fruchtbarkeit und weiblicher Schöpferkraft. Heute ist sie beinahe in Vergessenheit geraten – die einstige Königin der Gärten wurde zur Randerscheinung. Doch ihre alten Geschichten erzählen noch immer von ihrer besonderen Bedeutung.

Goldene Äpfel und der Weltenbaum der Griechen
Der goldene Äpfel tragende Quittenbaum, von den Griechen Chrysomelon genannt, stand im Garten der hellsingenden Töchter von Atlas und Hesperis.
Einer der zwölf Aufträge des Herakles war es, aus dem Garten der Hesperiden drei goldene Äpfel zu stehlen.
Mit List überwand er den Drachen Ladon, der sie bewachte, brachte sie den Göttern und erwarb sich damit Unsterblichkeit.
Dieser mächtige Goldapfelbaum erinnert uns wieder an den Weltenbaum.
Griechische Künstler stellten ihn auch mit Sternen bestückt dar. Auch hier steht der Apfelbaum, zu dem die Quitte gehört, als spirituelles Symbol für Leben und Tod.

Die Quitte als Lebensbaum religiöser Traditionen
Der Goldapfel als Lebensbaum weist uns auch den Weg zum hebräischen Tempel in Jerusalem und zum Laubhüttenfest, in dessen ursprünglichen Mondriten wir den weiblichen Aspekt Gottes noch erkennen können.
Das Fest begann beim ersten Neumond des Jahres und endete in der Quittensaison.
Der Frucht wurde die Zahl fünf zugeordnet, die der Mondgöttin als besonders heilig galt. Sie wurde in späterer Zeit (621 v. Chr.), obwohl sie zu den Bäumen mit energetischer Wirkung zählte, wegen ihrer erotischen Aspekte durch die Zitrone ersetzt.
Quitte – Heilfrucht aus dem Osten
Ursprünglich kamen die strauchartigen Quittengewächse aus dem Osten, aus Iran und Turkestan, nach Europa und wurden hier auf Stämmen veredelt.
Die Früchte des Honigapfels, die roh sauer und holzig schmecken, wurden schon früh zu Gelee, Likör, Mus und Konfitüre verarbeitet.
Verarbeitung und Weitergabe des Wissens
Schamaninnen und Schamanen im Schamanenzentrum Wien sind Meisterinnen und Meister in der Verarbeitung der Frucht. Sie bieten Teilnehmern der Seminare und Menschen, die Termine und schamanische Beratung buchen, auch Quittengelee an.

Energetische Wirkung der Quitte auf Körper
und Geist
Hält man die Frucht in Händen, so spürt man allein schon über diesen Kontakt die Stärkung der Energie von Körper und Geist, welche diese Ahnenmedizin uns gibt.
Beachten Sie auch die Verwandtschaft der Quitte mit dem Urapfel, dem Holzapfel, aus dem später unser heutiger Apfelbaum gezüchtet wurde.
Es sind Bäume mit heilender Wirkung.
Die Heilkraft der Quittensamen
Die Kraft der Quitte wird seit alters her vor allem ihren Kernen zugeschrieben.
Die Samen wurden gekocht und die schleimige Substanz auf Entzündungsherde der Haut aufgetragen.
Bis heute gelten die gekochten Samen als entzündungshemmendes Mittel bei Magen-, Hals- und Brustwarzenproblemen sowie bei vaginalen und rektalen Entzündungen.
Bei Unruhe und Schlaflosigkeit kann ein Tee aus Quittensamen helfen. Quittentee zählt zu den traditionellen Anwendungen der europäischen Naturheilkunde und wird bis heute geschätzt.
Heilwirkungen der Quitte in der europäischen Naturkunde
Viele Heilkundige unserer abendländischen Geschichte schworen auf die Heilwirkungen der Quitte.
Neueste Forschungen bestätigen die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe dieser Frucht.
Sie werden als krampflösende Mittel empfohlen, ähnlich wie Baldrian, Hopfen, Kamille, Kuhschelle,
Lobelie und Mistel.
Sie gelten als mildes Abführmittel, ähnlich wie Berberitze, Ingwer und Löwenzahn, während bereits eine kleine Prise Rhabarber stark abführend wirken kann.
Die Quitte erinnert uns daran, dass Heilung nicht nur im Wissen liegt, sondern auch im Erinnern. Vielleicht braucht unsere Zeit Menschen, die wie die Quitte tief wurzeln, ihre Netzwerke pflegen und trotz aller Umbrüche die Fähigkeit bewahren, heilend zu handeln.
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