Holzapfel

MALUS SILVESTRIS

Der Stammvater vieler Kulturäpfel ist selten geworden, vom Aussterben bedroht steht er auf der roten Liste gefährdeter Arten!
Zunehmend wurde der Urapfel von Kulturäpfeln, die in der Zeit der Völkerwanderung nach Europa kamen verdrängt. Doch wenn wir ihn anschauen, dämmert etwas in unserem kollektiven Gedächtnis in unser Bewusstsein und wir wollen ihm wieder Lebensraum geben. Er braucht für sein Gedeihen lichte Standorte, etwa Waldränder wo Birke Hartriegel Weissdorn und Haselstrauch wachsen und Auen.
Belege über sein Dasein gibt es seit der Jungsteinzeit, in der die Menschen sesshafte Ackerbauern und Viehzüchter wurden. Auch zu Ötzis Speiseplan gehörte der Holzapfel. Viele Jahrhunderte lang wurden seine sauren Früchte getrocknet und gedörrt, in späterer Zeit auch dem Bier beigesetzt.

Sehr früh stand er für Liebe, Fruchtbarkeit und die Sonne.

Aus Weissagungen war er nicht wegzudenken. Bis heute hat sich das Orakeln mit Äpfeln vom Apfelbaum im Brauchtum, im Besonderen zur Winters- und Weihnachtszeitzeit erhalten.
Den geistigen Kriegern, den Schamaninnen und Schamanen, die in den Seminare (n) in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ ausgebildet werden, dient er dazu, ohne Angst vor dem Tod das Leben durchschreiten, dient er als ein druidisches Erbe bis heute.

Er gehörte bei den Kelten und Germanen zu den Heiligen Bäumen, wie Eiche Eibe Hollunder Weide Birke Lärche und war ein uraltes Fruchtbarkeitssymbol und eine wichtige Nahrungsquelle.

Im Brauchtum wurden an Sylvester Kinder ausgeschickt um den Apfelbaum mit dem Schlagen von Weidenruten aufzuwecken. Die Zweige vom Apfelbaum wurden neben denen vom Haselstrauch Weide Erle und Buche zur Herstellung von Wünschelruten verwendet. Der Holzapfelbaum meidet negative Orte und versucht sich von einem solchen Ort wegzudrehen.

Runen wurden unter anderem aus den Ästen vom Apfelbaum, neben denen von Buche Eibe und Eiche geschnitzt.

In der nordischen Mythologie hüten die Asen (Götter) die magischen Äpfel die ewig jung halten.

Der Sage nach wurde der sterbende König Arthus nach Avalon (Avalon bedeutet Apfel) gebracht. Im Mythos ist der Apfel die Eintrittskarte in die Anderswelt.

„Goldene Äpfel wachsen in ihrem Garten;

sie allein weiß sie zu pflegen!

Der Frucht Genuß frommt ihren Sippen

zu ewig nie alternder Jugend;

siech und bleich doch sinkt ihre Blüte,

alt und schwach schwinden sie hin,

müssen Freia sie missen.“

Fafner in „Das Rheingold“ von Richard Wagner

In der „Edda“ heißt die Göttin Freya Iduna, die Verjüngende. Doch die Anzahl ihrer Äpfel sind begrenzt, da sie vergaß, wo sie die magischen Äpfel pflückte.

 

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