Gundermann

GLECHOMA HEDERACEAE

Familie der Lippenblütler, Labiate

Die Familie der Labiate umfassen 3000 Arten als ein unfassendes Heilpflanzenspektrum. Sie wachsen in der klimatisch gemäßigten Zone und ihnen verdanken wir ihre ätherischen Öle, ihre wärmenden feurigen Substanzen, ihre Wachse, Harze und Öle. Heilpflanzen die aus dieser Familie im Heilgarten wachsen sind: Taubennessel Gamander Salbei (Wiesensalbei) Herzgespann Minze Andorn Zitronenmelisse Dost Majoran Ysop Bohnenkraut Quendel Thymian Rosmarin Lavendel

Diese Familie gehört zu den großen Bienenpflanzenfamilien. Befliegt eine Biene eine Pflanze dieser Familie tirfft ein Licht – Wärmetier auf eine Licht – Wärmepflanze, die sich gegenseitig bereichern.

Ihre duftende Vielfältigkeit ist auch für den Menschen bewusstseinsstärkend, anregend und fördernd.

Der Gundermann ist ein aromatisches, kriechendes, von würziger Wärme durchzogenes Gewächs mit bewurzelten Stengeln und Laubzweigen. Er blüht lila und gehört an sonnigen Plätzen zu den ersten Frühlingsblühern wie Veilchen Primel Bärlauch Vergissmeinicht Schlüsselblume Schneeglöckchen Bachnelkenwurz Adonisröschen Blaugras Krokus

Heilwirkungen: Das heilkräftige Kraut mit seinen ätherischen Ölen, Gerb- und Bitterstoffen, hat wieder zurückgefunden in die Küchen. Auch wir verwenden es als Würze für manche Gerichte, welche die Teilnehmer der Seminare genießen dürfen.

Es hilft gegen Blasenschwäche, Bronchialasthma, Skrofulose, Steinleiden, Gelbsucht und kann innerlich und äußerlich verwendet werden.

Hildegard von Bingen ( 12. Jahrhundert) erwähnt die Pflanze in ihrer Schrift „Physica“ und empfiehlt sie als eine kräftige Arznei, unter anderem bei Grind, Geschwüren, Fisteln, Mundfäule und rinnenden Augen.

Auch bei Plinius ( 24 – 79), der das Labiat in seiner „Naturalis historia“ Erdefeu nannte galt sie als heilkräftig, im Besonderen bei Kopfschmerzen.

Gundermann galt in unserer schamanischen Tradition wie das Tausendgüldenkraut als Schutzpflanze gegen allen bösen Zauber. Diese alte Heilpflanze war bei den Germanen als ein Haus – und Seelengeist geehrt, sie wurde den Walküren (Geistwesen und Todverkünderinnen) und dem Gott Donar zugesprochen.

Belegt durch schriftliche Aufzeichnung wissen wir, dass die Gundelrebe gegen die energetische Verseuchung der Milch „Milchzauber“ und zum Schutz der Tiere, bis ins 19. Jahrhundert Verwendung fand.

Erzählt wurde auch, dass wenn jemand zu Walpurgis einen Kranz aus Gundelrebe trägt, dies zur Hell – Sicht verhilft. Davon habe ich bei den Termine (n) der schamanischen Reisen noch nichts bemerkt. Sicher jedoch bin ich, dass dieses Kraut Schamanninen und Schamanen und ihre Geister und Ahnen unterstützt.

 

 

 

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