Waldmeister

ASPERSULA ODORATA, GALIUM ODORATUM L.

Familie Rötegewächse, Rbiaceae

Diese Staude bewohnt schattige Plätze und Haine und fühlt sich besonders unter dem weichen Kompost der Buche wohl. Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wird sie von Regina Hruska auch neben Haselstrauch und Hollunder gefunden. In ihrer Gesellschft findet sich Labkraut Maiglöckchen Salomonsiegel Veilchen Aronstab Buschwindröschen Knoblauchrauke Spitzwegerich Ackerglockenblume Breitwegerich Nesselblättrige Glockenblume

„Heil dir, du heiliges Kraut! Hilf zu unserem Gesunden!“ Diese außerordentliche Pflanze, war in Gallien der Liebesgöttin Freya geweiht, der viele Liebesabenteuer vorgeworfen wurden, unter anderem ihr Verhältnis zu ihrem Bruder, dem nordischen Liebesgott Freyr. Bis heute eine wichtige Räucherpflanze bei schamanischen Reisen, bei Ritualen zu Beginn des Sommers. Die Pflanze duftet beim Anwelken, sie ist cumarinhältig.

Der Waldmeister gehört zu den „Bettstrohkräutern“. Die Pflanzen wurden/werden den Frauen nach der Geburt ins Bett gelegt. „Unser Frauen Bettstroh“. Bei den Germanen waren dies neun heilige Kräuter; Thymian Dost Mariengras Klee Gundermann Kamille Schafgarbe Beifuss Thymian Johanniskraut Quendel

Waldmeister wurde als Tabakersatz geraucht und der Maitrunk zu den „Kreuz – Viertel – Tagen“ getrunken. Waldmeisterbowle: Das Kräutlein, leicht angewelkt, mit Zucker und Zitrone in Sekt einlegen. Oder: 1 Handvoll Waldmeister in Wein einlegen, 1/2 Stunde (sonst wird er bitter!) ziehen lassen, eventuell mit Honig süßen. Die Bowle wurde um 800 von einem Benediktinermönch „entdeckt“. Er empfahl sie zur Herz- und Leberstärkung. Wer zuviel davon erwischt, hört die Waldgeister singen.

Heilwirkungen: herzstärkend und beruhigend. Verwendet wurde die Pflanze bei Leberstauungen, Darmstörungen, krampfartigen Zuständen und bei Schlaflosigkeit. Waldmeisterwein: Eine Handvoll Waldmeister in guten Wein einlegen und eine halbe Stunde zugedeckt ziehen lassen.Tee: Erdbeere Himbeere Brombeere Weissdorn Rose (Heckenrose) und die Blätter vom Ehrenpreis trocknen und daraus den Tee zubreiten, schmeckt gut und stärkt die Nerven.  Tee: 1 TL angetrocknetes Kraut mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, kurz ziehen lassen, abseihen, mit Honig süßen und vor dem Schlafengehen trinken.

 

 

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