Baldrian

VALERIANA OFFICINALIS

Venuspflanze

Es gibt über 350 Arten, davon gehören ungefähr 10 Arten der Gattung Valerianaceae an.

Wotansgerte, Sperrkraut, Therakiaswurz, Wielandwurz… .

Germanische Heil- und Zauberpflanze, Räucherpflanze.

Baldrian war der germanischen Göttin Hertha geweiht. Diese wird auf der Insel Rügen vermutet,

wo es Funde aus germanischer Zeit gibt. Die Pflanze ist auf jeden Fall dem Mutterarchetypus zugeordnet

dem Gütigen, dem Fruchtbarkeit spendenden Prinzip.

Zauberkraut:

Vor allem ein Hexenkraut und ein Liebeskraut.

„Die Wurzel in Wein eingelegt, bringt dir die (oder den), die (den) du haben willst“.

Bauernfrauen flochten sich neben Gundermann und Tausendgüldenkraut einen Kranz aus Baldrian, zu Walpurgis, um den Flug der Hexen besser beobachten zu können. In manchen Ritualen der Seminare in der schamanischen Ausbildung greifen wir auf dieses alte Wissen zurück. Nicht um Altes zu wiederholen, sondern um ein kulturelles Erbe nicht zu vergessen.

Baldrian gehört zu den „Neunerlei Kräutern“. In Österreich umfassen diese die Brennessel Breitwegerich Schafgarbe Eisenkraut Thymian Löwenzahn Butterblume Oderming und Ochsenzunge.

Und als „Wielandswurz“ ist sie die Pflanze des mächtigen Zauberers, der mit der Wurzel heilte.

(Wieland, der Sohn des Meerriesen Wade, lernte beim Schmied Mimir, gemeinsam mit dem streitlustigen

Drachentöter Siegfried. Er suchte sich eine Lehrstelle bei den Zwergen, wurde der kunstfertigste Schmied,

lebte mit den späteren Walküren, den Schwanenjungfrauen.

Unter Zwang schmiedete er das Schwert Mimug. Er entfloh in einem Federkleid.

Baldrian gehört zu den stark riechenden Kräutern, die jeden bösen Geist, jede Negativität vertreiben. In der Ausbildung „Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“ erinnern wir uns an dieses Kraut.

„Baldrian Dost (Majoran) und Dill, kann die Hex’ nicht wie sie will“.

Zu diesem Zwecke wurde das getrocknete Kraut und die Wurzel auch als Räucherwerk verwendet.

Vor allem zur Zeit der Pest stand er in hohem Ansehen:

„Ihr sollt brauchen Baldrian, Dorant (Andorn/ Acker – Löwenmaul) und Weihrauch“.

Neugeborene wurden in ein Baldrianbad gelegt.

Heilwirkung

Nach den mittelalterlichen Ärzten Andromachus, Galen und arabischen Ärzten gehörte die Baldrianwurzel

(und weitere 60 Zutaten, zum Theriak; ein universelles Gegengift).

In unserem „Stresszeitalter“ wird er, wie die Pflanzenextrakte aus Hopfen Minze/ Melisse Lavendel und Passionsblume, wegen seiner beruhigenden Wirkung auch von so manchen Besucher der Seminare und Einzel – Termine gerne genommen.

Warum ?

Die Baldrianwurzel ist auf die Physiologie unseres Körpers abgestimmt.

 Als pflanzliches Valium ist sie ein natürliches Sedativa, ein Mittel gegen nervöse Angst- und Erregungszustände, 

Schlafstörungen und nervöse Herzbeschwerden, wirkt psychisch ausgleichend. 

Forschungsprojekte an der Universität Wien geben Hoffnung, dass neben der Valerensäure und ihren Derivaten, 

die in der Wurzel enthalten sind, weiter angstlösende Wirkstoffe gefunden werden.

Dieses angstlösende Heilmittel erzeugt im Körper keine Toxine und macht nicht süchtig! 

Es stellt sich nur die Frage, warum Valium, Temesta, Lexotanil, Seresta und andere Benzodiazepine 

(Schlafmittel wie: Halcion, Dormicum, Dalmadorm…) über längere Zeiträume verschrieben werden 

und weltweit Entzugskliniken für die Absetzung dieser Medikamente notwendig sind. 

Außer Streit steht, dass diese synthetischen Mittel in bestimmten Krisen sinnvoll eingesetzt werden können. 

Mehr als 800 000 Menschen leiden allein in Österreich an psychischen Beeinträchtigungen wie Schlaflosigkeit, 

Angst und anderen Erregungszuständen und nehmen über lange Zeiträume Antidepressiva und Tranquillizer mit all ihren Nebenwirkungen.

Kein Pharmakonzern ließ sich die Inhaltsstoffe der Baldrianwurzel patentieren.

Baldrian kommt in der Natur vor und mildert den Profit und wird von vielen Menschen, welche Seminare und Termine in der Jurte wahrnehmen sorgfältig und verantwortungsbewusst gesammelt und zubereitet!

Doch immer mehr Menschen greifen zur Selbsthilfe und sammeln die Wurzel des Baldrian 

im September, trocknen und schneiden sie klein und bereiten sich zum Beispiel einen Tee, den sie 3 X täglich trinken.

Tee: 2-3g der Wurzel auf 1 Tasse

Weitere Anwendungen: Tinktur, Saft (Frischpflanze), Fertigarzneimittel

Vielleicht könnte auch das Johanniskraut das in der Natur vorkommt die Stimmung aufhellen!

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