Eberraute

ARTEMISIA ABROT ANNUM

Familie Korbblütler, Asteraceae

Eine durcharomatisierte Pflanze, die gerne auf lockeren, sandigem Boden wächst. Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ mischen wir die Heilerde vom Kompost mit Sand, wenn wir die Pflanze, die schon jahrelang im Seminarzentrum wächst am Wurzelstock teilen und neu einpflanzen.

Regina Hruska „Die Eberraute begleitet den Menschen schon sehr lange. Die Liederedda berichtet uns vom Wanengott Freyr, dem Bruder der in Folkenwang wohnenden Liebesgöttin Freya. Zu den Totentieren gehörte der Toteneber, der heilige Eber, der Freyr zugerechnet wird. Die Edda hat im Laufe der Geschichte viele Verzerrungen erlebt. Doch bleibt sie uns als eine Beschreibung der feinstofflichen, zeit- und raumlosen Dimensionen erhalten. In den schamanischen Seminare (n) und bei Termine (n) der schamanischen Fortbildungsseminare und in der Einzelberatung für Schamaninnen und Schamanen in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ ist die Auseinandersetzung mit der nordischen Mythologie unumgänglich.“

Die Eberraute gehört zu den „Neunerlei Kräutern“. Je nach Region zählen zu den „Neunerlei Kräutern“ verschiedene Pflanzen, wie Eberraute Königskerze Johanniskraut Schafgarbe Baldrian Kamille Wermut Minze Arnika Frauen gaben seit Jahrhunderten ihre Kräuter in den Kräuterbuschen. Selten war er auf die Zahl Neun beschränkt. Darin fanden sich Spitzwegerich Schachtelhalm Johanniskraut Gundermann Schöllkraut Brennessel Minze Rosmarin Frauenmantel Schafgarbe Lavendel Gilbweiderich Goldrute Beifuss Goldrute Rainfarn Lange Zeit wurden die Kräuter am 15. August in den Kirchen geweiht. Heute weihen ihn viele Frauen mit Quellwasser selbst.

Bei dem altgermanischen Fest zur Sommersonnenwende banden sich die Frauen Beifuss und Eberraute um die Hüfte und warfen die Pflanzen nach ihren Tänzen als Opfergabe ins Feuer. Bei den Germanen und Römern war das Kraut als allerwichtigstes Potenzmittel in Gebrauch. Mit dem Beinamen „Artemisia“ ist sie die Pflanze der griechischen Göttin Artemis, der Schwester des Apollon. Das griechische Wort „artemisia“ bedeutet „Unversehrtheit“. Die Spuren der Artemis als Fruchtbarkeits- und Muttergöttin führen weit in die Geschichte der Menschheit zurück. In der Antike war die Herrscherin der wilden Tiere, Hexe und Zauberin, Schutzgöttin der Jungfrauen und Amazonen.

Österreich: Bei uns heißt die Pflanze auch „Herrgott’shölzl“ und gehört zu den Kräutern, die in den Rauhnächten zum  Räuchern verwendet werden wie Wermut Alant Wasserdost Baldrian Rainfarn Zweige und Harze von Tanne Lärche und Fichte und je nach Region verschieden, noch einiges anderes Kraut. Geräuchert wurde zum Schutz gegen Druden und Hexen, übersetzt heißt dies gegen schädliche Energien. Die Pflanze wurde auch Kindern unters Kopfkissen gelegt wider böse Anfechtungen und Zauberei.

Heilwirkung: Bitterstoffe und ätherisches Öl, das leicht nach Zitrone duftet und das Alkaloid Arotin. Verwendung findet es in der Behandlung von Tbc, Atemnot, Asthma. Als Salbe hilft sie gut bei Frostbeulen. In den Bergen Österreichs wurden bei Frostbeulen, kalten Händen und Füßen eine Teemischung von Gelbholzrinde, Beeren von Weissdorn und Ingwer gekocht und ins Fußbad gegeben oder ein Fußbad mit Salzwasser oder mit der Rinde der Eiche bereitet. Blätter vom Huflattich wurden auf kalte Füße aufgelegt.

In der Küche: Würze von Saucen und Salaten. Mancherorts legt man ein Büschel Eberraute eine Woche lang in Wein und verwendete diesen als ein Liebesmittel.

 

  

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