
Hopfen – kraftvolle Kletterpflanze zwischen
Heilwirkung und Tradition
Der Hopfen ist ein ausdauerndes Kraut, dessen rechtswindender Stängel durch Klimmhaare rau und höckrig ist, um sich an seiner Stütze festzuhalten. Der Hopfen besitzt einen charakteristischen Geruch, der von den kleinen gelben Harzdrüsen stammt, die das für die Bierbrauerei wichtige Lupulin enthalten.Der Hopfen liebt feuchte Standorte.
Hopfen im Gartenraum
Er wächst im Schamanenzentrum Wien
im Heilgarten in der Heilerde vom Kompost. Wo er sich entlang der langen Stöcke, die wir ihm gegeben haben hinaufrankt.
Unter ihm wächst Goldrute, Beinwell, Efeu, Brennnessel, Glockenblume, Spitzwegerich, Margerite, Nesselblättrige Glockenblume, Herbstzeitlose, Gänseblümchen, Lungenkraut, Primel und Veilchen.
Regina Hruska „Er zählt nicht zu den Räucherpflanzen die wir bei Seminare, Termine und
schamanische Behandlung verwenden. Er ist eine Heilpflanze mit vielen anderen Aufgaben.“

Hopfen als Heilpflanze
Hopfenzapfen sollten im September, ehe sie ganz ausgereift sind, geerntet werden.
Die Inhaltsstoffe sind Lupulin, Bitterstoffe, Harz, ätherisches Öl, Gerbstoff, östrogenartige Substanzen.
Hopfen und seine Wirkung
Hopfentee: Aus den Blüten, eventuell mit einer Zugabe von Baldrian und Honig hilft bei Einschlafstörungen, er wirkt entspannend.
Er wirkt hilfreich bei Darmreizungen, hat schleimschützende Heilkräfte wie: Hafer, die Wurzel des Eibisch, die Samen der Quitte und die Wurzel vom Beinwell.
Magen beruhigend wirken auch Kamille, Rosmarin, Baldrian.
Wirkt sedierend und ist ein Nerventonikum wie Herzgespann, Blüten von der Linde und Zitronenmelisse.
Anwendungsmöglichkeiten
Nerventee: 2 TL der Blätter mit heißem Wasser übergießen, 10 Minuten ziehen lassen, mit Honig süßen.
Hopfen Wirkung Blätter: Kompressen: bei Leberbeschwerden, Prellungen, Verstauchungen: Blätter zerquetschen und auf die verletzten Stellen mindestens 1 Stunde lang auflegen.
Hopfen in der Homöopathie
In der Homöopathie wirdHumulus lupulus – Beruhigungsmittel, Magen- Darmbeschwerden.
Wirkt beruhigend, desinfizierend, entzündungshemmend, ausgleichend.
Hopfen wirkt bei Frauen und Männern unterschiedlich.
Humulus lupulus und seine Wirkung Frauen
Sie werden durch die Östrogene, die in der Pflanze enthalten sind angeregt, und daher sind Hopfenblüten für Frauen eine sehr gute Arznei.
Im Volksglauben sind sie die Fruchtbarkeitsspeise für Frauen.

Humulus lupulus Wirkung seine Wirkung auf Männer
Bei Männern wirkt er gegenteilig, ermüdend und einschläfernd, ist er doch auch im heutigen Bier enthalten. Bei übermäßigen Genuss des Hopfensaftes kann es zur Dämpfung des Sexualtriebes und letztlich
zu Impotenz führen.
Hopfen und seine Verwendung
Seit dem 8. Jahrhundert wurde er von Mönchen als fester Bestandteil von Bier eingeführt. In vorchristlicher Zeit war das Bilsenkraut eine Zutat, welche die damaligen Bierbrauer gerne verwendet haben. Im alten Rom wurde er als „Gemüse“ gereicht.
Hopfen in der Selbstversorgung
Der Hopfen ist eine wertvolle Pflanze für die Selbstversorgung, da er vielseitig als Heilpflanze, Tee und Nutzpflanze verwendet werden kann. Er lässt sich im Garten leicht anbauen und unterstützt auf natürliche Weise Ruhe, Schlaf und Wohlbefinden.
Die Heilpflanze zeigt uns, wie eine unscheinbare Kletterpflanze zu einer bedeutenden Heil- und Kulturpflanze werden kann und erinnert daran, dass viele der wertvollsten Kräfte der Natur in einfachen, heimischen Gewächsen verborgen liegen, die Körper und Geist nachhaltig stärken.


