Augentrost

EUPHRASIA ROSTKOVIANA

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Familie Sommerwurzgewächse, Orobanchaceae

Diese kleine Pflanze hat gegenständige Blätter und zurückgeschlagene Ränder der Oberlippe. Die weiß – bläuliche Oberlippe zeigt 6 und die Unterlippe 9 violette Linien, außerdem einen gelben Saftmalfleck. Es ist einjährig, wächst auf Wiesen und Waldplätzen und blüht von Mai bis zum Herbst. Es gibt zahlreiche Unterarten, Abarten und Formen. Es gibt bis zu 450 Arten, darunter ist auch der Gamander (Teucerium) und Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) Die Signatur des Auges ist auf der Pflanze durch dunkle Striche an der Blütenunterseite (Pupille) erkennbar. Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wächst er auf der Wiese neben Ackerglockenblume Waldmeister Nesselblättrige Glockenblume Vergissmeinicht Margerite Primel Lungenkraut Gundermann Hahnenfuß Taubennessel Veilchen Salomonsiegel Maiglöckchen Gänseblümchen und Hirtentäschl Sein Anblick fördert Freude und Frohsinn und davon profitieren Teilnehmer der Seminare und Menschen, die im Seminarzentrum Termine und Einzelberatung in Anspruch nehmen.

    Veronica chamaedrys

Die kleinen Pflanzen werden wie andere Arten der Sommerwurzgewächse durch den Kontakt mit Bienen, Fliegen und Nachtfaltern bestäubt.

   

Augentrost wird auch Weidedieb, Wiesenwolf, Milchdieb und Donnerkräutchen genannt. Eine „Schmarotzerpflanze“. Sie strebt mit den Gräsern ans Licht und an die Luft. Sie entzieht, vor allem den Gräsern Mineralsalze und vermindert dadurch den Grasertrag. Hirten gaben ihr den Namen „Milchdieb“. Man glaubte in gewissen Regionen auch, dass dort, wo Augentrost gepflückt wurde, der Blitz einschlägt.

In der Antike und den späteren Jahrhunderten findet man keine Erwähnung dieser Pflanze. Erst 1485 scheint sie in „Liber de arte distillandi“ („Garten der Gesundheit“) auf, jedoch nicht mit der späteren Heilwirkung. Diese wird erst von dem Italiener Mattioli in seinem „Kreuterbuch“ 1586 erwähnt.

Heilwirkungen: Gesammelt und getrocknet werden die oberirdischen Teile der Pflanze. Diese enthalten Glykoside, Gerbstoffe, Harze, ätherisches Öl. Der Augentrost ist ein sehr gutes Mittel bei allen Schleimhautproblemen. Innerlich angewendet wirkt er bei Katarrh, bei Schnupfen und Nebenhölenentzündungen, bei der auch ein Aufguss aus Eibisch und Goldrute hilfreich wirkt. Augentrost ist gut kombinierbar mit Goldrute und Hollunder Gegeben wird er auch bei Kopfschmerzen, wie die Heilpflanzen Gundermann Kamille Lavendel Blüten vom Hollunder Dost Minze Rainfarn Rosmarin Thymian Wermut Zitronenmelisse

Nach den Grundsatz „simila similibus“ wurde und wird die Pflanze bei Augenkrankheiten verwendet. Bei Entzündungen der das Auge umgebende Hüllen, Bindehautentzündungen, Konjunktivitis. Traditionell wurde ein Tee zubereitet. In einen halben Liter kochendes Wasser wurde ein Eßlöffel von dem Kraut gegeben. Nach dem Abkühlen wurde der Tee für Umschläge und Kompressen verwendet.

In den Bergen Österreichs trank man den Augentrosttee bei Magenbeschwerden. Augenwasser wurde zubereitet aus 60 Gramm Augentrost, 60 Gramm Wasser der Rose 4 Gramm fein gepulverte Aloe und 25 Gramm Bleizucker. Dies wurde gut durchgeschüttelt und mehrmals täglich in die Augen getropft. Diese Tinctur wurde bei sehr kranken Augen auch innerlich eingenommen, da sie das Blut verbessert, die Verdauung anregt und die Magensäfte stärkt.

Regina Hruska Bäuerinnen, Wenderinnen und Heilerinnen hatten immer einen Kräutervorrat bereit. Ich möchte hier nur einige wenige Heilpflanzen aufzählen. Es waren dies die Heilpflanzen Blüten der Primel Linde Hollunder Kamille Schafgarbe Johanniskraut Ehrenpreis Tausendgüldenkraut Heidelbeere Himbeere Wurzel und Blätter vom Löwenzahn Klee Immergrün Spitzwegerich Breitwegerich Kastanien von der Kastanie Eicheln von der Eiche Kerne vom Kürbis Kalmus Alant Eibisch Mistel Weissdorn Schöllkraut

 

 

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