Holzapfel

Der Holzapfel ist der Stammvater vom Apfelbaum.
Malus sylvestris, Familie, Rosengewächse (Rosaceae)

Holzapfel – Baum der Ursprünge und Hüter alten Wissens

Der Holzapfel ist der Stammvater vieler Kulturäpfel und zählt zu den ursprünglichen Wildapfelarten Europas. Er ist selten geworden, vom Aussterben bedroht und steht auf der roten Liste gefährdeter Arten.
Zunehmend wurde der Urapfel von Kulturäpfeln verdrängt, die in der Zeit der Völkerwanderung nach Europa kamen. Doch wenn wir ihn anschauen, dämmert etwas aus unserem kollektiven Gedächtnis in unser Bewusstsei und wir wollen ihm wieder Lebensraum geben.

Holzapfel Standort und Naturraum

Er braucht für sein Gedeihen lichte Standorte, etwa Waldränder wo Birke, Hartriegel, Esche, Weide, Akazie, Rosskastanie, Nussbaum, Holunder, Ahorn, Schlehdorn, Weißdorn und Haselstrauch wachsen und Auen.

Holzapfel als Urapfel und historische Nutzung

Belege über sein Dasein gibt es seit der Jungsteinzeit, in der die Menschen sesshafte Ackerbauern und Viehzüchter wurden.
Auch zu Ötzis Speiseplan gehörte der Holzapfel.
Viele Jahrhunderte lang wurden seine sauren Früchte getrocknet und gedörrt, in späterer Zeit auch
dem Bier beigesetzt.

Der Holzapfel hat mythologische Bedeutung.
Wilde Früchte voller ursprünglicher Kraft

Holzapfel Mythologie und spirituelle Bedeutung

Sehr früh stand er für Liebe, Fruchtbarkeit und die Sonne.
Aus Weissagungen war er nicht wegzudenken.
Bis heute hat sich das Orakeln mit Äpfeln vom Apfelbaum den Früchten vom Granatapfelbaum und der Quitte im Brauchtum, im Besonderen zur Winters- und Weihnachtszeitzeit erhalten.

Den geistigen Kriegern, Heilerin und Heilern der Schamanin und Schamanen und den vielen Menschen,
die in Seminare (n) Termine(n)
und in schamanische Beratung in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“
und in der „Shamanic Clinic Europe“ ausgebildet werden, dient er:
Ohne Angst vor dem Tod das Leben durchschreiten. Er ist ein Kontakt zum druidischen Erbe.

Fruchtbarkeitsbaum in der keltischen Mythologie

Er gehörte bei den Kelten und Germanen zu den Heiligen Bäumen wie Eiche, Eibe, Holunder,
Weide, Birke, Lärche.
Er war ein uraltes Fruchtbarkeitssymbol und eine wichtige Nahrungsquelle, ähnlich der Quitte
Im Brauchtum wurden an Sylvester Kinder ausgeschickt um den Holzapfel mit dem Schlagen von Weidenruten aufzuwecken.
Die Zweige vom Apfelbaum wurden neben denen von Erle, Haselstrauch, Weide und Buche zur Herstellung von Wünschelruten verwendet. Der Holzapfelbaum meidet wie die Linde negative Orte und versucht sich von einem solchen Ort wegzudrehen.

Wildapfel in der germanischen Mythologie

Runen wurden aus den Ästen vom Apfelbaum, neben denen von Buche Eibe und Eiche geschnitzt.
In der nordische Mythologie hüten die Asen (Götter) die magischen Äpfel die ewig jung halten.
Der Sage nach wurde der sterbende König Arthus nach Avalon (Avalon bedeutet Apfel) gebracht.
Im Mythos ist der Apfel die Eintrittskarte in die Anderswelt

Apfel in der nordischen Mythologie und Symbolik

In der „Edda“ heißt die Göttin Freya Iduna, die Verjüngende. Doch die Anzahl ihrer Äpfel sind begrenzt, da sie vergaß, wo sie die magischen Äpfel pflückte. Eine Mythologie, die auch in der Kunst ihren Ausdruck fand und findet.

„Goldene Äpfel wachsen in ihrem Garten;
sie allein weiß sie zu pflegen!
Der Frucht Genuß frommt ihren Sippen
zu ewig nie alternder Jugend;
siech und bleich doch sinkt ihre Blüte,
alt und schwach schwinden sie hin,
müssen Freia sie missen.“

Fafner in „Das Rheingold“ von Richard Wagner

Der Holzapfel erinnert uns daran, dass unsere Wurzeln tiefer reichen als unsere Zeit – und dass in den ursprünglichen Formen des Lebens eine Kraft liegt, die wir wieder neu entdecken dürfen.

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