
Wasserdost – Heilpflanze zwischen Feuchtgebieten,
Wetterzauber und sommerlichen Insektenwelten
Der Wasserdost, das Kunigundenkraut, liebt feuchte, nährstoffreiche Böden sowie Auen, Teich- und Bachufer. Feuchtgebiete und naturnahe Wasserlandschaften zählen zu den artenreichsten
Lebensräumen Europas.
Es blüht den ganzen Sommer über und Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten lieben den Kontakt mit seinen Blüten. Der Wasserdost zählt zu den wichtigen Bienen- und Schmetterlingspflanzen feuchter Naturgärten. Seine zarten Blüten leuchten rosa bis violett und erscheinen in dichten Blütendolden.
Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wächst das bitter und scharf schmeckende Kraut bis zu 50 cm hoch neben Schlangenwurz, Zinnkraut, Schachtelhalm, Sumpfporst, Mädesüß, Sumpfdotterblume, Gilbweiderich und Bachnelkenwurz in der feuchten Heilerde
vom Kompost des Heilgartens.

Feuchte Uferlandschaften und alte Heilpflanzenwege
Es wird angenommen, dass Wasserdost bereits in der Antike zu Heilzwecken bei Vergiftungen, sowie bei Erkrankungen der Leber und Milz verwendet wurde.
Wetterzauber, Naturkräfte und alte Ritualpflanzen
Regina Hruska: „In allen schamanischen Kulturen gab es den Wetterzauber, der Mensch und Natur vor Unheil schützen sollte.“
In Europa wurde im Mittelalter der Wasserdost auch „Wetterkühl“ benannt und war eines der Kräuter für Wetterzauber und schamanische Rituale.
Heute tun wir uns schwer an den Wetterzauber zu glauben. Doch wer das Wetter beherrschte, gewann das Ansehen des Volkes. Heute wissen wir, dass die Energien der Menschheit das Wetter bestimmen.
Wasserdost Wetterpflanze und alte Lichtkräuter
Mithilfe lichtgesättigter Kräutern in schamanischen Ritualen wurden Unwetter vertrieben. „Hartheu (Johanniskraut) und Dill macht`s Gewitter still.“
„Eisenkraut und Hartheu brennt an, dass sich das Gewitter stau“.
Die Pflanze wurde auch „Hirschpflanze“ genannt, da Hirsche sehr feinfühlig auf Wetter waren und sind.
Kunigundenkraut und Gespräche über den Klimawandel
Offen bleibt die Frage, wer heute das Wetter beherrscht oder beherrschen will.
Vieles was mit dem derzeitigen Klimawandel im Zusammenhang steht, wird in manchen der Seminare
oder wenn Menschen Termine und schamanische Einzelsitzung in
„Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und in die „Shamanic Clinic Europe“
in Anspruch nehmen, diskutiert.
Wasserdost Heilwirkung und traditionelle Pflanzenheilkunde
Gesammelt werden die oberirdischen Teile zu Beginn der Blütezeit.
Das Kraut wirkt entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem bei grippalen Infekten – ähnlich wie Minzen, Dost, Kapuzinerkresse, Zitronenmelisse, Schafgarbe, Knoblauch, Holunder und Pappel.
Bei Schnupfen und Heuschnupfen wurde Wasserdost ähnlich wie Augentrost und Holunderblüten verwendet.
Unterstützend bei Hautproblemen wirken Ringelblume, Arnika, Beinwell, Eibisch, Vogelmiere, Malve, Salbei, Schöllkraut, römische Kamille, Thymian, Kohl und Weißdorn.
Wasserdost Heilpflanze Tee und alte Kräuterrezepte
1 TL Wasserdost mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, 10 Minuten ziehen lassen. Keine Langzeitbehandlung und nicht bei Schwangerschaft oder Hautproblemen anwenden.
Mit Honig von heimischen Imkern süßen.
Wasserdost Tinktur
30 g getrocknete Wurzel in 1/2 Liter kochendes Wasser geben.
10 Minuten ziehen lassen.
Wasserdost Auszug
Bei Leber- und Milzproblemen: 2 TL des Krauts in 1/2 Liter kaltem Wasser ansetzen
und 8-10 Stunden ziehen lassen.
Nordamerikanische Arten und alte Heiltraditionen
Der durchwachsene Wasserdost, Eupatorium perfoliatum, ist ein Bewohner Nordamerikas, der sumpfige Gegenden bevorzugt. Ihm werden Heilwirkungen bei Grippe, Rippenfellentzündungen, Lungenentzündungen und Fieber zugeschrieben.
Nordamerikanische Indianer verwendeten Blätter und Blüten als schweißtreibendes Mittel.
Feuchtgebietspflanzen und naturnahe Wasserlandschaften
Zu den typischen Pflanzen und Bäume feuchter Standorte zählen neben Wasserdost auch Iris, Kalmus, Springkraut, Weide, Birke, Esche und Schwarrzerle.
Viele dieser Pflanzen und Bäume bieten Nahrung und Lebensräume für bedrohte einheimische Arten sowie für Insekten, Amphibien, Vögel und zahlreiche Tierarten.
Selbstversorgung und lebendige Wasserbiotope
Naturnahe Teiche, Bachufer und Feuchtwiesen fördern Artenvielfalt und Klimaschutz.
Bäume und Pflanzen helfen dabei, ökologische Gleichgewichte zu stabilisieren und lebendige Wasserlandschaften zu bewahren.
Der Wasserdost verbindet mit seinen leuchtenden Blüten alte Heiltraditionen, lebendige Feuchtgebiete und die stille Kraft naturnaher Wasserlandschaften.
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