Kornrade

Die Kornrade ist seit dem Neolithikum bekannt
Agrostemma githago, Familie, Nelkengewächse, Caryophyllaceae

Kornrade – seltene Ackerblume zwischen Mythos,
Feuerkraft und verlorener Vielfalt

Die Kornrade, wird auch Rade oder Kornröslein genannt.
Nelkengewächse sind mit etwa 1800 Arten in den gemäßigten Zonen verbreitet und wachsen bis hoch
ins Gebirge hinauf.

Die Kornrade gehört zu den gefährdeten Arten!
Sie ist durch die industrielle Landwirtschaft vom Aussterben bedroht.
Die Pflanze wird durch chemische Verseuchung und durch Bodendegeneration auch auf Äckern wo
kein Getreide wächst weitestgehend vernichtet.

„Das Kornröslein liebt eher trockene Böden, liebt das Licht und ist in allen Teilen giftig.

Kornrade Samenkapsel

Besonders giftig sind die Samen!
Sie wuchs gerne in Getreidefeldern und war wegen ihrer Giftigkeit gefürchtet.
Roggen Weizen und Hafer mussten sorgfältig gedroschen werden, um alle Samen zu entfernen.

Kornröslein als Augustkraut zwischen Mythos und Ackerpflanze

Die Pflanze ist etwa seit dem Neolithikum, (9500 vor Christus) auf dieser Erde.
Sie war im Norden, in keltischer Zeit, dem Sonnengott Lugh, dem Meister aller Künste geweiht.
Doch im Volksglauben durfte sie nicht ins Haus gebracht werden, sie brachte das Feuer mit.

Kornrade wächst gemeinsam mit Mohn und Kornblume

Kornrade Standort im Gartenraum

Im Heilgarten wächst sie in der Heilerde vom Kompost
des Heilgartens.
Wir finden sie auf Kräuterspirale neben Königskerze, Zittergras, Wegwarte, Ziest, Kamille, Ringelblume, Nachtkerze, Roter Fingerhut, Lampionblume, Nelken (Pechnelke), Glockenblume und Silberdistel.

Wildblume als Bienenpflanze und Teil
lebendiger Vielfalt

Dieses bunte Treiben auf der Kräuterspirale erfreut nicht nur Bienen und Insekten. Es erfreut auch jeden Teilnehmer der Seminare und Menschen, die in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ Termine und
schamanische Behandlung besuchen.

Kornröslein im Volksglauben – zwischen Feuer, Schutz und alter Bedeutung

Die Kornrade gehört mit zu den „Augustkräutern“ und ist eines der Unkräuter, wie Liebstöckl, Dill, Baldrian, Rainfarn, Ringelblume, Arnika, Salbei, Beifuss und Schafgarbe.
Diese Kräuter waren der Großen Göttin geweiht. Bonifazius, ein christlicher Missionar, versuchte über diesen Brauch bei der Synode von Liffinae 734 n. Chr. den Bann zu legen.
Als die Frauen (bis heute) nicht von diesem Brauch abließen, wurden die Augustkräuter unter die Schirmherrschaft der Muttergottes gestellt.

Kornrade räuchern und traditionelle Rituale im Jahreskreis

Viele dieser Kräuter wurden und werden bis heute von Schamanin und Schamanen im
Schamanenzentrum Wien getrocknet, um bei heiligen Festen, wie zum Beispiel zur Wintersonnenwende oder in den Raunächten geräuchert zu werden.

Kornrade in der Selbstversorgung

Die Kornrade ist Teil eines vielfältigen Ökosystems und unterstützt die Biodiversität auf natürlichen Flächen, auch wenn sie heute keine direkte Rolle in der Selbstversorgung spielt.

Die seltene Feldblume erinnert uns daran, wie eng Ackerpflanzen, Spiritualität und Natur einst verbunden waren und wie wichtig es ist, selten gewordene Wildkräuter zu schützen, um die Vielfalt unserer Landschaften und das Wissen unserer Vorfahren lebendig zu halten.

Schamanische Ausbildung Wien    Kontakt  

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