
Salomonsiegel – geheimnisvolle Waldpflanze zwischen
Weisheit und Heilkraft
Das Salomonsiegel hat viele Namen, wie duftender Weißwurz, wohlriechender Weißwurz,
Mariensiegel und zahlreiche andere Namen folgen ihm.
Im Frühjahr treiben die gebogenen Sprosse aus dem Waldboden hervor. Die gebogenen Triebe erinnern an alte Zeichen und natürliche Pflanzenrhythmen. Im Herbst bildet das Mariensiegel dunkle giftige Beeren aus.
Salomonsiegel Standort – Schattenpflanze zwischen Bäumen und Moosen
Diese durchlichtete Pflanze wächst im Heilgarten neben Eiche, Buche, Kiefer und Haselstrauch.
Sie ist eine Schattenpflanze und giftig wie das Maiglöckchen.
Die rhythmisch angeordneten Blüten senken sich schwer zur Erde, während sich seine Blätter
zum Himmel strecken.
Blüten zwischen Wald und Heilgarten
Die Bienen des Heilgartens besuchen sie gerne, auch Hummeln und Schmetterlinge,
welche die Pflanze bestäuben.
Es braucht keinen Kompost, es ist zufrieden mit den Gaben der Bäume und Moose.

Zwischen König Salomon und
alten Weisheitswegen
Regina Hruska: „Unsere Ahnen schnitzen aus seiner Wurzel Ringe und folgten damit den Spuren des biblischen Königs Salomon.“
Ab dem 10. Jahrhundert vor Christus finden sich zahlreiche Berichte über diesen König der Weisheit.
Zum Beispiel im Alten Testament, den Apokryphen und den gnostischen Schriften.
Der Ursprung seiner Weisheit galt als göttlich.
König Salomon herrschte auch über alle Gewächse und Tiere, kannte die Medizinpflanzen, bezog Kräfte aus Zauberpflanzen. Er beherrschte die Kräfte der Wurzeln und jene der Geister.
Sein Ring schützte ihn vor Dämonen, wie zum Beispiel vor der Dämonin Lilith, der Königin von Saba (Buch Hiob) und anderer Wüstendämonen.
Er zwang sie, den Tempel von Jerusalem zu erbauen.

Gerne erzähle ich darüber in der Ausbildung
Spirituelles Heilen – Heilschamanismus und in der schamanischen Ausbildung. In Seminare, Termine und wenn Interesse besteht auch in der schamanischen Beratung.
Salomonsiegel Heilpflanze – alte Wurzelkraft der Volksmedizin
Die Pflanze bildet Glykoside, blutzuckersenkende Glykokinine.
Die Wurzel ist schleimreich und die Heilstoffe sind in ihr gebündelt.
Aus der Wurzel der Pflanze werden Tinkturen hergestellt. Sie dienen dem Wohlbefinden und lindern Muskelschmerzen. Heilwirkung bei Blutergüssen, Schwäche der Muskulatur, Schwellungen.
Die Pflanze galt seit Jahrhunderten als Heilpflanze.
Die noch erhaltenen Quellen darüber finden sich bei Dioskurides (1. Jhdt.), Plinius (23 – 79) und bei Galenos von Pergamon (131 – 216).
Salomonsiegel und Pflanzen der Waldgärten
Zu den typischen Pflanzen schattiger Waldgärten zählen neben Salomonsiegel auch Lungenkraut, Maiglöckchen, Farn, Waldmeister und Buschwindröschen.
Viele dieser Pflanzen lieben humusreiche Böden, Schatten und die Nähe großer Bäume wie Buche, Hasel oder Eiche. Waldpflanzen schaffen stille und geschützte Lebensräume für Insekten, Moose und kleine Tiere. Die besondere Atmosphäre von Waldgärten verbindet Ruhe, Feuchtigkeit und alte Pflanzenkraft miteinander.
Das Salomonsiegel erinnert uns als alte Mythologie- und Heilpflanze daran, wie eng Pflanzenwissen, Weisheit und die geheimnisvollen Kräfte der Natur miteinander verbunden sind.


