Senf

SINAPIS ALBA L.

Familie Kreuzblütler, Cruciferae

Der weiße Senf hat zumeist steifhaarige Schoten mit bleibendem Schnabel und kam aus Südeuropa in unsere Breiten. Schwarzer Senf, Sinapis nigra L. wächst gerne an Flussufern und wurde durch Kultivierung weit verbreitet. Weißer und gelber Senf sind gesundheitsfördernd und appetitanregend.

Weißer Senf wächst vom tibetischen Hochland bis nach Europa. Die Pflanzen sind einjährig, 30 – 60 cm hoch; verwildert finden wir sie in Getreidefeldern und im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“. Hier hat sich der Senf in der Heilerde vom Kompost des Heilgartens zwischen Hafer Mariengras Kornblume Mohn Indianernessel und Akelei angesiedelt.

In China, vor mehr als 3000 Jahren als Gewürz bekannt, im alten Rom auch als Heilmittel bei Magenbeschwerden und Gehörschäden verwendet. Albertus Magnus (1200 – 1280) bezeichnete den Senf noch als Gemüse. Er wächst bei uns ja auch neben Tomaten Inka Gurke Afrikanische Stachelgurke und den vielen anderen Pflanzen. Seit dem Altertum galt Senf als Aphrodisiaka und wurde Liebestränken beigemischt.

Die Körner dienten als Schutz vor bösen Geistern. Noch heute werden in Indien die Räume der Neugeborenen geräuchert. Senfkörner sind eine Zutat zum Räucherwerk. Regina Hruska „Auch im Himalaya sind Senfkörner bei magischen Ritualen eine Zutat. Schamaninnen und Schamanen im „Shamanic Centre Europe“ verwenden die Körner als Räucherwerk in Seminare (n) und bei Termine (n) in der schamanischen Ausbildung. Als Räucherzutat hilft der Rauch rasch in Kontakt mit Menschen und deren Umgebung zu kommen, auch bei Einzelberatung

Gemeinsam mit Mohn Hirse und Fenchel galt der Senf als die Pflanze der Zauberer, um verhexte Personen zu heilen.

Heilwirkungen: Seit dem Mittelalter wird in der Volksmedizin unten stehendes Rezept bei Ohrenschmerzen, Gicht und Ischias empfohlen. Auch der Senf – Wickel findet bei fiebrigen Bronchialkatharen noch seine Anwendung. Nach dem Abnehmen der Pflaster und Wickel ist eine gründliche Hautreinigung angebracht, da sich sonst schmerzhafte Entzündungen bilden können. Bei Kindern die Senfmasse mit etwas Schweineschmalz verdünnen, damit wirkt er sanfter.

Rezept: 2 dkg Senfkörner fein zerreiben und gut verrühren. 20 dkg zerquetschte Feigen von der Feige dazurühren. Den Brei auf ein Tuch streichen und auf das schmerzende Ohr legen.

Senfkörner werden als Hautreizmittel bei rheumatischen Schmerzen, wie die Heilpflanzen Klee (Bitterklee) Brennessel Engelwurz Ingwer Löwenzahn Schafgarbe Wacholder Wermut Immergrün und Yamswurzel unterstützend wirken. Senf unterstützt bei Brustfellentzündungen und Rippenfellentzündungen, wie hier auch die Heilpflanzen Wurzel vom Beinwell Ysop Knoblauch Alant und Königskerze hilfreich sind. Senf unterstützt überall dort, wo eine bessere Hautdurchblutung stattfinden soll. Es wird ein Senfpflaster hergestellt. Käuflich auch in den Apotheken: Semen Sinapis Pulveratum Exoleatum. Homöopathikum: Sinapis, Urtinktur, ersetzt den Senfumschlag und wird bei Rheuma und Gicht verabreicht. Innerlich D3 bis D6 gegen Heuschnupfen, Heiserkeit.

Senfzubereitung:  5 dkg frische Senfsamen mit 6 EL aufkochen, pürieren. 2 TL Salz, 3 – 4 EL brauner Zucker, Pfeffer, Kurkuma, Zwiebel, Krenn dazugeben und gut verrühren. Ist die Masse erkaltet, 1 EL Olivenöl tropfenweise unterrühren.

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