Schöllkraut

CHELIDONIUM MAGUS

Wichtigste Heilpflanze unter den Mohngewächsen, neben dem Mohn (Schlafmohn)

Licht – Luftiges in Auseinandersetzung mit Dunkel – Feuchtem. Das zähe Kraut ist giftig und seit alters her hoch geschätzt.

Die Pflanze bildet kleine schwarze Samenkörner, die an Wald- und Wiesenwegen verschleppt, sich in alten Gemäuern aber auch bei so manchen Ameisenhaufen, wiederfinden.

Die Wurzel des Schöllkrautes hat eine ausgesprochene Beziehung zur Galle und dies seit antiker Zeit. Auch zu Lebererkrankungen und sie wirkt auf die Schilddrüse, dem „Gehirn des Stoffwechsels“, hilft bei Wundleiden, bei Entzündungen und Geschwüren. Anwendung auch bei Psoriasis (Schuppenflechte).

In der Volksmedizin bekanntes Warzenmittel. Die Pflanze enthält in allen wässrigen Teilen in einem einzigartigen System von Zellschläuchen einen gelblich roten Milchsaft, in dem eine Fülle von alkaloidischen Giften gefunden wurde.

Frisches Schöllkraut wurde bei Verbrennungen aufgelegt. Wir rufen zur Vorsicht! Ebenso bei dem alten Mittel den Grauen Star zu heilen. Schöllkraut wurde mehrere Tage lang auf die Augen aufgelegt. Neben dem giftigen Schöllkraut wurden Gallenleiden auch mit den Blättern und Wurzeln des Löwenzahn behandelt und mit den Blättern der Artischoke.

Eine Teilnehmerin der Seminare erzählte uns von den verzweifelten Abtreibungsversuchen in früherer Zeit. Frauen mixten sich einen Saft aus Schöllkraut Rainfarn Sadebaum Weinraute Arsen und Phosphor… dies führte immer wieder zu leidvollen Todesfällen. Das Schöllkraut und die oben erwähnten Pflanzen, wie auch Pfefferoni Meisterwurz Beifuss Petersilie Wacholder und Liebstöckl denen eine abtreibende Wirkung zugeschrieben wird sind Frauen in Schwangerschaften nicht empfohlen!

Alchemistenpflanze, das bekannte coeli donum, das einen Beitrag zur Herstellung des Goldes leisten sollte.

Symbol- und Zauberpflanze der weisen Frauen, die das Teufelsmilchkraut als Dämonen abwehrend nutzten.

Sonnenpflanze, Marspflanze.

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