Minzen

Minzen lieben sonnige Standorte
Mentha, Familie, Lippenblütler, Lamiaceae

Minze — kühlendes Kraftkraut der Klarheit
und Erneuerung

Alle Minzen – Arten sind Heilkräuter und seit langem in unserer Kultur.
Regina Hruska „Viele unserer Minzearten und ihre Abarten und Formen wurden beobachtet und beschrieben, so das ein eigenes Studium all dieser Arten notwendig wäre.“

Minzen Standort und Wachstum der Heilpflanze

Sie lieben gemäßigte Wärme, Licht und Feuchte, moorige Böden, brauchen keine Pflege,
sie wuchern von alleine.

Die oben abgebildete Minze haben wir im Zuge der Seminare und bei Termine (n)
der schamanischen Trainings gefunden.
Die Pflanze der 100 Tugenden haben die Schamanin und Schamanen rituell geerntet und Tee zubereitet.

Minzen bienenfreundlich — wichtige Bienenpflanze

Bienen und Insekten werden von allen Minzearten angezogen!

Minzen kamen von Südeuropa aus in den Norden Europas.
Blühende Wasserminze am Bachufer

Minzen Herkunft und Kulturgeschichte der Heilpflanze

In altägyptischen Gräbern (1200-600 v. Ch.) wurden Reste der Minze gefunden, was darauf hindeutet, dass sie im Totenkult Verwendung fanden.
In griechischen Gärten wurde sie gezogen, so schreibt
Theophrast (372-287 v. Ch.) Diskurides
und Plinius (23 – 79 n. Chr.).
Sie fand über Südeuropa den Weg in die Klostergärten und von da aus in die Bauergärten.
Sie wird auch in den „Capitulare“ der Karolinger erwähnt.
Sehr ausführlich behandelt ihre Wirkkraft Albertus Magnus (1200 – 1280), der die in den Gärten gezogene Mentha von der wild wachsenden unterscheidet.
In den Beschreibungen des Mittelalters finden wir vor allem die Krauseminze.
Überall im Orient trifft man auf verschiedene Minzearten.

Minze Arten im Heilgarten und Kräutergarten

Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wachsen sie wie alle anderen Heilpflanzen in der Heilerde vom Kompost des Heilgartens. Die Minzen wachsen neben Poleiminze Rauschminze Römische Kamille Tausendgüldenkraut Witwenblume Ziest Mutterkraut und Galgant

Pfefferminze — wichtigste Heilpflanze der Minze-Arten

Minze Tee und Anwendung als Heiltee

Von den Blättern der Pfefferminze wird Tee gekocht.
Pfefferminze — wichtigste Minze für Heiltee

Vom Engländer Ray gezüchtet, fanden alle Pfefferminzarten von England aus nach Amerika und Europa.
Die Blätter pflückt man ehe die Blüten kommen und
trocknet sie rasch!
Sie sind Bestandteil vieler Teemischungen, die bei Magen- Darm- Gallen- und Leberleiden helfen.

Minze Wirkung auf Körper, Verdauung und Nerven

Wirkt antiseptisch (Mentholgehalt), verdauungsfördernd, regulieren Magen, Leber, Galle, Darm.
Bekämpft das Luftschlucken, regt Herz- und Nervensystem an, stark schmerzlindernd, belebend, beruhigend, erfrischend, durchwärmend.
Hilft bei Verstopfung, Krämpfe, Blähungen. Verstärkt Menses, hebt die Potenz.

Pfefferminztee — Zubereitung des Minze Heiltees

1 EL Blätter auf 1/4 Liter heißes Wasser. 10 Minuten ziehen lassen, mit Honig süßen.
Dieser Tee ist erfrischend und wird von Regina Hruska gerne bei schamanische Beratung empfohlen.

Pfefferminztee bei Magen- und Darmerkrankungen

Bei Magen- und Darmerkrankungen: 1 TL Pfefferminze, 1 TL Kamille
Hilfreich wirken auch Hopfen und Baldrian Eventuell mit Honig süßen.

