Waldmeister

ASPERSULA ODORATA, GALIUM ODORATUM L.

Familie: Rötegewächse, Rbiaceae

„Heil dir, du heiliges Kraut! Hilf zu unserem Gesunden!“

Diese außerordentliche Pflanze, blüht im Frühling auf schattigen, feuchten Plätzen

und war in Gallien der Göttin Freya geweiht.

Bis heute eine wichtige Pflanze bei schamanischen Reisen, bei Ritualen zu Beginn des Sommers für die Teilnehmer der Seminare

Sein Duft (Cumarinhältig) und seine Wirkkraft verstärkt sich außerordentlich beim „Anwelken“.

Der Waldmeister gehört zu den „Bettstrohkräutern“.

Die Pflanzen wurden/werden den Frauen nach der Geburt ins Bett gelegt. „Unser Frauen Bettstroh“.

Bei den Germanen waren dies neun heilige Kräuter; Thymian Dost Mariengras Klee Gundermann Kamille Schafgarbe Beifuss Thymian Johanniskraut Quendel und einige mehr.

Waldmeister wurde als Tabak – Ersatz geraucht und der Maitrunk zu den „Kreuz – Viertel – Tagen“ getrunken.

Waldmeisterbowle: Das Kräutlein, leicht angewelkt, mit Zucker und Zitrone in Sekt einlegen.  

Oder: 1 Handvoll Waldmeister in Wein einlegen, 1/2 Stunde (sonst wird er bitter!) ziehen lassen, eventuell mit Honig süßen.

Die Bowle wurde um 800 von einem Benediktinermönch „entdeckt“. Er empfahl sie zur Herz- und Leberstärkung. Wer zuviel davon erwischt, hört die Waldgeister singen.

 Heilwirkungen: herzstärkend, beruhigend. Bei: Leberstauungen, Darmstörungen, krampfartigen Zuständen, Schlaflosigkeit.

Waldmeisterwein: Eine Handvoll Waldmeister in guten Wein einlegen und eine halbe Stunde zugedeckt ziehen lassen.

Tee: Erdbeere Himbeere Brombeere Weissdorn Rose (Heckenrose) und die Blätter vom Ehrenpreis

trocknen und daraus den Tee zubreiten, schmeckt gut und stärkt die Nerven.  

Tee: 1 TL angetrocknetes Kraut mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, kurz ziehen lassen, abseihen, mit Honig süßen und vor dem Schlafengehen trinken.

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