Rainfarn

TANACETUM VULGARE

Familie: Korbblütengewächs, Asteraceae

Eine ausdauernde auf Schuttplätzen, an Wegrändern und auf lehmig – sandigen Böden wachsende Pflanze. Sie verbreitet  einen starken, strengen, feurigen Duft. Regina Hruska „Der Rainfarn wird bis 1,5 Meter hoch und ist auch in Bauerngärten zu finden“. Insekten, Schmetterling und Bienen sind eifrige Besucher.
Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wächst er neben Beifuss und Wermut Diese Pflanzen benötigen keine Erde vom Kompost des Heilgartens. Er wächst im oberen Teil der Kräuterspirale, wo es trocken und steinig ist. Getrocknet behält die Pflanze noch lange ihren Duft und wenn wir sie zum Trocknen an die Jurtenstange hängen, ist es als ob wir im Kontakt mit dem Ort sind, an dem wir die Pflanze geerntet haben. Sie ist ein ausgezeichnetes Rauchkraut, dessen Geruch kampferartig ist und das bitter schmeckt und das Schamaninnen und Schamanen bei Ritualen gerne verwenden.

In den Schriften des klassischen Altertums ist der Rainfarn nicht zu finden. Unter dem Namen „tanaceum“ findet er sich in den Capitulare der Karolingerzeit und erst bei der Heiligen Hildegard von Bingen wird er mit dem Namen „Reynfarn“ erwähnt. Sie empfiehlt ihn wie Salbei und Gundermann in Kuchen einzubacken, da er die Lebenskraft stärkt und Dämonen fernhält.
Bei den Germanen wurde der Rainfarn als Schutz vor Unholden im Haus verwendet. Im Mittelalter wurden Kinder mit dem Rainfarn abgeräuchert damit kein Gespenst ihnen schaden könne. Oder Kindern wurden unter die Kopfkissen die Zweige der Eberraute gelegt, um böse Anfechtungen, Gespenster und Zauberei abzuwehren. Er findet sich wie die Samen der Sonnenblume im südslawischen Liebeszauber.
Heute noch eine Pflanze in den Kräuterbuschen, die zu Maria Himmelfahrt ( 15. August) gebunden werden. Auch in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ ist der Rainfarn neben Wermut Alant Dost Eberraute und Baldrian als Schutz- und Räucherpflanze bei schamanischen Reisen im Winter und bei so manchen der Seminare Termine und Einzelberatung willkommen.

Heilwirkung Inhaltsstoffe: Ätherische Öle mit hohem Thujon Anteil. Thujon ist ein Nervengift und wirkt abtreibend, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamine. Wegen des hohen Thujon Anteils wurde er als Wurmmittel gegeben. Als Wurmmittel bei Spul- und Fadenwürmer gelten auch die Heilpflanzen Wurmfarn Wermut Kerne vom Kürbis Afrikanische Stachelgurke und Knoblauch Verwendung fand er auch als Lotion bei Krätze und Verdauungsstörungen. Das ätherische Öl, das aus der Pflanze gewonnen wird, kann als Abortivum wirken und Vergiftungserscheinungen können sich zeigen. Keine Selbstmedikation, fragen sie ihren Arzt!
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