Schlüsselblume

Die Schlüsselblume wächst auf Wiesen
Primula veris, Familie, Primelgewächse, Primulaceae

Schlüsselblume – Frühlingsbotin zwischen
Heilkraft und Himmelslicht

Himmelschlüssel neben dem Flieder

Die Schlüsselblume finden wir auf Wiesen und Berghängen, sie liebt kalkige Böden und blüht von April bis Mai.

Sie ist eine Botin des Frühlings, des Lichts.
Das sind auch Veilchen, Primel, Krokus, Winterling, Schneeglöckchen, Bachnelkenwurz, Schachbrettblume, Goldlack und Bärlauch.
Sie alle wachsen in der Heilerde vom Kompost des Heilgartens von
„Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“

Himmelschlüsselwurzel – duftende Frühlingspflanze voller Leben

Regina Hruska: „Die dickfaserige Wurzel schmeckt nach Anis, die grundständigen Blätter sind runzelig, die Blumenkrone ist gelb, mit 5 orangefarbenen Tupfen.
S
ie ist eine Futterpflanze für Schmetterlingsraupen, Insekten und Bienen.
Es ist sehr schade, wenn Kräutersammler auf den Wiesen ihr die Blüten abschneiden oder sie samt Wurzel ausgraben!“ In vielen Regionen steht sie unter Naturschutz und darf nicht ausgegraben werden.

Schlüsselblume Heilpflanze – alte Volksmedizin für Körper und Seele

In der Volksmedizin werden und wurden, durch die Jahrhunderte, alle Teile der Pflanze verwendet.
Hilfreich bei: Husten, Rheuma, Gicht, Harnproblemen, Migräne, Schwindel, Neuralgien, Schlafstörungen und bei Schwermut (heute eher Depression genannt).
Die Pflanze enthält vor allem Saponine und Bitterstoffe.

Himmelschlüssel blüht unter der Birke

Himmelschlüssel – Lichtpflanze und Frühlingskraft

Sie ist dem Erzengel des Heilens, Raphael zugeordnet.
Sie wird im Volksmund auch „Allerweltsheil“ genannt,
ein Name, der im Kontakt mit der Pflanze Respekt, Achtung und Verehrung ausdrückt.
Stellt das Gleichgewicht zwischen Licht und Erde her.
Die goldgelben Blüten galten seit alter Zeit als Symbol für das Öffnen verborgener Tore und innerer Wege.

Schlüsselblume – seelische Kraft zwischen
Ruhe und Licht

Sie ist vitalisierend, bei Angst, Schlaflosigkeit und Unruhe, bei nervlicher Zerrüttung. Bei Depressionen und Melancholie. Herzstärkend, beruhigend, reinigend.
Hilft bei Kopfschmerzen, ihre Heilkraft entfaltet sie gemeinsam mit Gundermann, Spitzwegerich und Huflattich.

Schlüsselblumentee – alte Hausmittel aus der Volksheilkunde

Bei Schlaflosigkeit: 50 g Schlüsselblumen, 50 g Blüten vom Lavendel, 10 g Johanniskraut,
15 g Blüten vom  Hopfen und 5 g  Wurzel vom Baldrian.
Mischen und 1 TL mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, kurz ziehen lassen und vor dem Schlafengehen trinken.

Tee und Blüten für Herz und Stimmung

Bei Depression: Blätter und Blüte als Tee zubereiten.

Blutreinigungstee: 50 g Schlüsselblumen, 50 g Spitzen vom Holunder, 15 g Blätter der Brennnessel,
15 g Wurzeln vom Löwenzahn. Mischen, 1 Tl mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, 3 Minuten ziehen lassen.

Schlüsselblumenwein – Sonnenkraft für das Herz

Bei Herzbeschwerden: 1 Glas mit Blüten füllen und mit Weißwein übergießen,
14 Tage in die Sonne stellen. Schluckweise trinken.

Himmelschlüssel wächst neben Palmkätzchenbaum

Schlüsselblume keltische Mythologie – Pflanze der Anderswelt

Eine Druidenpflanze geliebt und geschützt von Erd- und Wasserwesen.
Eine wichtige Zauberpflanze. S
chlüssel als Kennzeichen, Schlüssel zur Anderswelt, Elfenblume.

Sie wächst auf der Kräuterspirale des Heilgartens und begrüßt Teilnehmer der Seminare und alle Menschen, die in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ Termine und schamanische Behandlung buchen.

Himmelschlüssel im Mittelalter – zwischen Himmelstor und Volksglauben

Dort bekam sie auch den Namen: Schlüssel zum Himmel, Petripflanze oder St. Petri Kraut.
Im Volksglauben entstand die Pflanze dadurch, dass ein Schlüssel dem heiligen Petrus auf die Erde fiel und sich dieser Schlüssel zur Schlüsselblume verwandelte.

Im 15. Jahrhundert hieß die Pflanze auch „Teufelspisse“, weil der Teufel die Wurzel als WC benutzte und diese dadurch Löcher bekam. Wer sie nun in einer Lauge kochte, seinen Kopf darin wusch, der bekam geistige Klarheit und Kräftigung des Gehirnes.

Selbstversorgung – Schlüsselblume als geschützte Frühlingspflanze

Die Schlüsselblume ist eine wertvolle Wild- und Heilpflanze für naturnahe Wiesen und Kräutergärten. Ihre frühen Blüten bieten Insekten wichtige Nahrung und bringen gleichzeitig Farbe, Duft und alte Pflanzenheilkunde in den Gartenraum.

Die Schlüsselblume erinnert uns als lichtvolle Frühlingspflanze daran, wie eng Heilwissen, Naturverbundenheit und die Kraft der ersten Blüten miteinander verbunden sind.

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Es wird in Märchen und alten Geschichten erzählt, dass sie zu verborgenen Schätzen den Weg weist. Recht viel Schönes wird über die Schlüsselblume erzählt.
In Gedichten, Versen und Liedern wird sie gepriesen.

„Ich bin der Schlüssel zur Tempelpracht,
Die Blumen öffne ich in warmer Nacht,
Erschließe die Herzen zu Jubel und Wonne
Im goldenen Strahl der Frühlingssonne.“  Agnes Franz

Franz Salmofer, ein österreichischer Komponist (1900 – 1975) hat in seinem Werk „Heiteres Herbarium“ das Lied „Schlüsselblume“ nach Karl Heinrich Waggerl komponiert.