
Rote Rübe – kraftvolle Wurzel zwischen Nahrung
und Heilpflanze
Rote Rübe – wo sie wächst und mit wem sie sich verträgt
Die Rote Rübe begleitet den Menschen als gesundes Lebensmittel schon sehr lange.
Die zweijährige Rotmöhre liebt im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“
den Halbschatten. Sie bevorzugt leicht salzigen Boden. Wir streuen ein wenig Salz in die Kompsterde.
Randen, so wird sie in der Schweiz genannt, bevorzugt die Nachbarschaft von Rettich, Salat, Bohnen und Kohl.
Nicht angenehm sind ihr Ceylonspinat, Karotten, Baumspinat, Malaberspinat, Mangold und Kartoffel.
Rote Rübe – Herkunft und frühe Nutzung
Der Urahn unserer heutigen roten Rübe war die Seerübe oder Seemangold (Beta Maritima), die uns seit prähistorischer Zeit zum Beispiel an den Küsten Nord-Europas begleitet.
Diese Pflanzen sind heute für Forschungen interessant. Durch viele Züchtungen sind wesentliche Gen-Informationen verloren gegangen.
Archäologische Funde von Samen, Blättern und Wurzeln fanden sich in Europa, im Nahen Osten und Ägypten. Kultiviert wurde sie bereits um 8000 vor Christus in Mesopotamien.

Rote Rübe – Verwendung in Ägypten
Sie wurde neben Gerste und Weizen angebaut.
Der Rübensaft wurde in alexandrinischen Schriften empfohlen. Wir wissen heute, dass die alkalische Asche aus der Pflanze zum Reinigen von Metallgegenständen gebraucht wurde.
Im Talmud und in der Antike
Der Talmud berichtet von ihrem Anbau in Babylonien und Palästina. Die Ahnen der damaligen Zeit verwendeten die Heilrübe bei Verdauungsstörungen und zur Stärkung von Herz und Augen.
Griechische Heilkundige verordneten Rüben bei Verdauungsproblemen und Infektionen.
Sie verwendeten die Samen als Entgiftungsmittel.
Rüben sollten laut Pseudo – Demokritus im 1. Jahrhundert bei magischen Ritualen und als Opfergaben im Tempel zu Delphi gegeben worden sein.
Sie galten so kostbar wie Silber. Der Pharmakologe Pedanios Dioscurides (40 – 90) empfiehlt sie
in seiner Schrift „Materia Medica“ zur Reinigung des Kopfes.
Der Saft sollte mit Honig in die Nase fließen – er empfahl diese Prozedur bei Ohrenschmerzen.
Rote Rübe im antiken Rom
Die Römer nutzten sie bereits medizinisch und kulinarisch.
Sie verwendeten die schwarze Rübe als Vorgängerin der heutigen Roten Rübe. In Pompeji finden sich Ritzungen, wo sie gemeinsam mit Schwein, Salz, Minzen und Kohl aufscheint.
Auch in arabischen Schriften wird sie in landwirtschaftlichen und medizinischen Schriften erwähnt.
Heilkunde im Mittelalter
Sie wird zur Behandlung von Schwäche, Verdauungsproblemen und Infektionen erwähnt.
In Zeiten der Pest galten Rüben und Mangold als kühlende Arznei.
Auf Basis der Signaturlehre wurde die rote Rübe mit Blut in Verbindung gebracht.
Paracelsus (1493 – 1541) verwies auf die kräftigende Wirkung der Blätter als Badezusatz.
Einer nordischen Sagengestalt (Kvasir) zu Ehren tranken bei Ritualen nordische und slawische Völker vergorenen Rübensaft.

Heilwirkung heute
Die Blätter sind reich an Zucker, den die Pflanze in ihre Knolle einlagert.
Die Knolle enthält zahlreiche Saponine, Aminosäuren, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Die Anzahl der Heilstoffe aufzuzählen würde den Rahmen hier sprengen.
Da der Mond stark auf die Rübe einwirkt, wird sie vor allem in der Ernährung von Kindern verwendet.
Sie wird bei Wurmbefall oder bei Kleinwuchs gegeben.
Rote Rübe Wirkung
In der Naturheilkunde wird sie bei Herzerkrankungen, Verdauungsproblemen, Sodbrennen, Ausfluss, schlecht heilende Wunden, Geschwüre, Tumore, Migräne und Cellulitis eingesetzt.. Sie hat eine positive Wirkung bei allen Herz- Kreislauf- und Gefäßerkrankungen.
In den Bergen Österreichs war die rote Rübe ein Hausmittel gegen Krebs.
Roh oder gekocht gegessen, oft mit ein wenig Öl vom Kürbis oder Weizenöl wurde dir Rote Rübe traditionell verwendet. Den roten Rübensaft (Rohnensaft) gab man als Heilmittel bei Fieber.
Rote Rübe im Gartenraum
Schamaninnen und Schamanen in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und in der
„Shamanic Clinic Europe“ empfehlen die Heilspeisen.
Auch in der Ausbildung „Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“ in der schamanischen Ausbildung und gegebenenfalls in schamanischen Behandlungen wird sie theamtisiert.
Rote Rübe – Erntezeit und Lagerung
Unsere heimischen Bio-Demeter- und Kleinbauern ernten die roten Knollen von Juni bis November.
Eine sehr gute Lagerungstemperatur ist plus 3 Grad, im Freien verträgt sie bis minus 3 Grad.
Selbstversorgung – Rote Rübe als nährstoffreiche Wurzelpflanze
Rote Rübe – das robuste Gemüse für gesunde Selbstversorgung und naturnahe Gärten. Die Rote Rübe ist eine vielseitige und pflegeleichte Pflanze, die sich gut im eigenen Garten anbauen lässt und über einen langen Zeitraum geerntet werden kann.
Durch ihre wertvollen Inhaltsstoffe und ihre vielfältige Verwendung in der Küche ist sie eine wichtige Pflanze für eine bewusste und gesunde Selbstversorgung.
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