Wurmfarn

DRYOPTERIS FELIX-MAS

Familie Wurmfarngewächse, Dryopteridaceae

Der Farn braucht Luftfeuchtigkeit, liebt gedämpftes Licht und bevorzugt die lichten Wälder von Buche Eiche Hollunder Akazie Haselstrauch Hartriegel Weissdorn Goldregen Linde Ahorn Birke keine Monokulturen in denen ausschließlich die Fichte gepflanzt wurde. Farne zeigen erst im Schatten ihre rätselvolle Schönheit. Die Farne der Vorwelten, die Baumfarne, die große Landflächen bedeckten, sind seine Vorfahren. Gartenfarne sind Nachkommen ihrer nordischen Verwandten und der Riesenfarnwedel aus den Jahrmillionen unserer Erdgeschichte. Wasserpflanzen, Moose und Farne sind die Ahnen der höheren Pflanzenwelt. Es gibt etwa 200 Arten der fossilen Farne in den Steinkohlewäldern, die bis ins Erdmittelalter (Trias) zurückverfolgt werden können. Sie verbreiten sich durch Sporen, deren Variationsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit sehr groß ist. Regina Hruska “ Will man Farne züchten, dann legt man am Besten ein Farnblatt auf die feuchte Erde, das man nicht mit Erde bedeckt. Es muss von unten her Wasser ziehen und ist es warm, dann keimen die Sporen innerhalb von drei bis fünf Wochen.“ Die Artenvielfalt der Farne ist sehr groß und eine Auflistung würde den Rahmen dieser Seite sprengen. Wurmfarne sind anspruchslos, entfalten aber ihre Pracht, wenn sie in der feuchten Heilerde vom Kompost des Heilgartens wachsen. Im Heilgarten wächst der Farn neben den unterschiedlichen Arten der Funkie Steinbrech Eberraute Zittergras Segge Ruchgras und Ziergras

Eine sehr alte Heilpflanze, die schon Theophrast (377 – 287 vor Christus), „Vater der Botanik“ und Schüler von Platon und Aristoteles erwähnte. In der mittelalterlichen Heilkunde wurde der Wurmfarn zur Stärkung der Milz, als Wurm- und Abtreibungsmittel verwendet. Heute wird zur Stärkung der Milz nicht mehr der Wurmfarn, sondern die Heilpflanzen Enzian Löwenzahn Ingwer Kalmus Wermut Gundermann Oderming Brennessel Mais Kastanie Hafer und Oderming empfohlen.

Hirschzungenfarn, Asplenium scolopendrium

Auch als Hexenpflanze und als Hexenmedizin hat der Wurmfarn eine lange Geschichte. Hildegard von Bingen (1098 – 1179) beschreibt den Wurmfarn als das Kraut, vor dem der Teufel flieht. Und entsprechend dem Volksglauben empfahl sie einen Farnzweig bei sich zu tragen, wenn der Verdacht einer Verzauberung besteht. In das Bett von Wöchnerinnen sollte Farnkraut gelegt werden, damit Mutter und Kind vor des Teufels Ränken geschützt seien. Die ältesten Überlieferungen über die dämonenabwehrende Kraft der Farne finden sich in der „Physica“ der Hildegard von Bingen. Nächtliche Farnforschungen betrieb Hieronymus Bock (1498 – 1554), der nichts von der teufelsabwehrenden Kraft des Farnes wissen wollte. Aus Angst, die zahlreichen Geschichten könnten doch stimmen, nahm er zwei Begleiter mit auf den Weg. Bei der Synode von Ferrara im Jahre 1612 wurde das Sammeln von Farnen oder Farnsamen in der Johannisnacht verboten. Den Glauben an die schützenden Kräfte des Farns finden wir im Heute in Sagen und Legenden.

Der Legende nach bringt er Glück und vermehrt auf magische Weise den Besitz, wenn er in der Johannisnacht gepflückt wird. Ob dies so ist, wird von so manchen Teilnehmer der Seminare und von Menschen, die über unterschiedliche Kontakt (e) Termine und Einzelberatung im Seminarzentrum von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ in Anspruch nehmen bezweifelt, doch es wird trotzdem gerne geglaubt.

 

 

 

 

 

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