
Zaunrübe – geheimnisvolle Heilpflanze zwischen
Alraunenwurzel und Mythologie
Die Zaunrübe oder Gichtrübe ist eine mächtige Heilpflanze, die eines Tages im Heilgarten von
„Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und der „Shamanic Clinic Europe“ in der Heilerde vom Kompost des Heilgartens erschien.
Regina Hruska: „Niemand weiß woher sie kam. Langsam näherten wir uns an und pflegen heute gemeinsam mit allen Bewohnern des schamanischen Ausbildungszentrums Wien gute Bekanntschaft“.

Zaunrübe im Heilgarten und
geheimnisvolle Rankpflanze
Mit ihren langen Ranken klettert die Zaunrübe weit in Bäume und Sträucher hinein. Dunkelgrün glänzende, weichhaarige und kürbisähnliche Blätter sowie eine Fülle kleiner gelbgrüner Blüten prägen die Pflanze.
Ein Festessen sind die Blüten für Bienen und Insekten.
Spinnen weben ihre Netze in das dichte Rankwerk. Die kleinen Beeren der Zaunrübe färben sich im Herbst rot und wirken auffallend leuchtend.
Teilnehmer der Seminare sowie Menschen, die im Schamanenzentrum Wien, Termine und schamanische Einzelsitzungen in Anspruch nehmen, sind zumeist erstaunt über das dichte, blühende Blätterwerk.

Zaunrübe Wurzel und alte Alraunenmythen
Die giftige Pflanze besitzt dünne Stängel und ein mächtiges Rankwerk, das sofort Aufmerksamkeit erregt.
Sie besitzt eine geheimnisvolle Wurzel.
Im Norden galt sie – ähnlich wie die Alraune – als begehrte Zauber- und Ritualpflanze.
Gräbt man den Boden auf, zeigt sich ein mächtiges Gebilde, einem Menschenrumpf ähnlich, mit starken Schenkeln vergleichbar. Die Wurzel kann schubkarrengroß werden. Berühren die Hände die Wurzel, können sie anschwellen oder sich röten.
Die Zaunrübe zieht die Kraft und das Licht in die Wurzel hinab. Die mächtige Wurzel speichert über viele Jahre hinweg die Kraft der Pflanze.
Sie hat große Ähnlichkeit mit der Alraune und galt vielerorts als Ersatz für diese geheimnisvolle Pflanze.
Antike Heilpflanze und alte Kräutertraditionen
Im antiken Griechenland wurde sie bei Gicht, Epilepsie, Hysterie und Husten verabreicht.
Dioscurides empfahl sie ebenso wie Hippokrates von Kos (460-370 v. Chr.) der sie bei Wundstarrkrampf verwendete. Nicholas Culpeper (1616-1654), Botaniker, Astrologe und Arzt, verschrieb die Zaunrübe bei Husten und Kurzatmigkeit.

Schamanische Mythologie und
magische Wurzelrituale
In Böhmen wurde die Wurzel am Karfreitag vor Sonnenaufgang gegraben, getrocknet und zu Pulver zerrieben. Dieses Pulver wurde den Kühen zum Schlecken gegeben. Man glaubte, solche Tiere könnten die Milch anderer Kühe „anziehen“.
Die Butter dieser Milch galt jedoch als minderwertig und soll beim Erhitzen nur Schaum ergeben haben.
Außerdem wurde die Wurzel als Schutz vor Gewittern aufgehängt. Auch die Rosenkreuzer der Renaissance gruben die Wurzel zu sterngünstigen Zeiten aus.
Man glaubte, sie mache die Haut zart, besänftige die Galle und schütze vor Giftwirkungen.
„Auch diese Pflanze ist in ihren Heilwirkungen zu wenig erforscht, die alten Rosenkreuzer hielten viel von ihr …“ G.W. Surya (1873 – 1949)

Zaunrübe Heilpflanze und alte Volksmedizin
In der Volksheilkunde wurde die Zaunrübe bei Lebererkrankungen, als Abführ- und Brechmittel sowie bei verschiedenen Infektionen verwendet.
In der Homöopathie wird sie bei Erkältungskrankheiten und bei Gleichgewichtsverlust verabreicht.
Die Pflanze galt außerdem als hilfreich bei Schüttelfrost, Fieber und bei rheumatische Beschwerden galt sie als „Wundermittel“.
Bis heute trägt sie den Mamen Gichtwurzel.
Traditionell wurden bei Rheuma und Gicht jedoch häufiger Bitterklee, Ampfer, Brennnessel, Engelwurz, Ingwer, Löwenzahn, Schafgarbe, Senf, Wacholder, Yamswurzel, Wermut, Mädesüß, Baldrian, Römische Kamille, Ginster, Schöllkraut, Lavendel und Zitterpappel verwendet.
Da die Wurzel eine abtreibende Wirkung besitzt, wurde sie früher auch von Frauen verwendet – ähnlich wie Sadebaum, Liebstöckl, Pfefferoni, Ingwer, Meisterwurz, Rosmarin, Hirtentäschl, Rainfarn.
Alle Pflanzenteile der Zaunrübe gelten als stark giftig.
VORSICHT: Keine Selbstmedikation. Bitte immer ärztlichen Rat einholen.
Giftpflanzen und alte Ritualpflanzen
Zu den geheimnisvollen Ritual- und Giftpflanzen zählen neben Zaunrübe auch Sumpfporst,
Weißer Germer, Tollkirsche, Blauer Eisenhut, Stechapfel und Tollkraut. Viele dieser Pflanzen spielten in Mythologie, Volksheilkunde und alten schamanischen Traditionen eine bedeutende Rolle.
Selbstversorgung und Wissen über mächtige Wildpflanzen
In schwierigen Zeiten war das Wissen über Heilpflanzen, Giftpflanzen und essbare Wildkräuter überlebenswichtig.
Menschen mussten erkennen können, welche Pflanzen Nahrung, Heilmittel oder Gefahr bedeuteten. Auch dieses alte Pflanzenwissen gehörte zur traditionellen Selbstversorgung vieler Kulturen.
Die Zaunrübe verbindet alte Wurzelmythen, schamanische Pflanzenkraft und die geheimnisvolle Welt rankender Ritualpflanzen mit uraltem Naturwissen.
Schamanen in Österreich Kontakt


