Zaunrübe

BRYONA ALBA

Familie: Kürbisgewächse, Cucurbifaceae

Gichtrübe, Teufelsrübe, … .

Eine mächtige Heilpflanze, die eines Tages im Heilgarten wuchs. Niemand weiß woher sie kam. Ich befragte anfangs die Teilnehmer der Seminare doch diese kannten den Heilwurz nicht und langsam näherten wir uns an und pflegen heute gute Bekanntschaft.

Dunkelgrünlgrün glänzend, weichhaarig, kürbisähnliche Blätter, gehalten wie von Fingern, eine Fülle von kleinen, gelbgrünen Blüten, ein Festessen für Bienen, Insekten und Spinnen weben ihre Netze in ihrem Rankwerk.

Dünne Stengel, mächtig rankend, erregt diese giftige Pflanze Aufmerksamkeit.

Sie besitzt eine geheimnisvolle Wurzel. Im Norden, auch bei uns einst so begehrt und verwendet wie die Alraune.

Gräbt man den Boden auf, zeigt sich ein mächtiges Gebilde, einem Menschenrumpf ähnlich, mit starken Schenkeln vergleichbar. Schubkarrengroß!

Berühren die Hände die Wurzel, schwellen sie an oder röten sich.

Die Zaunrübe zieht die Kraft und das Licht in die Wurzel hinab.

Sie hat große Ähnlichkeit mit der Alraune und galt auch als Ersatz für diese.

Historie:

Im antiken Griechenland wurde sie bei Gicht, Epilepsie, Hysterie und Husten verabreicht. Diesbezüglich wurde sie von Dioscurides verabreicht.

Hippokrates von Kos (460-370 v. Chr.) empfahl sie bei Wundstarrkrampf.

Nicholas Culpeper (1616-1654), Botaniker, Astrologe, Arzt, verschrieb sie bei Husten und Kurzatmigkeit.

In der Volksheilkunde: bei Lebererkrankungen, als Abführmittel, Brechmittel, bei verschiedenen Infektionen.

„Auch diese Pflanze ist in ihren Heilwirkungen zu wenig erforscht, die alten Rosenkreuzer hielten viel von ihr …“ G.W. Surya (1873 – 1949)

In Böhmen wurde die Wurzel am Karfreitag gegraben, vor Sonnenaufgang, getrocknet, zu Pulver zerrieben und den Kühen zum Schlecken gegeben. 

So eine Kuh zog die Milch von anderen Kühen auf sich und kann die Milch von 9 Häusern anziehen. Die Butter solcherlei Milch gibt allerdings beim Zerlassen nur Schaum.

Die Rosenkreuzer der Renaissance gruben die Wurzel zu sterngünstiger Zeit. Sie sollte die Haut zart machen, die Galle besänftigen und vor Giftwirkungen schützen.

Sie wurde auch als Schutz vor Gewittern aufgehängt.

Heilwirkung: Homöophatie: Erkältungskrankheiten, sie stellt das Gleichgewicht wieder her; hilft bei Schüttelfrost, Fieber und wenn sich dadurch rheumatische Beschwerden ergeben, gilt sie als „Wundermittel“. Gichtwurzel!

Da sie eine abtreibende Wirkung hat, wurde sie diesbezüglich von Frauen früher auch verwendet.

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