Alant

Alant ist eine hohe, gelb blühende Heilpflanze, die bienenfreundlich ist.
Inula, Familie, Korbblütler Asteraceae

Alant – Heilpflanze mit Tradition, Wirkung und
spiritueller Bedeutung

Der Alant, auch Helenenkraut oder Echter Alant genannt, ist eine kraftvolle und traditionsreiche Heilpflanze. Seit der Antike schätzt man vor allem die Alantwurzel bei Atemwegs- und Verdauungsbeschwerden. Gleichzeitig gilt der Alant als Schutzpflanze im Brauchtum. Zudem ist er eine wertvolle Bienenweide im Naturgarten.

Der Alant besitzt große Blütenköpfe mit Strahlen- und Scheibenblüten. Seine Blätter sind filzig, groß und grob gesägt. Von Juli bis August steht er in voller Blüte. Dabei kann er eine Höhe von bis zu zwei Metern erreichen und erinnert in seiner Erscheinung an eine Sonnenblume.

Das Helenenkraut liebt feuchte Standorte. Es gedeiht besonders gut auf nährstoffreicher Erde. Im Heilgarten „Licht aus der Jurte – Shamanic Centre Vienna“ wächst der Alant nahe einem kleinen Teich in kraftvoller Kompost-Heilerde. Dort hat er ausreichend Platz, sich natürlich auszubreiten.

Zur Pflanzenfamilie zählen unter anderem:
Dost, Huflattich, Wermut, Beifuss, Eberraute, Distel, Mariendistel, Rainfarn, Chrysanthemen, Kamille, Schafgarbe, Löwenzahn und Wegwarte.

Eine nahe verwandte Art ist der Wiesenalant (Inula germanica L.).

Die Alantwurzel wirkt besonders bei Bronchitis
Alantwurzel appetitanregend, wie Basilikum
Die Alantwurzel – Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Verwendet wird die zwei- bis dreijährige Wurzel des Alant. Man erntet sie im Herbst. Die Alantwurzel enthält etwa 40 Prozent Inulin. Zusätzlich sind Pflanzenschleim, ätherische Öle und Bitterstoffe enthalten.
Dadurch wirkt sie: schleimlösend, hustenreizlindernd, schweißtreibend, verdauungsfördernd, antibakteriell, galleflussfördernd ,stärkend bei Schwächezuständen

Besonders bei Bronchitis und bronchialem Reizhusten wird Alant traditionell eingesetzt. Ebenso unterstützt er bei Asthma. Früher nutzte man ihn sogar begleitend bei Tuberkulose.

Außerdem gilt der Alant als appetitanregend – ähnlich wie Enzian oder Baldrian. Gleichzeitig fördert er die Verdauung. In dieser Wirkung ähnelt er Berberitze, Rhabarber, Löwenzahn, Ingwer und Fenchel.

Der Alant lässt sich gut mit Schafgarbe und Andorn kombinieren. Traditionell süßt man die Zubereitung mit Honig von heimischen Imkern.

Bei Bronchitis unterstützen außerdem:
Thymian, Eukalyptus, Engelwurz, Huflattich, Königskerze, Lobelie, Lungenkraut, Ysop, Beinwell – Wurzel, Lein – Samen, Baldrian und Herzgespann.

Traditionelle Anwendung und Zubereitung

In den Bergen Österreichs gab man Alanttee bei Magen- und Darmbeschwerden. Ebenso verwendete man ihn bei Gelbsucht und Zuckerkrankheit.

Setzte man Alant in Schnaps an, galt dies als stärkendes Mittel.

Frische Blätter legte man direkt auf Wunden. Die getrocknete Wurzel zerrieb man zu Pulver. Davon nahm man täglich bis zu 1 Gramm ein.

