
Die Kartoffel und ihre Familie der Nachtschattengewächse
Die Kartoffel gehört wie viele andere Pflanzen zur Familie der Nachtschattengewächse.
Sie besitzt eine lange Kulturgeschichte und begleitet die Menschheit seit Jahrtausenden.
Außerdem liefern diese Pflanzen Nahrung, Gewürze und Heilmittel.
In Österreich werden Erdäpfel ebenfalls zu den Solanaceae gezählt. Dazu gehören unter anderem Paprika, Tomaten, Tabak, Stechapfel, Tollkirsche, Bilsenkraut, Engelstrompete, Lampionblume, Enzianbäumchen, Alraune sowie der bittersüße Nachtschatten.
Viele dieser Arten wachsen im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“.
Zudem dienen die Blüten als wichtige Nektarquelle für Bienen, Insekten und Schmetterlinge.
Gleichzeitig blühen Kartoffeln und Blutweiderich zur selben Zeit.
Herkunft der Kartoffel in Südamerika
Der Ursprung liegt in den andinen Hochebenen Südamerikas, etwa 8000 Jahre vor Christus.
Der gezielte Kulturanbau begann jedoch erst um 800 vor Christus.
Dank ihrer Knollen konnte die Pflanze auch auf trockenen, kargen und frostigen Böden überleben.
Nach der Ernte setzten die Menschen die Knollen dem Frost aus, stampften sie und trockneten sie anschließend. Dadurch entstand eine haltbare Form, die bis heute Chunos genannt wird.

Kartoffelanbau der Inka und rituelle Verehrung
Die Kartoffel galt als hochgeschätzte Nahrungspflanze.
Deshalb führten Schamanin und Schamanen Rituale zu Ehren der Frucht durch.
Zahlreiche archäologische Funde belegen dies. Unter der Führung der Schamanin pflanzten Frauen die Knollen. Dabei sollten Fruchtbarkeitsrituale und weibliche Kräfte eine besonders reiche Ernte sichern.
Symbolische Bedeutung der Kartoffel
als „Goldapfel“
Die Pflanze wurde auch als „Goldapfel“ bezeichnet und besaß eine starke symbolische Bedeutung.

Geschichte der Kartoffel in Europa
Im Jahr 1866 bezeichnete der Entdecker Juan de Castello die Knolle als „Trüffel“.
Durch spanische Eroberungszüge gelangte sie nach Europa und wurde zunächst in botanischen Gärten kultiviert.
Im 16. Jahrhundert begann der Anbau in Spanien.
Im 18. Jahrhundert war sie bereits ein wichtiges Grundnahrungsmittel in Europa.
1845/46 zerstörte eine Fäulekrankheit
(Phytophthora-Epidemie) große Teile der Ernten. Die folgenden Missernten führten zu schweren Hungersnöten, die sich 1916/17 erneut wiederholten.
Erdäpfel in Österreich – Anbau und Nutzung
In Österreich wurden Erdäpfel erstmals unter Kaiserin Maria Theresia im Klostergarten des Stiftes Amstetten angebaut.
Viele Bauern standen der neuen Pflanze zunächst skeptisch gegenüber und verwendeten sie vor allem als Tierfutter.
Erst mit der Industrialisierung der Landwirtschaft setzte sich ihr Anbau dauerhaft durch.
Heute tragen besonders biologische Anbaumethoden zur Bodengesundheit und Artenvielfalt bei.
Erdäpfel werden häufig gemeinsam mit Bohnen und der Erbse geerntet.
Inhaltsstoffe und Heilwirkung der Kartoffel
Die Knollen bestehen zu etwa 80 % aus Wasser sowie aus Kohlenhydraten, Ballaststoffen,
Eiweiß und Mineralstoffen.
Aus ihnen wird Stärke gewonnen, die in Puder, Salben sowie in der Papier- und Textilindustrie Verwendung findet.
Erdäpfel in der Volksmedizin als Hausmittel
In den Bergregionen Österreichs nutzten die Menschen rohe Kartoffelscheiben bei Kopfschmerzen.
Bei Fieber legte man sie auf die Fußsohlen.
Geriebene rohe Knollen wurden auf Brandwunden gestreut.
Bei hohem Blutdruck zerquetschte man sie und mischte sie mit Essig.
Schamanische Bedeutung der Kartoffel
Aus den Knollen kann auch Bioethanol als Kraftstoff gewonnen werden.
Für die Schamanin von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ sowie der
„Shamanic Clinic Europe“ gilt die Nutzung von Lebensmitteln zur Treibstoffproduktion jedoch als problematisch.
Diese Haltung wird in Seminare, schamanische Beratung sowie in Ausbildungen wie
„Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“ vermittelt.
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