Sadebaum

JUNIPERUS SABINA L.

Familie Zypressengewächse, Cupressaceae

Zypressengewächse zeichnen sich dadurch aus, dass die nadel- oder schuppenförmigen Blätter, sowie auch die Schuppen der kleinen Zapfen gegenständig oder in kleinen Quirlen stehen. Zu ihnen gehören der amerikanische Lebensbaum Thuja occidentalis, der östliche Lebensbaum Thuja orientalis, die immergrüne Zypresse Cupresus sempervirens, ein Charakterbaum der Mittelmeergebiete. Auch unser Wacholder Juniperus communis und der giftige Sadebaum, Juniperus sabina zählen zu den Zypressengewächsen.

Der Sadebaum ist dem Wacholder ähnlich und wird im Volksmund auch „Stinkwacholder“ genannt.

Der kulturgeschichtlich sehr alte Baum war ein Baum der Göttin Artemis und ein „Hexenbaum“. Seit der Antike werden seine Zweigspitzen und Triebe zur Abtreibung verwendet. Vorsicht: sehr giftig!

Im Zuge der Christianisierung wurde der Baum verteufelt („Kindmord“, „Jungfernpalme“), der Anbau weitgehend verboten, doch war er noch in den „Capitulare“ Karl des Großen zu finden.

Regina Hruska „Die sogenannten „Abtreiberpflanzen“ waren in der Volksmedizin immer ein sehr kritischer Bereich. Frauen wandten sich in ihrer Verzweiflung zu den sogenannten „Engelmacherinnen“, wo ein künstlicher Abortus entweder chemisch oder mechanisch herbeigeführt wurde. In vielen Fällen starben die Frauen an Entzündungen der Gebärmutter, Bauchfellentzündung, Blutvergiftung und Blutungen. Zu den chemischen Abtreibungsmitteln gehörten Mutterkorn Rainfarn Krokus (Safran) und Aufgüsse aus den frischen Zweigen des Sadebaumes. Ein weiteres Abtreibungsmittel waren der Tee vom Rosmarin der auch als Zusatz zum Badewasser empfohlen wurde. Auch das Maiglöckchen Wermut und Arsenik wurden als Aborativum gegeben.“

Zur Anregung und Ausleitung im Genitalbereich wurden Frauen traditionell Raute Beifuss Liebstöckl Petersilie Rainfarn Weinraute Poleiminze und Sadebaum verabreicht.

Die Spitzen des Sadebaumes waren eine Räucherzutat in den Opferritualen der Römer wie Salbei Thymian Lorbeer Eisenkraut Auch in der Mongolei war er in einigen Gebieten ein wichtiger Räucherbaum. Der Rauch wurde dort bei der Tranceinduktion inhaliert, das ist in den Ritualen und Zeremonien unserer Seminare und bei Termine (n) der Fortbildungsseminare und in der Einzelberatung nicht erlaubt! Auch nicht den Menschen, die über unterschiedliche Kontakt (e) „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ aufsuchen.

Im Heilgarten wächst ein Sadebaum

 

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