Pfefferminze Aufguss — Anwendung bei Beschwerden

Unterstützt bei Migräne. Wie Mädesüß Baldrian Kamille Mistel Yamswurzel
Unterstützt bei Rheuma. Wie Klee (Bitterklee) Brennnessel Engelwurz Ingwer Löwenzahn Rinde der Mahonie Iris Wacholder Immergrün Wermut Yamswurzel

Wickel mit Minze lösen bei Frauen Spannungen in der Brust, wie Baldrian Kuhschelle Löwenzahn

Pfefferminz Tinktur aus Minze herstellen

20 g getrocknete Blätter in 1/4 Liter Alkohol (70%, oder 50:50 Wasser – Alkohol Gemisch),
7 Tage ziehen lassen, abseihen, abfüllen.

Pfefferminze in der Volksmedizin Österreichs

In den Bergen Österreichs wurde bei Gelbsucht neben anderen Heilmittel Pfefferminztee gegeben.
Bei Magenbeschwerden eine Mischung von Pfefferminze, Bibernell Wermut und Tausendgüldenkraut
und bei Herzbeschwerden.

Bei hohem Blutdruck ein Aufguss aus Pfefferminze Zitronenmelisse und Wurzeln vom Kalmus
20 Minuten ziehen lassen und 2 bis 3 Tassen täglich trinken.

Viele Minzen bevorzugen feuchte Standorte
Wasserminze (Mentha aquatica) — heimische Heilpflanze an Bachufern und Feuchtwiesen

Minze-Sorten und verschiedene Minze-Arten

Flohminze — Heilwirkung dieser Minze-Art

Mentha pulegium, sie kam aus den Stromtälern Eurasiens und des Mittelmeergebietes zu uns und liebt besonders nasse Standorte.
Heilwirkungen krampflösend, verdauungsfördernd
Bei: Lungenleiden, Asthma, Keuchhusten.

Frauenminze / Balsamkraut / Marienblatt — besondere Minzen

Hedeoma pulegioides, sie ist auf kieseligen Plätzen Nordamerikas heimisch.
Heilwirkung Regt Leber- Galle- und Milztätigkeit an, fördert die Durchblutung weiblicher Sexualorgane.

Rossminze — wilde Minzen mit starkem Aroma

Mentha longifolia, sie kommt in der Natur am häufigsten vor. Wohlschmeckend und wohlriechend.

Der Natürliche Lebensraum der Wasserminzen sind Flußufer und Feuchtgebiete
Frische Blätter der Wasserminze im natürlichen Lebensraum

Bachminzen — historische Heil-Minze

Im Mittelalter gegen Seitenstechen verwendet.

Ackerminze — mentholreiche Minzen-Heilpflanze

Mentha arvensis, sie bildet wie andere Minzearten gerne Bastarde mit anderen Minzenarten.
Sie enthält 90% Menthol im ätherischen Öl.

Grüne Minzen — bekannte Kultur-Minze

Mentha spicata L. Ähren- oder Waldminze: Sie ist die Grundlage für viele industrielle Produkte.

Bergminze — robuste Art trockener Standorte

Sie liebt es warm und wächst besonders gut, wenn sie zwischen trockenen Steinen gepflanzt wird.

Krauseminze — traditionelle europäische Minzen-Art

Mentha crispa, sie wird in China, Norddeutschland und Skandinavien großflächig angebaut.
Sie wurde schon im 16. Jhdt. verwendet.
Ab dem 18. Jhdt. wurde sie durch die Pfefferminze zurückgedrängt und hat ähnliche Wirkkraft wie diese.
Besonders gut hilft sie bei choleraartigen Anfällen und ist die ideale Minzenart für empfindliche
und reizbare Menschen.
I
n unseren Breiten zählen wir bis zu 30 Arten, die an ihrem Geruch erkennbar sind.

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