Weinraute

RUTA GRAVEALENS

Familie Rautengewächse, Rutaceae

Von den Rautengewächsen sind 150 Gattungen und etwa 1600 Arten bekannt. Rautengewächse lieben die Wärme. Die Weinraute stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, wird bis zu einem Meter hoch, ist ein blühender Strauch mit Kapselfrüchten. Verwildert findet man sie in den Weinbergen und auf steinigen Hügeln. Sie liebt steinigen Untergrund und wächst im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ auf der Kräuterspirale neben Beifuss Frauenmantel Salbei Zittergras Segge Ackerglockenblume Johanniskraut und verträgt sich mit Sonnenblume Ziest und Alant Das Rautengewächs benötigt nur sehr wenig Heilerde vom Kompost des Heilgartens. Ihr Duft ähnelt dem von nassem Holz. Die Feuerkräfte in der Pflanze können bei empfindlichen Menschen Hautausschläge verursachen. Regina Hruska warnt aus diesem Grund in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ Teilnehmer der Seminare und Menschen, die im Seminarzentrum Termine und Einzelberatung in Anspruch nehmen vor dem körperlichen Kontakt mit der Pflanze.

Sie wurde gegen bösen Zauber und gegen den bösen Blick verwendet, indem man ihre Zweige in Weihwasser tauchte, und scheinbar verhexte Menschen damit besprengte. Die Samen streute man unter Verfluchten aus. Um die Zauberkraft der Pflanze zu erhalten, musste sie gestohlen werden.

Als Heilpflanze im Altertum und im Mittelalter bei Augen- und Ohrenleiden genutzt. Sie ist in allen Kräuterbüchern des 16. und 17. Jahrhunderts zu finden. Benützt wurde sie als im 17. Jahrhundert die Pest gewütet hat. Sie war im „Essig der vier Räuber“ enthalten, wie Salbei Thymian Lavendel Rosmarin und Knoblauch Diese Räuber raubten die Häuser der Pestkranken aus, ohne sich anzustecken. Die Raute fand sich auch im Brautstrauß, gemeinsam mit Lavendel Rosmarin und Thymian und wurde Verstorbenen als Grabbeigabe mitgegeben, deshalb hieß sie in Österreich auch Totenkraut.

Frauenpflanze: Die Weinraute half Frauen bei krampfartigen Menstruationsbeschwerden, dämpfte die sexuelle Lust der Männer und wirkte aborativ. Deshalb wurde sie auch „Dirnenpflanze“, Abtreibungspflanze genannt. Hildgard von Bingen (1098 -1117) schreibt: „… unterdrückt die unrechte Hitze des Blutes“ und wurde deshalb auch in den Klostergärten für den eigenen Gebrauch angebaut. Die Wegraute stand im Ruf die Sehkräfte zu stärken und stand bei Dichtern, Malern und Studierenden in hohem Ansehen.

Heilwirkungen: Ätherisches Öl und verschiedene Alkaloide in den Blättern und in der Wurzel. Traditionell wird sie bei Kopfschmerzen, wie die Heilpflanzen Baldrian Gundermann Thymian Rosmarin Minze Mädesüß Zitronenmelisse Dost Lavendel Kamille Blüten vom Hollunder Rainfarn und bei Nervosität, wie die Heilkräuter Herzgespann Johanniskraut Hopfen Kuhschelle Kamille Schneeball Blüten der Linde Mistel Thymian gegeben. Der Tee der Weinraute hilft bei Verdauungsstörungen, Appetitlosigkeit, Koliken, Schwindel und rheumatischen Beschwerden.

Würzpflanze. Verwendung der Würze bei dem Tresterschnaps Grappa della Ruta, früher wurde sie dem Wein beigegeben, um diesen zu würzen und haltbarer zu machen.

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