
Knoblauch: Wirkung, Geschichte, Magie und
spirituelle Bedeutung
Anbau und Standort der Heilpflanze
Der Knoblauch liebt einen schweren, gut gedüngten Boden, mäßig feucht.
Knoblauch Wildform und Herkunft der Pflanze
Wild wachsend finden wir ihn in den trockenen und heißen Gegenden des Mittelmeergebietes und im vorderen Orient. In Österreich wird er auf gesunden Böden im Burgenland erfolgreich angebaut.
Den wilden Knoblauch finden wir auf Wiesen, Äckern und manchmal auch in Gärten.
Er wird vegetativ vermehrt, im Herbst gepflanzt und im Frühling treibt er seine Wurzelsprösslinge ans Licht. Sein lauchartiger Geruch ähnelt dem vom Bärlauch, der zum ersten Grün im Frühling zählt.
Knoblauch in der ägyptischen Mythologie und Antike
Er wird seit 5000 Jahren als Nahrungsmittel und als Medizin genutzt. Herodot schreibt, dass die Hauptnahrung beim Pyramidenbau in Ägypten aus Zwiebeln, Rettich und Knoblauch bestand. Heute wissen wir, dass die Arbeiter auf den Pyramiden sehr gut mit Nahrungsmitteln versorgt waren.
In einem Familiengrab aus dem damaligen ägyptischen Mittelstand in al-Asasif bei Theben wurden Reste der Pflanze gefunden. Der ägyptische Knoblauch dürfte anders ausgesehen haben als derjenige, der heute angebaut wird.
In den Gräbern rund um Theben fand man nicht nur diese Knolle. Unter anderem gab es Funde vom Fasernschaft des Papyrus, Kerne aus den Früchten der Weinrebe und vom Feigenbaum, Samen vom Rizinus, der Zwiebel und zahlreiche Blumenkränze, wie beispielsweise die vom Lotus.
Auch im bestens erhaltenen Grab von Tut-ench-Amon fanden sich Reste davon.
Seine Geschichte lässt sich weiter verfolgen bei den Völkern der Phönizier, Griechen,
Römer und Germanen.
Knoblauch aus der Zehe ziehen und kultivieren
Regina Hruska: „Wir pflanzen ihn im Heilgarten von ‘Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna’ in der alten Badewanne, die mit Heilerde vom Kompost des Heilgartens vollgefüllt ist. Darin gedeiht er prächtig neben Petersilie, Königskerze und den sich schnell hochrankenden Kürbis. Manchmal gesellen sich auch die kleinen Samen der Birke dazu und wir finden kleine Birkenbäumchen neben ihm.“
Er wirkt mit an der hohen Energieschwingung im Schamanenzentrum Wien für Teilnehmer der Seminare und Menschen, die Termine und schamanische Beratung in Anspruch nehmen.

Knoblauch – Heilwirkung und medizinische Bedeutung
Er wird von Galenus, griechischer Arzt (129 n. Chr.), als „Theriak der Bauern“ gepriesen.
Er war neben Wacholder, Engelwurz, Tollkirsche und Johanniskraut ein exponiertes Heilmittel gegen die Pest.
Er wurde im 8. Jahrhundert von Karl dem Großen als Arznei zum Anbau freigegeben.
Wenn uns heute statt der Pest eine Pandemie überrollt, können uns unter anderem diese Pflanze sowie Blüten vom Holunder und Linde, Minzen, Blätter vom Eibisch und Goldrute unterstützend helfen.
Spirituelle Bedeutung und Schutzwirkung
Über Jahrhunderte galt die Knolle als Universalschutz gegen Dämonie.
Hölle und Teufel werden auch heute noch mit Schwefelgeruch assoziiert, und sie sollte gegen den beißenden Gestank helfen, den diese Geister verbreiten.
Schutzpflanzen für Haus und Hof
Hilfreich für den Schutz von Haus und Hof gelten bis heute geweiht:
Palmkätzchen, Buchsbaum, Mistel, Tannenzweige, Immergrün, Johanniskraut, Weihrauchharz, Myrte, Beifuss, Enzian, Samen vom Engelwurz sowie Harz von Kiefer und Fichte.
Grundsätzlich können wir als Schamanin und Schamanen sagen, dass Schutzkräuter aus der Familie der Kreuzblütler sehr wirksam sind.
Knoblauch in der Volksmagie
Die Pflanze gilt als hilfreiches „Berufskraut“ wie Lavendel, Rainfarn und Thymian — etwa bei Besprechen im bösen Sinne oder Schadenszauber durch Worte.
Schützend sind auch Frauenmantel und Engelwurz. Volksweisheit: „Baldrian, Dost und Dill kann die Hex’ net wie sie will.“
Mythologie und religiöse Verbote
Wegen seines Geruches war Knoblauch immer wieder verboten.
Die griechische Göttin Kybele untersagte seinen Genuss vor dem Betreten ihres Tempels.
Auch der Prophet Mohammed verbot das Essen der Knollen vor dem Betreten der Moschee.
Der starke Geruch verleiht der Pflanze ihre Heilkraft. Kräuterpfarrer Künzle empfahl in seinem Buch „Chrut und Unchrut“, Kindern als Schutz Knoblauch und Zwiebel um den Hals zu binden.
Im 19. Jahrhundert gelang es dem Chemiker Wertheim, den schwefeligen Inhaltsstoff „Schwefelallyl“ zu isolieren. Seitdem wurden weitere Inhaltsstoffe entdeckt.
Heute gilt die Pflanze als Breitbandantibiotikum, wirkt blutdrucksenkend und antisklerotisch.

Gesundheitliche Wirkung
Hilfreich unter anderem bei:
• Nikotinvergiftung • Vitamin-D-Vergiftung • Erkrankungen der Atemwege
Rezept zur Entgiftung
In 1 Glas Wasser:
• Saft einer Zitrone • 1 zerquetschte Knoblauchzehe • 1 TL Honig zum Süßen
Hausmittel bei Erkältung (Knoblauch-Schnaps)
Bei beginnenden Erkältungen und in Grippezeiten:
• 1 Handvoll Knollen fein zerschneiden • in ein Glas füllen • mit ½ Liter Weinbrand (oder 50 % Wasser,
50 % Alkohol) übergießen • einige Löffel Honig dazugeben • 3–4 Tage in die Sonne stellen
Liebestrank der Römer
Knoblauch und Koriander zerdrücken und in ein Viertel Wein mischen.
Zu allen Zeiten schwor man auf die liebesfördernde Wirkung — besonders die Römer.
Schamanismus Ausbildung Wien: Kontakt


