
Stinkesche – Bienenbaum zwischen
Klimawandel und Verantwortung
Stinkesche als klimaresistenter Baum
Die Stinkesche gilt vielen als ein Baum der Zukunft. Die Hitze erschlägt bereits Mensch und Tier.
Bäume sterben, Böden trocknen aus und vielerorts verschwinden Insekten, die über Jahrmillionen selbstverständlich zur Natur gehörten.
Als in großen Landstrichen Chinas die Bienen verschwunden waren und kaum noch etwas wuchs, zog die Stinkesche die Aufmerksamkeit auf sich.
Heute wird die Stinkesche, auch Bienenbaum oder Honigbaum genannt, verstärkt in Europa gepflanzt. Durch ihre Anspruchslosigkeit, ihre Pfahlwurzel und ihr weit verzweigtes Wurzelgeflecht gilt sie als klimaresistenter Baum.

Stinkesche und Nervengifte
Teilweise aus Angst um ihre Lebensexistenz, aber vor allem der Druck, dem weltweiten Wettbewerb nicht mehr standhalten zu können, wurden großflächig Pestizide auf die Felder gesprüht.
Der Tod von Insekten und anderen Tieren war vorprogrammiert. Vor allem aber starben die Bienen.
Bienen wurden von Neonicotinoiden und anderen Substanzen gestört und letztlich getötet.
Die Landstriche verarmten, die reiche, prächtige Natur wurde unfruchtbar und Menschen sahen das Gespenst der Hungersnöte heraufziehen.
Es folgten Bestäubungen mit den Händen, bis schließlich die Besprühung der Felder reduziert und Stinkeschen gepflanzt wurden.
Doch wozu in die Ferne schweifen, in Europa ist eine ganze Reihe dieser umweltzerstörerischen Chemikalien zugelassen.

Stinkesche und die Sprache der Natur
Bienen reagieren markant auf die Umwelt, auf Sauerstoffmangel im Wasser, auf verschmutzte Luft und auf chemische Keulen der industriellen Landwirtschaft.
Sie reagieren auf alle Umweltbelastungen, die durch die globale Erwärmung und durch das Verschwinden großer Habitate und anderer Zerstörungen gegeben sind.
Der Mensch rechnet nicht damit, dass die Sonne wie ein fressendes Raubtier alles Lebendige vernichten und verbrennen kann. Gesellschaften haben scheinbar vergessen, dass die vielfältigen Gaben der Natur den geistigen Reichen zu verdanken sind.
Die derzeitigen und zukünftigen Klimaveränderungen, deren Tragweiten nicht abzuschätzen sind, hält viele Menschen wie in einem Fieberzustand gefangen.
Schöpferisches Denken und Arbeiten wird damit lahmgelegt.

Die Wahrnehmung der Bienenvölker
Nicht so die Bienenvölker. Mit ihren siebentausend Punktaugen scannen sie Blüten, Bäume und Felder. Der Himmel sieht für sie ganz anders aus.
Mit ihrer kontrastreichen Sicht finden sie Nektar und Wasser. Wasser tragen sie Tröpfchen für Tröpfchen in ihre Nester. Mit ihren Sinnesorganen, die wie Filter wirken, verschaffen sie sich einen Eindruck, was in der Welt los ist.
Bienen spiegeln den Menschen universelle Prinzipien.
Ein Bienenvolk besteht aus zehntausenden Bienen, die harmonisch für das Ganze zusammenwirken.

Bienen und die Sprache der Natur
Werden sie vom Menschen nicht gestört, suchen sie Nektar, gegebenenfalls auch bei den Blüten der Stinkesche.
Sie können auch durch Maschinen nicht ersetzt werden.
Sie leben in ihrer göttlichen Ordnung und helfen mit, Erde und Menschheit zu heilen.
Die Stinkesche braucht wie die Bienen Licht, Nährstoffe und Wasser. Die Stinkesche hat tausende Blätter, viele Kilometer an Saftkanälen und Myriaden von Zellen, die zusammenwirken. Der Baum ist von Licht erfüllt, das seine Gesundheit, seinen gesamten Organismus steuert.

Kuan Yin und das Weinen der Welt
In China, der Ursprungsheimat der Stinkesche, gibt es eine weit verbreitete und geliebte Gottheit:
Kuan Yin, die Göttin, die das Weinen der Welt hört. Ihr Ursprung liegt im Lotus-Sutra (1. Jahrhundert) des Mahayana-Buddhismus, in dem Avalokitesvara,
„Der Herr, der das Weinen der Welt berücksichtigt“, zu Kuan Shih Yin wurde.
Bienenbaum und die Unterstützung
des Lebendigen
Die Stinkesche blüht im beginnenden Herbst und es ist eine Herzensfreude, den Himmelsbaum voller Bienen zu erleben.
Man könnte meinen, der Himmel ist offen und des Menschen Seele ist so durchlichtet wie das Bienenvolk.
Nach der Blüte reifen die lederartigen Früchte und mit Glück kann man zahlreiche Vögel an ihnen beobachten. Allen voran die Amseln, aber auch andere heimische Singvögel besuchen die Stinkesche.
Ähnlich wie bei der Eibe keimen die Samen erst, wenn die Vögel diese wieder ausscheiden.
Die Stinkesche ist in ihrer Heimat nicht wie der Ginkgo ein heiliger Baum.
Gemeinsam mit dem Bienenvolk symbolisieren sie das Gedeihen allen Lebens.
Beide sind in einer Zeit des Bewusstseinswandels Gebende.
Der Mensch bleibt der Nehmende und es ist zu hoffen, dass Dankbarkeit, Fürsorge und Verantwortlichkeit das Nützlichkeitsdenken, die Chaotisierung der Gehirne ablösen werden.
Gärten und Landschaften brauchen Bäume, Pflanzen und Bienen und eine Rückbesinnung auf das,
was menschliches Leben nährt und leitet.

Stinkesche im Heilgarten
Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und der „Shamanic Clinic Europe“ wurde eine kleine Stinkesche, die nichts mit der Esche gemeinsam hat, gepflanzt. Sie wächst neben Felsenbirne, Liguster, Weißdorn und Berberitze.
Stinkesche, Bienen und Selbstversorgung
In schwierigen Zeiten wird oft vergessen, wie eng die menschliche Ernährung mit den Bestäubern verbunden ist.
Obstbäume, Beerensträucher, Gemüsepflanzen
und Wildpflanzen sind auf Bienen angewiesen.
Die Stinkesche blüht zu einer Zeit, in der viele andere Nahrungsquellen für Bienen bereits verschwunden sind. Als Bienenbaum unterstützt sie die Bestäuber bei ihrer Nahrungssuche und trägt damit indirekt zur Erhaltung jener Pflanzen bei, die Menschen seit Generationen begleiten. Die Zukunft von Gärten, Obstwiesen und Kulturpflanzen ist mit dem Wohlergehen der Bienen verbunden.
Die Stinkesche erinnert uns daran, dass das Leben nicht von den Nehmenden getragen wird, sondern von jenen, die geben – von Bäumen, Bienen und allen Kräften, die das Lebendige fördern.


