
Hafer – nährendes Getreide zwischen
Feldarbeit und Heilkraft
Der luftige Hafer blüht ab Mai, Samen und Stroh werden zur Erntezeit im August gesammelt,
etwa 4 Wochen vor der Roggenernte.
Traditionell wurden die Stängel zusammengebunden, getrocknet und danach ausgedroschen.

Hafer im Wandel der Landwirtschaft
Regina Hruska: „Bauern dreschen den Hafer heute nicht mehr mit dem Dreschflegel.
Aber kleine Bauern und Bauern in der biologischen Landwirtschaft arbeiten noch immer hart auf den Feldern. Die Verarbeitung und Vermarktung der einheimischen Produkte ist nicht leicht.
Zu sehr gräbt ihnen Agroindustrien und Fleischindustrien mit ihren Billigprodukten das Wasser ab. Großflächig angebautes Getreide, sei es in den USA oder in China wächst auf verseuchten, verhärteten Böden. Bodengesundheit geht verloren.
Ich glaube dass es an der Zeit ist, einheimischen Bäuerinnen und Bauern für ihre Arbeit zu danken und sie zu unterstützen.

Herkunft und wilde Verwandte
Wind- oder Flughafer, Avena fatua ist die wilde Stammart des Hafers.
Er ist ein Sommergetreide, das in Europa seit Jahrtausenden angebaut wird.
Das Süßgras dient im Norden als Hafermehl.
Aus diesem wird zum Beispiel in Norwegen Fladenbrot gebacken.
Verwandte wilde Haferarten sind der hohe Wiesenhafer, der Glatthafer.
Hafer als Nahrung für Mensch und Tier
Ist ein vorzügliches Futtergras, Pferde und andere Tiere fressen sehr gerne den angebauten, wie den wild wachsenden Hafer.
Die Gräserfamilie umfasst 4000 Arten.
Davon sind im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ unter anderem Mais, Ruchgras, Mariengras, Ziergras, Ginster, Federgras, Schilf, Wiesenkerbel, Zittergras, Weizen und Roggen.

Standort und Wachstum
Das Sommergetreide ist das lichtliebendste, luftigste der einheimischen Getreide und sehr nahrhaft.
Er liebt feuchte Standorte, zieht Wasser aus dem Boden, im Gegensatz zu Gerste, Weizen und Roggen die sich auch mit eher trockenen Standorten begnügen.
Hafer als Heilpflanze
Die Samen enthalten 50 % Stärke, Alkaloide, Saponine, Sterine, Vitamin B.
Das Stroh enthält Kieselsäure, Schleimstoff und Kalzium.
Hilfreich wirken die Heilstoffe bei Überfunktion der Schilddrüse, bei Blutarmut und Diabetes, bei Hauterkrankungen, Depressionen und allgemeinen Schwächezuständen.
Geben sie immer wieder 1 Löffel Honig zu einem Gericht mit Haferflocken.
Haferstroh in der Anwendung
Der hohe Anteil von Kieselsäure im Stroh erklärt seine Heilwirkung bei Hautproblemen, besonders bei äußerlicher Anwendung.
Rezept: 500 Gramm zerkleinertes Stroh in 2 Liter Wasser kochen. Abseihen und ins Badewasser schütten.
Hafer in der Selbstversorgung
Der Hafer ist eine wertvolle Pflanze für die Selbstversorgung, da er nährstoffreich ist und vielseitig verwendet werden kann.
Er lässt sich zu Flocken, Mehl oder Breien verarbeiten und stärkt Körper und Nervensystem auf natürliche Weise.
Der Hafer zeigt uns, wie eng Ernährung, Landwirtschaft und Gesundheit miteinander verbunden sind und erinnert daran, dass einfache, heimische Pflanzen eine tiefe Kraft in sich tragen, die Körper, Geist und unsere Beziehung zur Erde nachhaltig stärken kann.
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