Rainfarn

Der Rainfarn benötigt trockene Böden
Tanacetum vulgare, Familie, Korbblütler, Asteraceae

Rainfarn – kraftvolle Räucher- und Schutzpflanze
mit intensiver Wirkung

Rainfarn – Standort, Wachstum und Pflanzencharakter

Der Rainfarn ist eine ausdauernde Pflanze, die auf Schuttplätzen, an Wegrändern und auf
lehmig-sandigen Böden wächst. Rainfarn blüht meist von Juli bis September mit leuchtend gelben Blüten.
Sie verbreitet  einen starken, strengen, feurigen Duft.
Regina Hruska: „Der Rainfarn wird bis 1,5 Meter hoch und ist auch in Bauerngärten zu finden“.
Insekten, Schmetterlinge und Bienen sind eifrige Besucher.

Rainfarn – Wachstum und Pflanzengemeinschaft

Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wächst er neben Beifuss und Wermut
Diese Pflanzen benötigen keine Erde vom Kompost des Heilgartens.
Er wächst im oberen Teil der Kräuterspirale, wo es trocken und steinig ist.

Räucherpflanze und schamanische Anwendung

Getrocknet behält die Pflanze lange ihren Duft.
Ein ausgezeichnetes Rauchkraut dessen Geruch kampferartig ist und das bitter schmeckt.
Manche schamanische Rituale, abgehalten von der Schamanin und Schamanen kommen ohne diese Räucherpflanze nicht aus.
Der Rainfarn gehört zu den klassischen Schutz- und Räucherpflanzen und wird aufgrund seines intensiven Duftes traditionell zur Reinigung und Abwehr verwendet.

Auch in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ ist er neben Wermut, Alant, Dost, Eberraute und Baldrian eine Schutz- und Räucherpflanze bei schamanische Reisen, Seminaren, Terminen und  schamanischen Beratungen. 

Der Rainfarn ist eine Heilpflanze
Wurmkraut im Garten

Historische Überlieferung und Mythologie

In den Schriften des klassischen Altertums ist der Rainfarn
nicht zu finden.
Unter dem Namen „tanaceum“ findet er sich in den Kapitularien
der Karolingerzeit.

Erst bei der Heiligen Hildegard von Bingen wird er mit dem Namen „Reynfarn“ erwähnt.
Sie empfiehlt ihn wie Salbei und Gundermann in Kuchen einzubacken,
da er die Lebenskraft stärkt und Dämonen fernhält.

Rainfarn – Schutzpflanze und Volksglaube

Bei den Germanen galt der Rainfarn als Schutz vor Unholden im Haus.

Im Mittelalter wurden Kinder mit ihm abgeräuchert damit kein Gespenst ihnen schaden könne. Oder Kindern wurden unter die Kopfkissen die Zweige der Eberraute gelegt, um böse Anfechtungen, Gespenster und Zauberei abzuwehren.
Die Wildpflanze findet sich wie die Samen der Sonnenblume im südslawischen Liebeszauber.

Heute noch eine Pflanze in den Kräuterbuschen, zu Maria Himmelfahrt (15. August).

Rainfarn – Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Inhaltsstoffe: Ätherische Öle mit hohem Thujon-Anteil.
Thujon ist ein Nervengift und wirkt abtreibend. Weitere Inhaltsstoffe sind Gerbstoffe, Bitterstoffe, Vitamine. Wegen des hohen Thujon Anteils wurde er als Wurmmittel gegeben.

Anwendung und Risiken

Als Wurmmittel bei Spul- und Fadenwürmer gelten auch die Heilpflanzen Farn, Wermut,
Kerne vom Kürbis, Afrikanische Stachelgurke und Knoblauch.

Verwendung fand die Pflanze auch als Lotion bei Krätze und Verdauungsstörungen.

Das ätherische Öl, das aus der Pflanze gewonnen wird, kann als Abortivum wirken und Vergiftungserscheinungen können sich zeigen.

Keine Selbstmedikation, fragen Sie ihren Arzt!

Selbstversorgung – Rainfarn als kraftvolle, aber anspruchsvolle Wildpflanze

Rainfarn – die intensive Heil- und Räucherpflanze für naturnahe Gärten. Er ist eine robuste Wildpflanze, die sich gut an trockene Standorte anpasst, jedoch aufgrund ihrer starken Inhaltsstoffe mit Vorsicht verwendet werden sollte.

Der Rainfarn zeigt uns als kraftvolle und zugleich giftige Pflanze, wie eng Schutz, Heilwirkung und Vorsicht miteinander verbunden sind und warum ein bewusster Umgang mit Wildpflanzen unerlässlich ist.

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