
Berberitze – Hecke der Zugehörigkeit in einer Zeit
des Wandels
Berberitze und die gegenwärtige Zeit
Die Berberitze als hitzeresistente Heckenpflanze zeigt uns verborgene Pfade, die in die Biosphäre der Erde führen. Dort erleben wir wechselseitige Ergänzungen und Unterstützungen. Alles lebt in sichtbaren und unsichtbaren Gemeinschaften.
Diese Ganzheit wird in allen Kulturen als das Heilige angesehen, und Heilung entsteht aus der Verbundenheit mit dem Ganzen. Diese Einheit wird nicht zuletzt durch die Überschreitungen planetarischer Belastungsgrenzen bedroht. Wir erleben Veränderungen und Umbrüche, die so radikal sind wie die Klimakatastrophe selbst.
Als die Berberitze von Afrika nach Europa wanderte, hatten die Menschen noch Zugang zum symbolischen Reich, zu den Rhythmen der Erde, den Jahreszeiten sowie zu Planeten und Sternen.
Heute ist es nicht einfach, hinter diese Nebel zu schauen, obwohl sie nach wie vor in unserer Psyche und unserer Seele wirken.
Regina Hruska: „Ich glaube, es ist wichtig, sich wieder zu erinnern, was unveränderlich ist, und die Fasern der Schöpfung zu einem neuen Muster zu weben. Dazu bedarf es Orte der Zugehörigkeit, die wie eine schützende Hecke Raum geben für Transformation, Heilung und Zukünftiges.“

Berberitze als hitzeresistente
Heckenpflanze Europas
Die Berberitze ist ein dornenreicher Strauch, der in Hecken, an Waldrändern und in lichten Gebüschen wächst. Die Wurzeln des Sauerdorns reichen tief in die Erde, während er gleichzeitig Wurzelausläufer bildet.
Der Wildstrauch ist eine robuste Pflanze, die sich gut an unterschiedliche Standorte anpasst.
Sie wächst häufig in sonnigen bis halbschattigen Lagen und bildet dichte, schützende Hecken.
Hecken haben in Europa eine sehr lange Tradition.
Sie dienten nicht nur dem Schutz von Mensch und Tier, sondern waren auch Nahrungs- und Futterquelle.
Im Frühling zeigt die Berberitze eine reiche Fülle an sechssternigen Blüten, die Bienen und Insekten anziehen. Im Herbst reifen daraus leuchtend rote, längliche Beeren.
Der Dornenstrauch – der sparrige Sauerdorn – ist ein zäher, schnellwüchsiger und zugleich schöner Strauch. Die dichten Zweige bieten Schutz für Vögel und Kleintiere. Ihre Früchte dienen vielen Tierarten als Nahrung.

Die Dreizahl der Dornen – Schutz und Wandlung
Der Berberitzenstrauch wurde seit jeher als Schutzpflanze gesehen. Durch ihre Dornen galt sie als natürliche Abwehr gegen äußere Einflüsse.
Die Dornen wachsen in Dreiergruppen. Die „Heilige Drei“ war und ist – und wird auch in der kommenden Ära – ebenso wie einst bei Eingeweihten vergangener Epochen, im traditionellen Schamanismus und in den spirituellen Wissenschaften von Bedeutung bleiben. Die Dreizahl galt in vielen Traditionen als Ausdruck von Ordnung, Verbundenheit und Wandlung.

Sauerdorn im Heilgarten
Werden die Beeren vor dem ersten Reif nicht geerntet, fallen sie im Heilgarten in die Heilerde vom Kompost und wurzeln rasch an.
Der zähe, dornige Sauerdorn liebt trockene, sonnige und steinige Standorte. Wir finden ihn auf Hügeln und Hängen bis zur Waldgrenze hinauf.
Regina Hruska: „Ich denke, es gibt zwei Arten von gutem Leben. Eines, das uns Magazine und Medien vermitteln. Und eines, das uns in Kontakt bringt mit Himmel und Erde, uns an diese anbindet und uns in eine tiefe Übereinstimmung mit der Natur bringt. Diese Bereitschaft ist wesentlich in den Seminaren, bei Terminen und schamanischen Behandlungen im Schamanenzentrum Wien.“
Berberitze – Heilkraft und traditionelle Anwendung
Verwendet werden die Rinde der Wurzel und der Stängel.
Sie enthalten Alkaloide und verschiedene Säuren.
Berberis vulgaris wirkt gallenflussfördernd, brechreizlindernd und verdauungsfördernd. Traditionell wurde die Berberitze bei Leber- und Gallenbeschwerden sowie zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt.
Auch bei Schwäche- und Erschöpfungszuständen wurde sie in der Volksheilkunde geschätzt.
Die säuerlichen Früchte können mit Honig heimischer Imker verfeinert werden.
Die Berberitze findet auch in der Homöopathie Anwendung. Berberis wird traditionell unter anderem bei Beschwerden des Urogenitaltraktes eingesetzt.
Bei Schwangerschaft sollte die Berberitze – wie auch Eberraute, Rainfarn, Salbei, Wacholder, Wermut und Farn – nicht verwendet werden.

Berberitze und Selbstversorgung
Die Berberitze kann in der Selbstversorgung vor allem über ihre Früchte genutzt werden. Die reifen Beeren lassen sich zu Mus, Saft oder getrocknet verarbeiten.
In kleinen Mengen verleihen sie Speisen eine angenehm säuerliche Note. Im Garten wird die Berberitze zudem gerne als dichte, schützende Heckenpflanze eingesetzt.
Hecken der Zugehörigkeit
Berberitze, Weißdorn, Schlehdorn, Feuerdorn, Liguster und Rote Heckenkirsche gehören zu den wertvollen Heckensträuchern Europas. Sie schaffen Lebensräume, bieten Nahrung und Schutz und stärken die Widerstandskraft unserer Landschaften.
Die Berberitze erinnert daran, dass Zugehörigkeit nicht Enge bedeutet. Wie eine schützende Hecke kann sie Raum geben für Verbundenheit, Heilung und die Hoffnung auf Zukünftiges.
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