Kerbel

Antriscus cerefolium, Wiesenkerbel

Anthriscus silvestris, Gartenkerbel

Anthriscus silvestrus  

Familie: Apiceae, Doldengewächse

Seinem Aussehen nach ist er der Bruder der Petersilie, er stammt ursprünglich wahrscheinlich aus dem Kaukasus, schmeckt süßlich, ist reich an Vitamin C und muss roh und frisch gegessen werden, will man seinen Geschmack und seinen Duft genießen. Seinen Namen scheint er aus den „Capitulare de villis“, von Karl dem Großen ( 747 – 814) erhalten zu haben.

In der Antike hieß er auch „Freudenblättchen“, er stand im Ruf die Liebe und den Appetit anzuregen. Plinius (23 – 79 n. Chr.) schrieb: „Kerbel ist immer gut. Man esse ihn roh oder gekocht zum Wohle des Magens. Er wird auch zutiefst sitzende Launen dieses Organs zu tilgen verstehen“.

Heilwirkungen: erfrischend, blutreinigend, abführend… . Bei Entzündungen der weiblichen Brust (stoppt beim Abstillen auch die Milchproduktion), bei Geschwüren, bei Gelbsucht und allen Lebererkrankungen, bei Bindehaut- und Augenentzündungen, er macht die Haut geschmeidig und stoppt die Hautalterung.

Rezept: bei Lebererkrankungen, auch bei Leberkolik: Aus Kerbel, wilder Zichorie, Kopfsalat und Löwenzahn 120 g Saft herstellen und regelmäßig morgens auf nüchternen Magen trinken.

Rezept: für schöne Haut: 1 Handvoll Kerbel in 1 Liter heißem Wasser ziehen lassen und morgens und abends das Gesicht mit einem Wattebausch damit abreiben.

Rezept: Arzneiwein: Appetitanregung bei Rekonvaleszenz: 175 g Kerbel, 150 g Centaurea (Flockenblumen). Die Kräuter vermischen und in Weißwein ausziehen lassen.

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