Bittersüßer Nachtschatten

Der bittersüße Nachtschatten ist eine mehrjährige Wildpflanze
Solanum dulcamara, Familie, Nachtschattengewächse, Solanaceae

Bittersüßer Nachtschatten – Wirkung, Mythologie und Giftigkeit

Bittersüßer Nachtschatten ist eine giftige Kletterpflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. Der Bittersüße Nachtschatten wächst an feuchten Waldrändern, in Augebieten und an Bachufern. Seit Jahrhunderten ist der Bittersüße Nachtschatten in Volksmedizin und Mythologie bekannt.

Botanisch trägt der Bittersüße Nachtschatten den Namen Solanum dulcamara. Als ausdauernder Halbstrauch kann er mehrere Meter hoch ranken. Seine violettfarbenen Blüten mit gelbem Zentrum erscheinen im Sommer. Im Spätsommer entwickeln sich daraus längliche, leuchtend rote Beeren.

Die Pflanze bevorzugt stickstoffreiche, feuchte Böden und breitet sich mit langen, biegsamen Trieben aus. Charakteristisch ist der namensgebende Geschmackswechsel der Früchte: zunächst bitter, später leicht süßlich. Trotz dieses süßen Nachklangs sind alle Pflanzenteile giftig.

Bittersüßer Nachtschatten ist in allen Teilen giftig
Alpranke wächst neben Weide
Standort und ökologische Bedeutung

Der Bittersüße Nachtschatten besiedelt Uferzonen, Auwälder, Gräben und Waldränder. Seine Blüten dienen Insekten als Nahrungsquelle, während Vögel die Samen über die Beeren verbreiten. Dadurch trägt die Pflanze zur natürlichen Vegetationsdynamik feuchter Lebensräume bei.

Die enthaltenen Alkaloide wie Solanin wirken als Schutzmechanismus gegen Fraßfeinde.
Für Menschen und Haustiere können diese Stoffe jedoch gesundheitsschädlich sein.

Ökologische Bedeutung und Inhaltsstoffe

Als rankender Halbstrauch besiedelt er Hecken in Feuchtgebieten. Die Blüten bieten Insekten Nahrung für Tiere. Vögel verbreiten die Samen über die Beeren.
Schamanen in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und der „Shamanic Clinic Europe“ verwenden Blätter, Zweige und Früchte der Pflanze für besondere Schutzrituale.

Bittersüßer Nachtschatten in Mythologie und Volksglauben

In der germanischen Überlieferung galt die Pflanze als Schutzkraut gegen böse Einflüsse. Zweige band man um den Hals von Nutztieren oder legte sie in Kinderwiegen, um vor dem sogenannten „Nachtschaden“ zu schützen.

Auch in mittelalterlichen Kräuterbüchern wird das Nachtschattengewächs häufig erwähnt.

Die roten Beeren vom bittersüßen Nachtschatten sind stark giftig.
Bittersüßer Nachtschatten wächst neben Blutweiderich
Anwendung in Volksmedizin und Anthroposophie

Früher nutzte man die Pflanze bei starken Bauchschmerzen. Sie wurde als Tee zubereitet oder in kleinen Mengen gekaut.

In der anthroposophischen Medizin wird `Solanum dulcamara` bei Hautentzündungen, Atemwegserkrankungen sowie bei Darm- und Blasenleiden eingesetzt.

Ist Bittersüßer Nachtschatten giftig? – Hinweis zur Verwendung

Alle Pflanzenteile enthalten giftige Alkaloide wie Solanin.

Der Bittersüße Nachtschatten ist in allen Teilen giftig. Eine Selbstmedikation ist nicht empfehlenswert.

Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.

Schamanismus Österreich:  Kontakt   

Newsletter