Waldmeister

Der Waldmeister ist eine Frühlingspflanze
Galium odoratum, Familie, Rötegewächse, Rubiaceae

Waldmeister – duftende Herzpflanze zwischen
Mythologie, Maitrunk und Heilkräutern

Waldmeister, das wohlriechende Labkraut, bewohnt schattige Plätze und Haine.

Maikraut zwischen Buche, Holunder und Schattenplätzen

Der Waldmeister fühlt sich besonders unter dem weichen Kompost der Buche wohl. Dort entfaltet das duftende Maikraut seine typische Wuchsform und breitet sich teppichartig aus.
Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wird er von Regina Hruska auch neben Haselstrauch und Holunder gefunden.
In seiner Gesellschaft findet sich Labkraut, Maiglöckchen, Salomonsiegel, Veilchen, Aronstab, Buschwindröschen, Knoblauchsrauke, Spitzwegerich, Breitwegerich und Glockenblume.
Auch die Bienen im Schamanenzentrum Wien naschen an den kleinen
weißen Blüten der Pflanze.

Maikraut

Wohlriechendes Labkraut und
germanische Mythologie

„Heil dir, du heiliges Kraut! Hilf zu unserem Gesunden!“
D
iese außerordentliche Pflanze war in Gallien der Liebesgöttin Freya geweiht,
der viele Liebesabenteuer vorgeworfen wurden,
unter anderem ihr Verhältnis zu ihrem Bruder, dem nordischen Liebesgott Freyr.

Waldmeister Räuchern Wirkung und schamanische Rituale

Bis heute eine wichtige Räucherpflanze bei schamanischen Reisen und bei schamanischen Ritualen.
Wir verwenden das Rauchkraut auch in der Ausbildung „Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“ und
in der schamanischen Ausbildung
. Die Pflanze duftet beim Anwelken, sie ist enthält Cumarin.

Bettstrohkräuter und alte Frauenrituale

Die Herzpflanze gehört zu den „Bettstrohkräutern“. Diese Pflanzen wurden/werden den Frauen nach der Geburt ins Bett gelegt – „Unser Frauen Bettstroh“.
B
ei den Germanen waren dies neun heilige Kräuter. Thymian, Dost, Mariengras, Klee, Gundermann, Kamille, Schafgarbe, Beifuss, Johanniskraut und Quendel.

Waldmeister mit kleinen weißen Blüten im Frühlingswald

Waldmeister Blütezeit und alte Frühlingsgetränke

Waldmeister wurde als Tabakersatz geraucht und der Maitrunk zu den „Kreuz–Viertel-Tagen“ getrunken.

Waldmeisterbowle und Maitrunk
Das Kräutlein, leicht angewelkt und mit Zucker und Zitrone in Sekt einlegen.

Oder: 1 Handvoll Maikraut in Wein einlegen und eine halbe Stunde ziehen lassen.
Eventuell mit Honig süßen.

Die Bowle wurde um 800 von einem Benediktinermönch „entdeckt“. Er empfahl sie zur Herz- und Leberstärkung. Wer zu viel davon erwischt, hört die Waldgeister singen.

Maikraut zwischen Veilchen und Buschwindröschen im Heilgarten

Waldmeister Getränk und traditionelle Kräuterrezepte

Herzstärkend und beruhigend.
Verwendet wurde die Pflanze bei Leberstauungen, Darmstörungen, krampfartigen Zuständen
und bei Schlaflosigkeit.

Waldmeisterwein
Eine Handvoll Maikraut in guten Wein einlegen und eine halbe Stunde zugedeckt ziehen lassen.

Waldmeister Tee
Erdbeere, Himbeere, Brombeere, Weißdorn, Rose (Heckenrose) und die Blätter vom Ehrenpreis t
rocknen und daraus Tee zubereiten. Der Tee schmeckt gut und stärkt die Nerven.  

Teezubereitung
 1 TL angetrocknetes Kraut mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen, kurz ziehen lassen, abseihen,
mit Honig süßen und vor dem Schlafengehen trinken.

Selbstversorgung und traditionelle Kräutergetränke

Waldmeister wurde seit Jahrhunderten für Bowlen, Kräuterweine und Teemischungen verwendet.
Naturnahe Gärten mit heimischen Wildkräutern fördern nicht nur die Artenvielfalt, sondern bewahren auch altes Pflanzenwissen und traditionelle Hausrezepte.

Der Waldmeister erinnert uns mit seinem süßen Duft daran, wie eng Frühlingsrituale, Heilpflanzen und alte Naturtraditionen miteinander verbunden sind.

Schamanische Ausbildung Österreich       Kontakt  

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