Quendel

Der Quendel ist eine Gewürzpflanze
Thymus serpyllum, Familie, Lippenblütler, Lamiaceae

Quendel – Heilpflanze, Räucherkraut und wilder Thymian in der Naturheilkunde

Quendel oder der Feldthymian ist als Heil- und Gewürzpflanze seit tausenden von Jahren bekannt.
Er wächst im Heilgarten neben Majoran, Lavendel, Bohnenkraut, Baldrian, Basilikum, Beifuss und Dost.
In der Heilerde vom Kompost des Heilgartens in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“.
Quendel bevorzugt trockene, sonnige Standorte mit durchlässigem Boden.
Die Blütezeit des Quendels liegt meist zwischen Juni und September.
Der Quendel gehört zu den klassischen Heil- und Gewürzkräutern und verbindet aromatische Würze mit traditioneller Heilwirkung.

Regina Hruska: „Die Menschen glaubten früher, dass wenn die Pflanze am Sonnwendtag gesammelt wird, sie wie der Majoran vor Blitzschlag schützt und das Vieh zur vermehrten Milchbildung anregt.“

Räucherpflanze und schamanische Tradition

Der Feldthymian ist eine Ritualpflanze der Mongolen und in Sibirien. Sie verwenden die Räucherpflanze bis heute für schamanische Rituale.
Schamaninnen und Schamanen im Shamanic Centre Europe nutzen in manchen Seminaren und bei Terminen und in der schamanische Beratung den Feldthymian.

Mythologische Bedeutung und antike Nutzung

Die Heilpflanze war bis zum Bekanntwerden vom Harz des Weihrauch (Olibanum) ein zentrales Räucherwerk in der Antike. Quendel (griechisch thymon) heißt ausräuchern den Göttern Opfer bringen.
D
er schaumgeborenen Göttin Aphrodite geweiht, die ihre Ahnen bei den Sumerern, Babyloniern
und Assyrern hatte.
Als der schönen, jugendlichen Göttin zugehörig galten Rose, Myrte, Lilien, Nelken, Seerose,
Lotus und Minzen.
und Weihrauch. Ebenso Granatapfelbaum, Apfelbaum, Birnbaum, Quitte und Feigenbaum.

Quendel ist eine Heilpflanze
Wildthymian auf der Wiese

Quendel – Heilwirkung und traditionelle Anwendungen

In den Bergen Österreichs wurde das Kraut
vielfältig verwendet.

Quendel – Tee und Anwendung bei Erkältung

Quendeltee wurde bei Halsweh und Verkühlung eingesetzt.
Rezept: Das Kraut,
Blüten der Linde Blüten vom Holunder und Salbei mit Honig süßen.

Quendel – Wirkung bei Husten und Atemwegen

Als ein Wundermittel bei Husten, Herz- und Lungenbeschwerden galt die Teemischung Quendel, Huflattich, Schlüsselblume und die Wipfel von Tanne und Lärche. Süßen mit Honig.

Quendel – beruhigende Wirkung und Hausmittel

Für einen gesunden und beruhigenden Schlaf sorgte ein Kissen gefüllt mit Kindlkraut, Hopfen, Zitronenmelisse, Minzen, Kamille, Oregano, Ysop, Lavendel und Bohnenkraut.
Ein Wärmekissen, wurde mit den Kernen der Kirschen vom Kirschbaum gefüllt.

Als Badezusatz zur Wärmeregulierung des Körpers wurde ein Aufguss aus dem Kraut, Baldrian, Hafer, Hopfen, Johanniskraut, Holunder und Zitronenmelisse empfohlen.

Quendel ist eine Räucherpflanze
Feldthymian im Garten

Bedeutung in der Volksmedizin

Viele Kräutersammlungen der Bäuerinnen umfassten Schafgarbe, Ehrenpreis, Eibisch, Wermut, Wurzel vom Kalmus, Blüten der Linde, Laub von der Birke, Weißdorn, Zinnkraut, Schlüsselblume, Käsepappel, Blüten und Beeren vom Holunder, Minzen, Johanniskraut,Spitzwegerich, Löwenzahn, Ringelblume, Arnika und Frauenmantel und jene Heilkräuter, die rund um den Hof wuchsen.

Quendel – Anwendung bei Tieren und Bienen

Hatten die Ferkel Durchfall, bekamen sie Quendeltee.

Quendel wurde auch Kindelkraut genannt. Er erhielt diesen Namen deshalb, weil Bauern damit Bienen aus den  Bienenkörben austrieben.
Der starke Geruch lockte die Königin an. Gemeint ist mit Kindlkraut das „Königinnenkraut“.

Selbstversorgung – Quendel als vielseitige Heil- und Gewürzpflanze

Quendel – die aromatische Wildpflanze für Garten, Küche und Naturheilkunde
Die Heilpflanze ist eine robuste und vielseitige Pflanze, die sich gut im Garten kultivieren lässt und sowohl als Heilpflanze als auch als Gewürz Verwendung findet.

Der Quendel zeigt uns als kraftvolle und traditionsreiche Heilpflanze, wie sich Naturheilkunde, Räucherkultur und alltägliche Anwendung in einer einzigen Pflanze verbinden.

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