Hafer

AVENA SATIVA L.

Gräserfamilie, Gramineae

Der luftige Hafer blüht ab Mai, Samen und Stroh werden zur Erntezeit im August gesammelt, ungefähr 4 Wochen vor der Roggenernte. Traditionell wurden die Stengel zusammengebunden, getrocknet und danach ausgedroschen.

Solidarische Landwirtschaft

Regina Hruska „Bauern dreschen den Hafer heute nicht mehr mit dem Dreschflegel. Aber kleine Bauern und Biobauern arbeiten noch immer hart auf den Feldern und die Verarbeitung und Vermarktung der einheimischen Produkte ist nicht leicht. Zu sehr gräbt ihnen Agroindustrien und Fleischindustrien mit ihren Billigprodukten das Wasser ab. Großflächig angebautes Getreide, sei es in den USA oder in China wächst auf verseuchten, verhärteten Böden. Ich glaube das es an der Zeit ist, einheimischen Bäuerinnen und Bauern für ihre Arbeit zu danken und sie zu unterstützen. Es geht nicht an, dass die sogenannte „spirituelle Szene“ gemeinsam Veganern abwertend auf unsere Bauern schaut. Besser wäre es, gegen die riesigen Schlachthöfe, gegen die dort stattfindende Tierquälerei, gegen die Fütterung der Tiere mit Antibiotika aufzustehen, als sich scheinheilig in eine ideologische Ecke zurückzuziehen. In Nebraska gibt es Fabriken, wo pro Woche bis zu 2 Millionen Hühner geschlachtete werde. Dorthin sollte sich der Protest richten!

Wer kein Fleisch essen mag, muss es ja auch nicht, aber das ist noch lange kein Grund, einen Berufstand, der seit Jahrtausenden für Nahrung sorgt in die böse Ecke zu stellen. In „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wird für Teilnehmer der Seminare und für Menschen, die Termine der Fortbildungsseminare wahrnehmen vegetarisch gekocht. Daraus machen wir aber kein Dogma. Wenn Dogmen in die spirituelle und schamanische Arbeit einziehen, sind wir nicht besser als traditionelle Kirchen. Das ist auch meine Haltung bei Einzelberatung und bei den unterschiedlichen Kontakte (en) im Seminarzentrum“.

Als wilde Stammart ist vielleicht der Wind- oder Flughafer, Avena fatua zu betrachten. Er ist ein Sommergetreide, das in Europa seit Jahrtausenden angebaut wird. Er dient im Norden als Hafermehl, aus dem zum Beispiel in Norwegen Fladenbrot gebacken. Verwandte wilde Haferarten sind der hohe Wiesenhafer, Glatthafer. Hafer ist ein vorzügliches Futtergras, Pferde fressen sehr gerne den angebauten wie den wild wachsenden Hafer.

Die Gräserfamilie umfasst 4000 Arten. Davon wachsen im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ unter anderem Mais Ruchgras Mariengras Ziergras Zittergras Weizen Roggen

Hafer ist das lichtliebendste, luftigste der einheimischen Getreide und sehr nahrhaft. Das Süßgras liebt feuchte Standorte, er zieht Wasser aus dem Boden, im Gegensatz zu Gerste Weizen und Roggen die sich auch mit eher trockenen Standorten begnügen.

Heilwirkungen: Die Samen enthalten 50% Stärke, Alkaloide, Saponine, Sterine, Vitamin B. Das Stroh enthält Kieselsäure, Schleimstoff und Kalzium. Hilfreich wirken die Heilstoffe bei Überfunktion der Schilddrüse, bei Blutarmut und Diabetes, bei Hauterkrankungen, Depressionen und allgemeinen Schwächezuständen.

Der hohe Anteil von Kieselsäure im Stroh erklärt seine Heilwirkung bei Hautproblemen, besonders bei äußerlicher Anwendung. Eine Möglichkeit ist auch, 500 Gramm zerkleinertes Stroh in 2 Liter Wasser kochen, abseihen und ins Badewasser schütten. 

 

Schreibe einen Kommentar