Rezept für Alanttee

Für einen traditionellen Alanttee übergießt man: 30 Gramm Alantwurzel mit 1 Liter kochendem Wasser. Anschließend lässt man den Tee etwa 3 Stunden ziehen. Wer hatte, fügte 12 Gramm Süßholzwurzel hinzu. Danach süßte man mit Honig.

Bei schwerer Atmung, Gelb- und Bleichsucht, Menstruationsstockungen und Harnbeschwerden setzte man Alant ebenfalls ein. Auch bei Sand und Gries wurde traditionell Alanttee gegeben.

Geschichte und Überlieferung

Bereits römische Schriftsteller erwähnten die Pflanze unter dem Namen „Inula“. Sie beschrieben ihre Wirkung bei Magenbeschwerden und Husten.

Dem deutschen Kräuterkundigen Hieronymus Bock war der Alant ebenfalls bekannt. In seinem Kräuterbuch aus dem Jahr 1551 schildert er die wohltuende Wirkung der Wurzel ausführlich.

Im Mittelalter braute man Alantwein. Dieser sollte zähen Schleim aus dem Körper befördern.

Darüber hinaus war der Alant Bestandteil sogenannter Lebenselexiere. Man kombinierte ihn mit Engelwurz, Myrte, Gaben vom Weihrauchbaum, Mistel, Wacholder, Zypresse, Efeu, Galgant, Ingwer, Immergrün und Enzian.

Alant als Faserpflanze und Bienenweide

Früher nutzte man die Staude nicht nur als Heilpflanze. Ähnlich wie Brennnessel, Hanf, Zittergras, Königskerze und Lein diente er auch als Faserpflanze. Aus diesen Fasern stellte man Kleidung her.

Gleichzeitig ist der Alant eine sonnenhafte Bienenfutterpflanze. Seine prachtvollen Blüten bieten reichlich Nahrung für Insekten. Dadurch bereichert er Heilgärten, Naturflächen und fördert aktiv die Artenvielfalt.

Wiesenalant ist eine heimische Wildpflanze
Wiesenalant, Inula germanica L.
Spirituelle Bedeutung und Räuchern

Im Volksglauben schrieb man dem Alant eine magische Schutzwirkung zu.
Er sollte angehexte Leiden kurieren und gegen den Druck des Alb helfen.

In manchen Gegenden band man ihn in das Kräuterbüschel, das zu Maria Himmelfahrt am 15. August geweiht wurde.

Selten, aber dennoch überliefert, wurde auch die Wurzel geräuchert. Dabei achtete man stets auf einen respektvollen Umgang mit der Pflanze. Artenschutz und Bewahrung der Pflanzenwelt stehen im Vordergrund.

Alant in der Geschichte & Volksheilkunde

Römische Schriftsteller erwähnten ihn unter dem Namen „Inula“ als Heilmittel für Magen und Husten.

Der deutsche Kräuterkundige Hieronymus Bock beschrieb 1551 in seinem Kräuterbuch die wohltuende Wirkung der Alantwurzel.

Im Mittelalter wurde Alantwein gebraut, um zähen Schleim aus dem Körper zu befördern.

Das Helenenkraut war zudem Bestandteil traditioneller Lebenselexiere – gemeinsam mit Engelwurz, Myrte, Weihrauchbaum, Mistel, Wacholder, Zypresse, Efeu, Galgant, Ingwer, Immergrün und Enzian.

Alant ist eine ausdauernde Heilpflanze
Alant blüt neben Cosmea
Fazit: Alant – eine vielseitige Heilpflanze mit Tradition

Der Alant vereint Heilwirkung, spirituelle Bedeutung, Bienenfreundlichkeit und historische Tiefe. Seine kraftvolle Alantwurzel wird seit Jahrhunderten geschätzt – besonders bei Atemwegserkrankungen und Verdauungsbeschwerden.

Als Heilpflanze verbindet er Naturmedizin, Volkswissen und spirituelle Pflanzenkunde und Schamanismus auf besondere Weise.

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