Arnika

ARNICA MONTANA

Familie Korbblütler, Asteraceae

Das „Bergwohlverleih“ ist umso aromatischer, je höher es wächst. Allerdings ist das Vorkommen der Pflanze nicht auf die Alpen beschränkt. Die Götterpflanze wächst auch noch im Wald- und Mühlviertel auf ungestörten Standorten. Sie schätzt sauren Boden und naturbelassene Wiesen. Da diese immer seltener werden, steht Arnika unter Naturschutz. Finden Seminare und Termine der schamanischen Ausbildung in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ in den Bergen statt, suchen wir den Kontakt mit dieser Wunderpflanze, allein schon um ihre Schönheit zu bewundern und uns zu erinnern, wie unsere kleinen Wunden und Schrammen in unserer Kindheit mit Arnikaschnaps desinfiziert wurden. Im Heilgarten wächst er auf der Kräuterspirale neben Wundklee Salbei Schöllkraut Alant Zittergras Segge Roter Fingerhut Wermut und Frauenmantel die alle nur wenig von der Heilerde vom Kompost des Heilgartens benötigen. Viele Menschen, die Einzelberatung im Ausbildungszentrum in Anspruch nehmen, sind von seinen strahlend gelben Blüten und seiner Energie erfreut und erfrischt.

Durch den großen Gehalt an herzwirksamen Substanzen, Gerbstoffen, Bitterstoffen und ätherischen Ölen ist die Lichtpflanze umfassend wirksam. Sie hat in sich die Kräfte zum Sieg über den Wolf entwickelt und wird im Volksmund auch: „Wolferlein“, „Wolfstöterin“ genannt. Die „Wolfskräfte“ bedrohen in der Sage die Heilwirkungen der Sonne, sie verfinstern das Licht.

Regina Hruska „Im germanischen Mythos im Fenriswolf dargestellt. Eine kurze Geschichte zum Fenriswolf, „Fenrir“: Er ist ein Sohn Lokis, Bruder der Midgardschlange und der Todesgöttin Hel. Odin ist die Prophezeihung der Nornen bekannt, daß Fenrir ihn eines Tages töten wird. Die Asen (Götter) nehmen den Wolf bei sich auf und dieser wird mehrfach gefesselt. Doch in den Ragnarök (Weltuntergang) kann er sich befreien, greift die Asen an und verschlingt den Hauptgott Odin. Er wird selbst von Odins Sohn, Widar getötet. In den Ausbildungen und Fortbildungsseminaren oder bei schamanischen Reisen werden den Teilnehmern Mythologien, soweit es der Rahmen erlaubt, zur Kenntnis gebracht.“ Heute ist der Wolf geschützt, ist eines unserer Ahnentiere, im Schamanismus ein Krafttier.

In vielen Quellen ist zu lesen, dass zur Sommersonnenwende Arnikabüschel in die Ecken der Felder gesteckt wurden, um diese vor dem Getreidedämon, dem Bliwisschnitter zu schützen. Bliwis war ursprünglich kein Dämon, sondern ein Priester, der das Getreide schützte. Er soll mit Arnika das Feld vor dem Kornwolf geschützt haben. Getrockneter Arnika wird auch heute noch verbrannt um herannahende Gewitter zu vertreiben. Ein gehäuftes Vorkommen von Arnika in der Natur warnt den Menschen vor Gefahr. „Steck Arnika an, steck Arnika an, damit sich das Wetter scheiden kann“.

Heilwirkung: In der Volksmedizin galt er als Allheilmittel. Heute wird er vor allem, zur Behandlung von Verletzungen und Unfallfolgen verwendet. Wir wissen heute mehr um seine Allergien auslösenden Inhaltsstoffe.

In den Bergen Österreichs wurde er bei nervösen und galligen Fiebern, bei fäulnishaften Hautausschlägen, bei Lungenentzündungen, bei Milzauftreibungen, bei Stich- und Schnittverletzungen, Blutergüssen, Quetschungen und bei Lähmungserscheinungen die durch mechanische Einwirkungen geschahen gegeben. Dem Arnikatee gab man einige Tropfen vom Sirup des Eibisch dazu.

Rezept: Arnikatinktur (Wundbehandlung): 1 Teil Arnika (kann auch mehr sein), 8 Teile Alkohol. Oder: 100g Blüten in 1/2 Liter Alkohol (70%) ansetzen und luftdicht verschließen. 14 Tage ziehen lassen, abseihen und die Tinktur in dunkle Flaschen füllen.

Einen gleichwertigen Ersatz finden wir in der mexikanischen Arnika: Arnica chamissonis , die sich gut kultivieren lässt.

Auch in der Volksmedizin Mittelamerikas finden wir „Arnika“, „Chaptalia nutans“, der anders aussieht, aber deren traditioneller Einsatz identisch ist mit unserer Arnika.

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